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Veröffentlicht: 01.09.2016, 13:15 Uhr

Historisches Vorbild „Weserflößer“ bauen 100-Tonnen-Floß nach

66 Fichtenstämme dienen als Baustoff für die nordhessischen „Weserflößer“ für eine große Aufgabe. Sie bauen ein historisches 100-Tonnen-Floß nach - und wollen damit auch das Handwerk unterstützen.

© dpa Die Axt am Walde: Insgesamt 66 Fichtenstämme dienen als Baustoff für die nordhessischen „Weserflößer“

Bereits zum dritten Mal wird in Nordhessen ein historisches Holzfloß mit beträchtlichen Ausmaßen nachgebaut. In mehreren Etappen soll das 40 Meter lange, etwa sieben Meter breite und 100 Tonnen schwere Gefährt des Vereins „Weserflößer“ dann die Weser von Reinhardshagen im Kreis Kassel bis ins nordrhein-westfälische Minden hinunterfahren.

Von Donnerstag an werden die Nordhessen nun drei Tage lang 66 Fichtenstämme aus dem Reinhardswald und dem Solling per Hand verbauen, bevor es am Sonntag losgeht. „Wir fahren fast 200 Flusskilometer“, erklärt Rapp. Nach sechs Tagen wollen die Nordhessen am 9. September in Minden ankommen. Dort wird das Floß auseinandergebaut, das Holz kommt in ein Sägewerk.

Den 18 Flößern liegt die historische Bedeutung des Ganzen am Herzen. „Das ist Kultur- und Wirtschaftsgeschichte“, betonte Vereinsmitglied Hermann-Josef Rapp. Es solle darauf aufmerksam gemacht werden, wie wichtig Handwerk ist. Nur mit dem Internet baue man kein Floß. „Das örtliche Handwerk muss gefördert und unterstützt werden.“

Mit dem Floß die Weser hinunter

Sechs Tage lang lassen sich ein paar Nordhessen auf dem Nachbau eines historischen Floßes die Weser heruntertreiben - mit einer Geschwindigkeit von fünf Kilometern in der Stunde. Zuschauer sind gerne gesehen und dürfen die Konstruktion auch ganz aus der Nähe bestaunen. Die einzelnen Etappen:

Sonntag, 4.9.: Reinhardshagen (Kreis Kassel) bis Bodenfelde (Kreis Northeim/Niedersachsen)

Montag, 5.9.: Bodenfelde bis Höxter (Nordrhein-Westfalen)

Dienstag, 6.9.: Höxter bis Bodenwerder (Kreis Holzminden/Niedersachsen)

Mittwoch, 7.9.: Bodenwerder bis Hameln (Niedersachsen)

Donnerstag, 8.9.: Hameln bis Rinteln (Kreis Schaumburg/Niedersachsen)

Freitag, 9.9.: Rinteln bis Minden (Nordrhein-Westfalen) (dpa

Eine schöne Nebensache

Von Werner D’Inka

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