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Neunjährige Gymnasialzeit Ein Drittel der Gymnasien will wieder G9

 ·  Ein gutes Drittel von Hessens Gymnasien freut sich wieder auf G9. Der Wahlfreiheit werde damit Genüge getan, meint die Kultusministerin. Die Opposition bestreitet das vehement.

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Stefan Zhentan
Stefan Zhentan (comsen) - 01.02.2013 14:15 Uhr

G8 ist schädlich,

weil die Kinder erst gegen 17 Uhr nach Hause kommen, dann noch Hausaufgaben machen müssen und weder Zeit noch Energie für ausserschulische, wichtige Aktivitäten übrig sind. Keine Musik, kein Sport! Man versündigt sich hier an den Kindern, genauso wie bei der horrenden Staatsverschuldung, die die Kids später für uns zurückzahlen sollen.

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Chi Tamago
Chi Tamago (tamago) - 31.01.2013 20:24 Uhr

G8 versus G9

Meine Tochter, 12, ist in der 7.Klasse im mat.nat.Gymnasium G8. 34 Schüler starteten in der 5. Klasse, inzwischen kamen 2 neue hinzu. Allerdings sind es zur Zeit nur noch 27 Schüler. Ein Schwund von 9. Das entspricht 25% (von 36). Spricht man mit den Eltern ist ein Drittel voll zufrieden, ein weiteres Drittel sagt: G8 ist akzeptabel. Das restliche Drittel schimpft heftigst über G8. Woran das wohl liegt? Ganz einfach, ein Drittel der Schüler ist im Notenschnitt 2 und besser, 1/3 liegt zwischen 2,1 und 3,3, das dritte Drittel kämpft ums Überleben. Entsprechend urteilen auch die Eltern. Daraus kann man ganz einfach schließen, die Hälfte aller Kinder dieser Klasse war zur Zeit der Aufnahme an diesem Gymnasium nicht gymnasialreif. Das sagte die Lehrerin an der Grundschule auch den Eltern, allerdings „nur durch die Blume“, eine Empfehlung ist ja nicht mehr erlaubt, es zählt der Elternwille. Bei dieser Klasse war in 50% der Fälle der Elternwille negativ für die Kinder.

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Joachim Enders

Blödsinn. Punkt.

Die Sache mit der "Wahlfreiheit" von G8 bzw. G9 ist Unfug. Grundsätzlich macht das alles nichts, so lange die Schülerinnen und Schüler ihre Schulkarriere an ein und der selben Schule absolvieren. Jeder Wechsel einer Schule - was im Zeitalter einer immer mobileren Gesellschaft und durch berufliche Randbedingungen der Eltern jederzeit möglich ist - bringt Probleme: Bayern hat andere Lehrpläne als Hessen, Gesamtschulen andere Curricula als Gymnasien, jetzt wird man noch nicht mal mehr von Gymnasium A zu Gymnasium B wechseln können...

Es ist schwer, mit dem "Elternwillen" zu argumentieren, nachdem man die Einführung von G8 grundlegend in den Sand gesetzt hat, weil man die Inhalte der neunjährigen Gymnasialzeit ins Korsett von acht Jahren gepresst hat. Also, liebe Politiker/innen aller Länder: Macht bitte einen Staatsvertrag über sinnvolle, entrümpelte Lehrinhalte. Und entscheidet, wie es in Deutschland mit der Schulbildung weitergehen soll. Und zwar einheitlich und durchlässig.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 01.02.2013 08:26 Uhr
Jan Altmann
Jan Altmann (serzwei) - 01.02.2013 08:26 Uhr

Überfüllter, unsinniger Lehrplan

Herrn Enders Kommentar würde ich sofort unterschreiben.

Aber was steht dem Entgegen? Die Egos der föderalen Bürokratie sind inzwischen so groß, dass dies nur durch Bundesinitiative lösbar ist. Der Bund hat ja nach Pisa zurecht die Zügel fester in die Hand genommen. Aber welche Partei macht sich dafür stark bei Wahlen? Wie kann dieser Zustand so weit gekommen sein, wo doch ein hoher Anteil Lehrer im deutschen Bundestag sitzt? Eltern als Wähler sind einfach aus der Mode gekommen, da nicht mehr finanzstark und auch nicht mehr zahlreich.
Die Energie, die für eine Bürger-Initiative erforderlich wäre, investiere ich lieber in die Unterstützung der Kinder, denn die Zeit von Eltern ist begrenzt. Neue Regelungen würden sie in der Schullaufbahn nicht mehr betreffen. Eine andere Alternative wäre (teure) eine Privatschule - warum sind die im Rhein-Main-Gebiet wohl überlaufen?

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Dietmar Blum

Sie kapieren einfach nicht,

dass die angehenden Studenten und Hochschulabsolventen gegenüber Ihrer europäischen und internationalen Konkurrenz ein weiteres Jahr verlieren, späterer Studienbeginn, späteres Ende, später im Erwerbsleben, auf der Karriereleiter eine Stufe hinterher.

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31.01.2013, 12:18 Uhr

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