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Jagd beendet : Zwölf Nilgänse an Bädern geschossen

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Graswurzelbewegung: Den Frankfurter Ostpark haben die Nilgänse schon erobert. Bild: Wonge Bergmann

Nilgänse sind tierische Einwanderer, die mancherorts für mächtig Ärger sorgen. Im Frankfurter Brentanobad und am Darmstädter Badesee Woog ging das so weit, dass die Städte den Abschuss erlaubten. Vor kurzem ging die Jagdsaison zu Ende - Zeit für eine Bilanz.

          Bei der Jagd auf Nilgänse in einem Frankfurter Freibad sowie am Darmstädter Badesee Woog sind bis zum Ende der Saison Mitte Januar jeweils sechs Tiere geschossen worden. In den letzten Wochen der Saison sei keine geschossene Gans mehr hinzugekommen, sagte der für das Frankfurter Brentanobad beauftragte Jäger Axel Seidemann der Deutschen Presse-Agentur. Die Vögel seien außerdem mit einem Hund vergrämt worden und hätten gelernt, dass das Gelände ein für sie gefährliches Terrain sei. Die Nilgänse sollen vertrieben werden, weil sie als Gesundheitsgefahr gesehen werden.

          Zwei bis drei Gänsepaare seien zuletzt ab und an auf dem Gelände gewesen, sagte Seidemann. Im Sommer hatten sich dort regelmäßig noch mehr als 100 Tiere versammelt. Allerdings sei momentan wegen Bauarbeiten ein Großteil des Wassers im Schwimmbecken abgelassen. Nun müsse abgewartet werden, wie sich die Tiere verhielten, wenn das Wasser wieder eingelassen werde. „Wir müssen dranbleiben“, sagte Seidemann. Das Problem lasse sich nun mal nicht über Nacht lösen.

          Risikofaktor Gänsekot

          Die Stadt Frankfurt hatte im Kot der Nilgänse unter anderem Salmonellen entdeckt, daraufhin hatte sie die Abschussgenehmigung erteilt. Die Jagdsaison endete auf den Geländen in Frankfurt und Darmstadt am 15. Januar. Auf dem Woog-Gelände in der südhessischen Stadt waren zwar keine Salmonellen entdeckt worden, wie ein Stadtsprecher mitteilte. Die Gänse seien aber eine Belästigung für Badegäste gewesen. Und wegen der potenziellen Gefahr durch den Gänsekot habe man sich auch hier für die Abschussgenehmigung entschieden.

          Seidemann betonte, Ziel sei gewesen, so wenig Gänse wie möglich zu schießen. Zuletzt habe er nur noch ein paar Mal in den Boden geschossen. Dabei habe er stets türkisfarbene Kleidung getragen, wie sie auch die Bademeister im Brentanobad hätten. Die Tiere seien nun so konditioniert, dass sie Türkis mit Gefahr in Verbindung brächten.

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