http://www.faz.net/-gzg-7r4j9

Kritik an Stromtrasse : Nordhessische Bürgermeister gegen Suedlink

  • Aktualisiert am

Elektrischer Widerstand: Bereits Anfang Juni demonstrierte eine Bürgerinitiative gegen die Stromtrasse „Suedlink“. Bild: dpa

Durch Ost- und Nordhessen soll künftig eine Stromtrasse Windenergie aus dem Norden nach Bayern leiten. Doch die Kritik wächst. Nordhessens Kommunen fordern eine dezentral organisierte Energiewende.

          In Nordhessen wächst der Widerstand gegen die künftige Stromautobahn Suedlink. Die in der Arbeitsgemeinschaft Nord des Hessischen Städtetags zusammengeschlossenen Kommunen haben sich gegen die 600 Kilometer lange Gleichstrom-Leitung positioniert. Es gebe dafür keine vernünftige Grundlage, erklärte Eschweges Bürgermeister Alexander Heppe (CDU) am Mittwoch.

          Die Trasse soll bis zum Jahr 2022 Windstrom von Schleswig-Holstein über Nord- und Osthessen ins bayerische Grafenrheinfeld bringen. Bei einer Anhörung im hessischen Landtag hatten Gemeinden aus dem Habichtswald die Leitung als naturzerstörerend kritisiert.

          Nordhessens Bevölkerung müsse dafür herhalten, dass abgebaute Atomkraftwerke im Süden der Republik durch Wind aus dem Norden ersetzt werde, kritisierte Heppe als Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft. Die Energiewende müsse dezentral organisiert werden. Hessens Energieminister Tarek Al-Wazir (Grüne) wurde aufgefordert, sich dafür einzusetzen.

          Weitere Themen

          Historisches Doppel Video-Seite öffnen

          Nord- und Südkorea vereint : Historisches Doppel

          Yoo Eun-Chong aus Nordkorea beschreibt ihre Gefühle nach dem Doppelsieg mit dem Südkoreaner Choi Hae-Sun. Seit dem Korea-Gipfel im April nähern sich beide Nationen auch im Sport an.

          Topmeldungen

          Bundeswehr-Soldaten in Berlin

          Personalnot : Bundeswehr prüft Aufnahme von Ausländern

          Weil sich nicht genügend deutsche Soldaten finden, erwägt die Bundeswehr offenbar nun die Rekrutierung von Ausländern. Verteidigungsexperten sehen Vorteile – warnen aber auch vor Risiken.

          Mittelmeer : EU-Mission „Sophia“ soll vorerst weiterlaufen

          Mindestens bis August wird die Operation der EU im Mittelmeer fortgesetzt. Zuvor hatte der Kommandant die Schiffe des Einsatzes in die Häfen zurückbeordert, weil Italien keine geretteten Flüchtlinge mehr aufnehmen will.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.