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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Neuer Flugsteig A-Plus Abflug nach Fictitious Point

 ·  Am Frankfurter Flughafen haben 300 Besucher den neuen Flugsteig A-Plus getestet. Die meisten waren zufrieden; für Fraport ist die Erweiterung ein „Quantensprung“.

Artikel Bilder (4) Lesermeinungen (51)

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Hannelore Schäfer

Zwingend in D bzw. EU

Kassel ist seit der Wende (1989 = lange vor den Ausbauplänen, die zu dieser unsäglichen Billig-NW-Piste geführt haben), die Mitte Deutschlands. Zwingend wäre und ist immer noch ein gesamtdeutsches Verkehrskonzept und keine Eitelkeitsmaschinen für Lokalpolitiker, die die Welt gerne mit ihren Wahlergebnissen verwechseln. Aber da man ja gerade im Europa-Verkehr mit der Fliegerei so viel Geld verdient (ja, das enthält Ironie) ist das natürlich alles zwingend.

Das Thema Wohnbebauung und Flughäfen entwickelt sich langsam zum Henne/Ei-Konflikt. Diesen werden auch Sie nicht lösen können, mit keinem noch so markigen Schlusssatz.

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Kurt J. Fink
Kurt J. Fink (KFink) - 24.09.2012 11:17 Uhr

Frau Schäfer

ich habe versucht, ihne zu erzählen, das drei unabhängig voneinander betreibbare Bahnen zwischen der A3 und MöWa kaum zu realisieren sind, selbst wenn man Zeppelinheim umsiedeln würde. Auch sind die Amerikaner erst 2005 abgezogen. Die einzig mögliche Süd-Variante war die ATL Variante, jeweils 2 in relativ kurzem Abstand zueinander liegende Bahnen. Dazu hätte man neu mindestens eine 4 km und eine 2,8 km lange Bahn bauen müssen, was wohl kaum billiger gekommen wäre als die NW Bahn.

Die dafür notwendige Trasse für den Rollweg in der CCS wurde bis zur endgültigen Rechtssicheren Entscheidung für die NW Bahn offen gehalten. Jetzt ist dieser Platz natürlich verbaut.

Übrigens zieht jeder Flughafen , auch wenn er in dünn besiedeltes Gebiet gebaut wird, Wohnbebauung an. Das war und ist so mit Paris CDG und es gibt unzählige andere Beispiele. FRA hat nun mal seit Jahrhunderten die zentrale Lage in D und EU, die ein solches Hub geradezu zwingend in dieser Region fordert.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 25.09.2012 08:47 Uhr
Hannelore Schäfer

Herr Fink

Es kam sicherlich ganz überraschend, dass die Amerikaner 2005 abziehen. Eines Morgens waren sie auf einmal weg. So was aber auch...Wie gesagt, man hätte einfach etwas länger warten müssen.

Das Rhein-Main Gebiet bzw. Frankfurt ziehen Wohnbebauung an, FRA spielt zum Glück noch nicht seit Jahrhunderten eine Rolle. Aber die Geschichte dieser Region setze ich als bekannt voraus.

Ansonsten, danke für Ihre Einschätzung. Das klingt ja, von einem echten Fachmann, so, als ob ein weiterer Ausbau im Süden unmöglich sei. Zu teuer, Platz jetzt schon anderweitig verbaut, eine 4-km-Piste wäre nötig (und?). D.h. aber auch, dass man am Flughafen wohl nicht langfristig plant, weshalb wird das dann eigentlich von den Anwohnern erwartet in Form von "man hätte wissen müssen, dass FRA wächst etc."? Na ja, wenn zwei das Gleiche tun....Das Lamentieren wegen der Kosten ist auf jeden Fall unangebracht. So etwas nennt man auch unternehmerisches Risiko. Wer darauf keine Lust hat, soll es bleiben lassen.

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Hannelore Schäfer

Der Abzug 2005

kam sicherlich überraschend und ohne Vorankündigung. Eines Morgens waren die Amerikaner einfach weg. So was aber auch.

