Hessens neue Kultusministerin Nicola Beer hat Nachbesserungen bei der verkürzten Gymnasialzeit G8 angekündigt. „Wenn nach wie vor Unzufriedenheit da ist, muss man dem nachgehen“, sagte die am Donnerstag im Landtag vereidigte FDP-Politikerin dem Radiosender hr-info.
Überprüft werden soll, ob vor Ort in den G8-Gymnasien tatsächlich nach den reduzierten Lehrplänen unterrichtet werde. Kinder sollten Spaß am Lernen haben, dafür müsse die Schule ihnen den Rücken freihalten, betonte Beer, die sich aber zu dem umstrittenen G8-Projekt bekannte.
Mehr Lehrer, weniger Schüler
Das von Schwarz-Gelb im Koalitionsvertrag vereinbarte Ziel einer 105-prozentigen Lehrerversorgung relativierte die Ministerin. „Es kommt am Ende nicht so sehr auf die Zahl an. Eltern können mit 105, 104 oder 108 wenig anfangen, wenn vor Ort Unterricht ausfällt.“
Die Regierung erhöhe bei sinkenden Schülerzahlen die Zahl der Lehrer, erklärte Beer, die als Kultusministerin ihre Parteifreundin Dorothea Henzler ablöste. Entscheidend sei, was vor Ort ankomme. Es dürfe nicht darum gehen, mit der Landtags-Opposition Statistik-Schlachten zu führen.

