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Oestrich-Winkel : Nach Giftgas-Unfall: Firma darf wieder produzieren

  • Aktualisiert am

Februar 2013: Fast sechs Monate nach einem Giftgas-Unfall in einem Schaumstoffwerk im Rheingau darf diese Firma ihre Chemieanlagen wieder in Betrieb nehmen. Bild: Röth, Frank

Ein Schaumstoffwerk in Oestrich-Winkel darf ein halbes Jahr nach einem Unfall wieder produzieren. Das RP Darmstadt hat die Freigabe für die Chemieanlage erteilt.

          Fast sechs Monate nach einem Giftgas-Unfall in einem Schaumstoffwerk im Rheingau darf die Firma ihre Chemieanlagen wieder in Betrieb nehmen. Das Regierungspräsidium Darmstadt (RP) habe eine entsprechende Freigabe erteilt, berichtete die Behörde.

          Bei dem Zwischenfall war bei der Beladung eines Tanks giftiges Toluoldiisocyanat (TDI) in dem Werk in Oestrich-Winkel ausgetreten. Die Chemikalie ist mit der hochgiftigen Blausäure verwandt. Bei dem Austritt Mitte August des vergangenen Jahres wurden über 25 Menschen leicht verletzt.

          Kritische Teile ausgetauscht

          Das Regierungspräsidium hatte seinerzeit die Anlage stillgelegt und einen Gutachter um einen Sicherheitscheck gebeten. In der Anlage seien daraufhin alle Teile ausgetauscht worden, die im August 2012 zu der kritischen Situation geführt hatten, berichtete das RP. Die Firma habe mehr als 100 Auflagen umgesetzt. Unter anderem sei ein neues Alarmsystem eingebaut worden. Deshalb könne eine Wiederholung des Störfalls ausgeschlossen werden.

          Das Unternehmen stellt unter anderem Schaumstoffe für Verpackungen her. In der zweiten Februarhälfte werde die Produktion wieder aufgenommen, kündigte der Betrieb an. Das Anfahren werde derzeit vorbereitet.

          Quelle: LHE

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