Warum führen Sie eigentlich ständig das Kostenargument an? Es ist den betroffenen Anwohnern vollkommen egal, was der Ausbau gekostet hätte, wenn es nur die leisere Variante gewesen wäre. Das nennt man auch Unternehmensrisiko und der Effekt bei der Kapazität wäre sicherlich ein größerer gewesen. Kann es sein, dass man eben doch nicht so langfristig denkt? Weshalb wird es dann aber von Anwohnern erwartet mit Sprüchen wie "man hätte wissen müssen, dass der Flughafen wächst"?

Es ist auch nicht der Flughafen alleine, der Wohnbebauung anzieht, aber über die Geschichte des Rhein-Main-Gebietes sind Sie sicherlich gut informiert.

Ansonsten, vielen Dank noch mal für die anschaulichen Erläuterungen des Dilemas von FRA. Klingt ja so, von einem Fachmann, als ob ein weiterer Ausbau nahezu unmöglich ist (zu teuer). Sehr tröstend und sicherlich so nah an der Wahrheit.

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Mark Schumann

Zum Thema ATL, Herr Fink...

...hab ich auch noch einen. Da liegt der Flughafen weit im Süden vor den Toren der Stadt. Und für die 5. Bahn wurde ein Highway untertunnelt. Hier wurde eine Betonpiste parallel zur A3 in den Wald gerammt. You do the math...

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Kurt J. Fink
Kurt J. Fink (KFink) - 21.09.2012 17:47 Uhr

Frau Schäfer

jetzt hatte ich noch was vergessen, billiger wäre die ATL Variante übrigens nicht gekommen, eine der beiden neuen Bahnen hätte 4000 Meter haben müssen als Kompensation zur 18, für die Zweite hätten die 2800 Meter gelangt. Da war die Ticona Variante eher Preisgünstiger.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.09.2012 08:42 Uhr
Hannelore Schäfer

Herr Fink

Es war lange genug bekannt, dass die Amis gehen, man hätte auch die vorhandenen Parallelbahnen auseinanderziehen können (inkl. entsprechende sonstige Umbaumaßnahmen), man hätte vielleicht nur etwas länger warten müssen.

Ja, das Geschrei wäre vielleicht genau so, evtl. sogar mehr. Aber man hätte einen halbwegs sinnvoll nutzbaren Flughafen gehabt. Jeder, der sich jetzt ein wenig länger mit dem neuen Flughafenlayout beschäftigt hat, erkennt, dass FRA ein vollkommen (in die Stadt hinein) verbauter Murks ist, bei dem zweifelhaft ist, ob die angekündigte Kapazitätssteigerung (und damit verbunden die Anzahl der Jobs) entsprechend kommen werden. So richtig unabhängig sind die Parallelbahnen von der NW-Bahn auch nicht, oder weshalb gibt es die Südumfliegung? Lärmgründe? Oder nicht vielleicht doch eher das Risiko einer Kollision zwischen einer startenden und einer durchstartenden Maschine? Da behauptet ja jeder etwas anderes.....

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Kurt J. Fink
Kurt J. Fink (KFink) - 23.09.2012 09:38 Uhr

Frau Schäfer,

ich bestätige überhaupt nichts. Ich zeige nur auf, was Alternativen gewesen wären. Ein kardinalfehler wurde in den 70ern gemacht, als Börner den faulen kompromiss Startbahn 18 durchsetzte. Damals wäre eine Parallelbahn für den gleichen Ärger zu haben gewesen. Die Todesopfer hatten übrigens kriminelle Startbahngegner zu verantworten und ich habe damals die "Flughafenbegehung" durch diesen fragwürdigen Frankfurter Magistratsdirektor aus nächster Nähe beobachten dürfen, auf der A3 im Stau.

Immerhin hat FRA durch die 18 überhaupt den Anschluss an die Topliga gehalten.

Ich habe aufgezeigt, das man eben nicht mit eeiner dritten Parallelbahn im Süden die gleiche Anzahl Flugbewegungen hätte haben können, weil diese drei zu dicht beeinander lägen und kein unabhängiger Betrieb möglich wäre. Was glauben Sie denn, wenn man die ATL Variante gebaut hätte, also 2 neue Bahnen südlich der CCS bei Schließung der 18.

Das Geschrei wäre doch genau so, wenn nicht mehr.

