Nach dem Chemieunfall im Rheingau hat das Landeslabor mittlerweile keinerlei Belastung an Obst, Gemüse und Wein festgestellt. „Mit unserer empfindlichen Untersuchungsmethode haben wir bisher insgesamt zwölf Lebensmittelproben auf TDI und seine Abbauprodukte untersucht und dies alles mit negativem Ergebnis“, sagte der Leiter des Labors, Hubertus Brunn, in Gießen. Bei dem Unfall in Oestrich-Winkel am 13. August war die Chemikalie Toluylendiisocynat (TDI) aus dem Tank einer Schaumstofffabrik ausgetreten.
Das Landeslabor habe Gurken, Nektarinen, Tomaten, Walnüsse, Zitronen und Birnen sowie sechs Proben Riesling-Trauben untersucht. „Das Obst, die Gurken und die Nüsse stammten aus Privatgärten in unmittelbarer Nachbarschaft zu dem Schaumstoffhersteller“, erklärte Brun.
Noch Bodenproben zu analysieren
Die Weintrauben stammten aus verschiedenen Weinbergparzellen, die am Unglückstag in der Hauptwindrichtung lagen. „Wären die Stoffe hier angekommen, hätten wir sie auch gefunden“, sagte der Direktor.
Um auch das letzte mögliche Risiko auszuschließen, sollten auch noch Bodenproben analysiert werden. Der havarierte Tank wird gekühlt, bis die chemische Reaktion vollständig abgeklungen ist; er wird dabei von Experten überwacht. Dann soll er demontiert werden.

