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Oberbürgermeisterwahl Kampf um jede Stimme bis zur letzten Minute

 ·  Einen Tag bevor sich entscheidet, wer neuer Frankfurter Oberbürgermeister wird, laufen die Kandidaten von CDU und SPD noch einmal einen wahren Marathon, um unentschlossene Bürger einzuholen.

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Boris Rhein (CDU) ist am Samstag von 10 Uhr an unterwegs, zunächst im Riedbergzentrum, dann fährt er nach Heddernheim, um anschließend den Nachmittag in der Innenstadt zu verbringen, wo er von 14 Uhr an am Stand seiner Partei an der Freßgass’ stehen wird. Zumindest im Riedbergzentrum wird Rhein jedoch nicht allein auf Stimmenfang gehen können, denn Peter Feldmann (SPD) wirbt dort von halb zehn an ebenfalls für sich, bevor er den Stadtteil Höchst besucht. Rhein, der sich für bessere Kinderbetreuung einsetzen will, galt in der ersten Runde als Favorit. Feldmann, der nur etwa sechs Prozentpunkte zurücklag, hat offenbar mit dem Thema Wohnraum überzeugt, wie auch in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zu lesen ist.

Mehr als 36.500 Bürger haben sich schon für einen Bewerber entschieden. So viele Briefwahlsendungen gingen bis gestern im Wahlamt ein. Damit liege die Beteiligung bei der Briefwahl mit rund acht Prozent der wahlberechtigen Stimmen ein wenig höher als im ersten Durchgang am 11. März, teilte die Behörde gestern mit. Daraus eine Prognose abzuleiten, wie hoch die Beteiligung morgen insgesamt sein wird, wagte das Wahlamt gestern aber nicht.

Fahrdienste und schönes Wetter sollen die Wahlen unterstützen

Wie auch schon vor zwei Wochen wollen die Parteien es den Bürgern so einfach wie möglich machen, zu ihrem Wahllokal zu kommen. Sie haben für Wahlberechtigte, die aus Altersgründen oder wegen einer Behinderung den Weg nicht selbst bewältigen können, Fahrdienste eingerichtet. Die SPD bietet diesen Service von 8 bis 18 Uhr an, die Fahrer können unter der Telefonnummer 069/299 88 84 10 angefordert werden. Der Fahrdienst der CDU ist von 8.30 bis 17.30 Uhr unter der Rufnummer 069/15 30 990 zu erreichen. Anmeldungen werden auch heute schon zwischen 9 und 14 Uhr entgegengenommen.

Dass die Wahlbeteiligung zumindest dem Wetter nach recht hoch sein könnte, meinen die Meteorologen. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes in Offenbach ist ein „nicht zu heißes, nicht zu kaltes Wetter ohne Regen, Sturm und Schnee“ ideal für Wahlen. Für Sonntag sind Sonnenschein und etwa 20 Grad vorausgesagt.

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Von Matthias Alexander

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