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Hannelore Schäfer

Herr Fink

Jetzt kommen wir der Sache näher. Die NW-Bahn war die billigste Lösung (auch in Sachen Lärmschutzwand = Maschendrahtzaun). Die paar tausende Anwohner, die jetzt dadurch zusätzlich vollgedröhnt werden, sind halt Kollateralschäden.

Zudem, was soll denn jetzt die Kostendiskussion, wenn es darum geht, HUB Nr. 1 in Europa (der Welt?) zu werden? Dann reden wir nicht über 100.000 neue Jobs sondern von 1 Mio. Überzogen? Albern? Aber ja und zwar mit Absicht. Sie bestätigen es: Die SB West wäre überflüssig geworden, aber kein Koch, Bender etc. hatte bzw. hat die Ei.... das zu sagen, weil der Ausbau der SB West so hart umkämpft war und Todesopfer forderte. Also planiert man mitten in einen Wald hinein eine billige Piste in der Hoffnung, so in 10 Jahren (SB-Gegner alt oder tot), im Süden weitermachen zu können. Ansonsten, s. Herr Schumann und die ATL Lage. Dubai wird gewinnen. Nicht wegen der Anwohner an FRA, sondern der Unfähigkeit hiesiger "Verantwortlicher". Kein Rückgrat weit und breit.

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Mark Schumann

Wenn Sie...

...im Süden ausbauen, brauchen Sie keine NW-Bahn mehr. Eine Entzerrung der beiden Parallelbahnen plus eine dritte Parallelbahn im Süden gibt Ihnen ein System drei unabhängig operierbarer Parallelbahnen, mit dem Sie locker mehr als 100m Paxe im Jahr abfertigen könnten! Damit könnten Sie die SB-West plus die Nordwestbahn einmotten und trotzdem mehr Flüge abfertigen, die NICHT im gleichen Maß direkt übers Ballungsgebiet gehen. Stattdessen gibt es hier ein unerträgliches Gemurkse von Bahnsystem, über das jeder eigentlich nur den Kopf schütteln kann und das lärmtechnisch die schlechtest-mögliche Lösung für die Mehrheit der Menschen im Rhein-Main Gebiet bedeutet...

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 21.09.2012 17:56 Uhr
Mark Schumann

Amsel, Drossel...

...Fink und Kranich.
Mein lieber Herr Kurt J. Fink. Warum sollte man Walldorf (mit Mörfelden hat das nichts mehr zu tun) "platt" machen müssen? Schliesslich musste Kelsterbach auch nicht "platt" gemacht werden für die Nordbahn. Allerdings hätte die SB-West weichen müssen. Und ich habe die Vermutung, dass Ihr Herz an der mehr hängt als an ganz Mörfelden...

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Kurt J. Fink
Kurt J. Fink (KFink) - 21.09.2012 17:44 Uhr

Die ATL

Variante, Frau Schäfer, wäre ja noch mal was anderes gewesen. Da hätte man südlich der CCS , also zwischen dieser und MöWa 2 neue Bahnen die etwa den gleichen Abstand zueinander gehabt hätten wie die beiden (dann ) Nordbahnen bauen müssen-. Die Ticona hätte dann Bestand gehabt, dafür hätte man allerdings Zeppelinheim platt machen müssen. Die 18 auch, aber die hätte man dann noch als zusätzlichen Rollweg nutzen können.

Das ist jetzt alles rein sachlich argumentiert, ohne Emotionsbezeugung zu MöWa, Zeppelinheim oder Boeing.

Von den drei zur Verfügung stehenden Varianten war die jetzige NW Bahn die Lösung mit den geringsten Störpotential. Ob sie das nun mögen oder nicht. ist aber so.

Atlanta wurde übrigens in den 70er Jahren umgebaut, mittlerweile hat man mit etwas Abstand zu dem System eine 5. Bahn dazu. In ATL geht das aber, da wissen die Bürger das Wirtschaftspotential des Flughafens zu schätzen.

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Hannelore Schäfer

Wollen Sie

jetzt ernsthaft Mitgefühl für beinahe heimatvertriebene Mörfelder vortäuschen? Diejenigen, die mit Lärm zugemüllt werden, interessieren Sie doch auch nicht.

