http://www.faz.net/-gzg-7r4j9

Kritik an Stromtrasse : Nordhessische Bürgermeister gegen Suedlink

  • Aktualisiert am

Elektrischer Widerstand: Bereits Anfang Juni demonstrierte eine Bürgerinitiative gegen die Stromtrasse „Suedlink“. Bild: dpa

Durch Ost- und Nordhessen soll künftig eine Stromtrasse Windenergie aus dem Norden nach Bayern leiten. Doch die Kritik wächst. Nordhessens Kommunen fordern eine dezentral organisierte Energiewende.

          In Nordhessen wächst der Widerstand gegen die künftige Stromautobahn Suedlink. Die in der Arbeitsgemeinschaft Nord des Hessischen Städtetags zusammengeschlossenen Kommunen haben sich gegen die 600 Kilometer lange Gleichstrom-Leitung positioniert. Es gebe dafür keine vernünftige Grundlage, erklärte Eschweges Bürgermeister Alexander Heppe (CDU) am Mittwoch.

          Die Trasse soll bis zum Jahr 2022 Windstrom von Schleswig-Holstein über Nord- und Osthessen ins bayerische Grafenrheinfeld bringen. Bei einer Anhörung im hessischen Landtag hatten Gemeinden aus dem Habichtswald die Leitung als naturzerstörerend kritisiert.

          Nordhessens Bevölkerung müsse dafür herhalten, dass abgebaute Atomkraftwerke im Süden der Republik durch Wind aus dem Norden ersetzt werde, kritisierte Heppe als Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft. Die Energiewende müsse dezentral organisiert werden. Hessens Energieminister Tarek Al-Wazir (Grüne) wurde aufgefordert, sich dafür einzusetzen.

          Weitere Themen

          Kein Material ist böse Video-Seite öffnen

          Koziol : Kein Material ist böse

          Die Firma Koziol schreibt sich auf die Fahne nur Produkte aus Kunsstoff zu produzieren, für die kein anderer Stoff besser geeignet ist. Geschäftsführer Stephan Koziol wünscht sich eine differenziertere Diskussion.

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.