Bei der genannten Variante wäre ja evtl. die Umsiedlung der Ticona nicht erforderlich gewesen und dann hätte man ein paar € übrig gehabt, um Menschen umzusiedeln. Man kann sich auf den Kopf stellen und mit den Füßen wackeln: Dieser Lärm wird mehr und auch in Regionen, die jetzt noch verschont werden, weil der Platz am Himmel nicht reicht. Oder warum werden die Flieger 30 Km von Frankfurt jetzt schon so weit heruntergeholt? Wo doch alle nur das Beste (also Ruhe) für die Anwohner wollen? Wenn man einen Atlanta-Hub hier will, sollte man als Politiker und FRA-Vertreter die Ei.... haben, auszusprechen, dass dafür Ortschaften weichen müssen. Aber dazu hat man dann doch zu viel Angst, wie Herr Herrhausen zu enden. Vor allem deshalb gibt es diese Flickschusterei beim "Flughafenlayout".

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Kurt J. Fink
Kurt J. Fink (KFink) - 21.09.2012 14:31 Uhr

Wollen Sie

Mörefelden walldorf platt machen? OK, sonderlich attraktiv ist der Ort ja nicht, aber.,...

Wenn Sie drei unabhängig voneinander zu betreibende Bahnen parallel wollen, dann muss die jetzige Südbahn hinter die CCS verlegt werden und die dann erforderliche weitere bahn nochmals cirka 1,6 Kilometer weiter südlich., Wo das dann ist können Sie sich auf der Karte anschauen., das ist doch alles vorher überlegt und verworfen worden. Übrigens, Zeppelinheim hätte man dann auch planieren müssen.

Karten lessen können hilft, auch in Zeiten von Routenplanern.

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Mark Schumann

Mir scheint, dass wir dann doch...

..eine größere Meinungsübereinkunft haben als ich initial angenommen hatte. Zumindest was den Wunsch nach mehr direkter Demokratie betrifft. Ich denke jedoch, dass S21 und NW-Bahn Frankfurt zwei komplett unterschiedlich gelagerte Fälle sind. Bei ersterem haben einige Leute einen Prinzipienkampf geführt gegen gefällte Bäume, eskalierende Kosten, etc. Als alles vorbei war, konnten alle wieder in Ihre Häuser zurück kehren und dort weiter grollen, ohne dass sich substantiell viel für sie verändert hätte. Diese Möglichkeit haben Leute in Oberrad, Niederrad, Sachsenhausen, Offenbach, etc nicht. Die betrachten es auch nicht als "Luxusproblem" wenn Ihnen 18 Stunden am Tag die Jets über die Köpfe heulen. Mein "Optimismus" mag verfrüht sein. Aber wenn man andere deutsche Städte mal als Referenz für "Normalität" nimmt, ist der gegenwärtige Zustand in Frankfurt langfristig unhaltbar. Insofern wird vielleicht das Thema Airport auf der grünen Wiese schneller zurück kommen als von Ihnen erhofft.

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Michael Emmerich

Rückbau oder Ausbau?

Wer den Rückbau der bestehenden Landebahn fordert, lebt auf dem Mond. Das wird nicht passieren. Für mich unbegreiflich ist, dass die neue Landebahn gleich mit Vollast genutzt wird. Fakt ist ja auch, dass derzeit nicht mehr Flugzeuge in FRA landen. Es wird nur - achtung, liebe Linke - "gerechter" verteilt. Dass nun Offenbach und Co. nur noch halb so viel abbekommen, hört und liest man allerdings nirgends. Tja, so ist das mit der (Schein-)Gerechtigkeit. Am sinnvollsten wäre wohl - ohje, wie politisch unkorrekt - der weitere Ausbau nach Süden, um dann die alte Einflugschneise mit Volllast zu nutzen und die Bahnen im Norden und Süden zu Stoßzeiten dazu zu schalten. Ach, Mist, Moment. Ne, das geht nicht. Das wäre ja "ungerecht"...

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 21.09.2012 13:28 Uhr
Hannelore Schäfer

Ironie zum Thema Gerechtigkeit

Soll man wirklich darüber diskutieren, wie der Lärm von anzunehmenden 700.000 Flugbewegungen im Jahr "gerecht" verteilt werden kann? Ist das Ihr Ernst? Dass Offenbach und Co. nur noch halb so viel abbekommen, hört man - im allerwahrsten Sinne des Wortes - allerdings tatsächlich nirgends.

Ich glaube, dass eher das Empfinden der Ungerechtigkeit darüber im Vordergrund steht, dass einige wenige den Profit aus der Entscheidung für den Ausbau haben, während tausende unter dessen Folgen leiden müssen. Und zwar nicht nur die lärmgeplagten Anwohner, sondern auch die Niedriglöhner am Flughafen, derer es immer mehr gibt und für die die Lärmbetroffenen via Aufstockung auch noch aufkommen dürfen. Nur so rechnet sich das FRA-Modell (für FRA).

Deshalb, am Stammtisch mag Ihre Form der ironischen Darstellung zum Thema Gerechtigkeit ankommen, bei den Menschen, die 18 Stunden am Tag von dröhnenden und pfeifenden Flugzeugen drangsaliert werden, wohl eher nicht.

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Kurt J. Fink
Kurt J. Fink (KFink) - 21.09.2012 11:23 Uhr

Frau Schäfer

COMAC muss sich am Markt erst mal beweisen, aber wenn Sie meinen Beitrag aiufmerksam gelesen haben dann wissen Sie das ich vom Marktsegment über 200 Sitze sprach. Das COMAC Produkt, welches in Entwicklung ist, wird maximal 199 Sitze haben. Das mit den 199 hat übrigens einen Grund, bevor Sie jetzt kommen und um den einen Sitz lamentieren. Pro 50 Sitze braucht es einen Flugbegleiter.

Flugzeughersteller kann man nun wirklich nicht mit Mineralölfirmen vergleichen. Es ist ein Unterschied, ob man etwas für 1,70 pro liter verlauft und 40 Millionen potentielle Kunden in einem Land hat oder die Preisskala bei 60 Millionen US$ beginnt, ohne die dazu notwendige Infrastruktur. Bei Entwicklungskosten im Milliardenbereich.

Da findet dann ein intensiver Wettbewerb auch dann statt, wenn der Markt nur 2 Anbieter hat.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 21.09.2012 12:00 Uhr
Hannelore Schäfer

Es scheint sich ja zu lohnen

Mir wollen einfach keine Tränen kommen für die milliardenschwerden Investitionen, die die armen, notleidenden Flugzeughersteller aufbringen müssen. Irgendjemand wird daran schon ganz gut verdienen. Und gemäß den Prognosen der Flugfans wird ja bald jeder Mensch auf diesem Planeten mindestens 10x im Jahr irgendwohin fliegen.

Aber falls es mal eine Aktion geben sollte "Ein Herz für Airbus" oder so, als her mit den Infos, vielleicht spende ich ja mal ein paar gutsitzende Tankdeckel.

Gelernt habe ich über die Wochen und Monate hier von Ihnen, dass nichts, aber wirklich gar nichts mit der Situation von Flugzeugherstellern, Airlines, Flughäfen etc. vergleichbar ist. Gut, Sie schrieben mal selbst von Dienstleistern (Airlines) aber dennoch, gar nichts ist jemals vergleichbar. Schade, dass diese wohl einzigartige Industrie dann nicht auch einzigartig gut ist, sondern viel Zeit verschenkt hat.

Öl kostet übrigens (noch nicht) 1,70 pro Liter. Nur der Sprit daraus in D.

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Mark Schumann

Nun gut, Herr Emmerich

Des Lesens betrachte ich mich als mächtig. Ein wenig rechnen habe ich auch mal gelernt. Den Rückbau des gesamten Flughafens hat, so weit ich bisher gelesen habe, noch niemand in diesem Forum postuliert. Insofern würde ich ich als relevante Größe nur die "Sunk Costs" für die neue Landebahn betrachten. Was Ihren zweiten Punkt betrifft: Stimmt, es war ein Fehler die Landebahn dorthin zu bauen. Fehler kann man korrigieren, allerdings nur schwer in aufgeheizten politischen Situationen mit drohendem Gesichtsverlust für eine Seite. Was die Parteiendiskussion betrifft: Auch da haben Sie grundsätzlich recht. Das Problem in diesem Lande ist jedoch ein Mangel an direkter Demokratie (in München wurde zumindest über eine neue Landebahn abgestimmt - mit bekanntem Ergebnis). Hierzulande wählt man primär Parteien. Und die treten nun mal mit einem Gesamtprogramm (Wirtschaft, Soziales, Bildung, etc) an. Für ein Votum über ein Einzelthema wie Landebahn ist die Ausdrucksschärfe so zwangsläufig beschränkt.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 23.09.2012 23:59 Uhr
Gunther Stammwitz

91% der betroffenen Bürger waren gegen neue Landebahn -- sie kommt weg!

Laut Planfeststellungsbeschluss gibt es etwa 300.000 Betroffene, was bei durchschnittlich 2,14 Personen pro Haushalt in Hessen[1], in etwa 140.000 Haushalten entspricht. Im Laufe des Verfahrens gingen etwa 127.000 Einwendungen ein[2], dementsprechend haben knapp 91% der vom Flughafenausbau Betroffenen Widerspruch eingelegt. Hierbei gilt es zu berücksichtigen, dass nur diejenigen Einspruch einlegen konnten, die überhaupt Kenntnis vom Verfahren erlangt hatten, die hohe Quote gilt es somit besonders zu würdigen. Es kann dementsprechend definitiv nicht von einer schweigenden Mehrheit für den Flughafenausbau gesprochen werden, sondern ganz im Gegenteil von einer deutlich sichtbaren Mehrheit dagegen!

Da die lärmbelastung durch die neue Landebahn nicht nur unerträglich sondern auch noch gesundheitsschädlich ist und sie schlicht nicht raumverträglich ist, wird sie früher oder später rückgebaut werden. Wir Sachsenhäuser geben nicht auf, die Bahn kommt weg!

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Michael Emmerich

Direkte Demokratie

Oh, Herr Schumann, ich bin ein großer Verfechter der direkten Demokratie nach Schweizer Vorbild. Ich halte das für die nächste notwendige Entwicklungsstufe unseres rechtsstaatlichen Systems, im Sinne von "mehr Macht dem Volk". Leider ist "mehr Macht dem Volk" gleichbedeutend mit "weniger Macht den Parteien", weswegen dies im derzeitigen Parteien-Einheits-Block auch keine Unterstützung findet. In der Sache selbst muss ich ihren Optimismus allerdings bremsen, noch kurz vor Inbetriebnahme der Landebahn war laut Umfragen in FFM die Mehrheit dafür. Auch in BW hat der Entscheid zu S21 bekanntlich NICHT den Eindruck bestätigt, den man angesichts der "veröffentlichten" Meinung hätte gewinnen können. In München lief es anders herum, zum Glück für Frankfurt. Es ist den Bayern bis heute ein Dorn im Auge, dass der größte Airport der Nation nicht auf ihrem Boden steht. Umgekehrt gibt es auch in Hessen Menschen, die nach wie vor stolz auf FRA sind. Auch ohne dort zu arbeiten. ;)

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Michael Emmerich

Ui. Und was machen wir jetzt?

Ja, es war ein Fehler, den Flughafen nach Norden zu erweitern. Und? Was machen wir jetzt? War das nicht absehbar? Alle großen Parteien haben diese Entscheidung mitzuverantworten. Es gab vor vielen, vielen Jahren mal den Vorschlag der Freien Wähler, den Flughafen wie in München komplett nach weit außerhalb zu verlegen. Da wurden sie für ausgelacht und niedergemacht. Und Sie alle? Wer von Ihnen hat damals die Freien Wähler gewählt? Und wer war so doof, den Grünen oder der SPD für ihre populistische (und bisweilen verlogene!) Politik die Stimme zu geben, sich hinters Licht führen zu lassen?? Wer hat als Ausbaugegner *brav* den neuen OB Feldmann gewählt?! Und?? Ist es leiser geworden? Fliegen jetzt weniger Flugzeuge? Demokratie setzt aufgeklärte Bürger voraus! Alternativen hätte es gegeben. Aber es ist typisch: Wer präventiv vor Fehlentwicklungen warnt, steht blöd da. Siehe aktuell den ESM. Erst wenn nix mehr zu Fressen im Kühlschrank ist, geht das Volk auf die Straße. Selber schuld.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 21.09.2012 10:39 Uhr
Hannelore Schäfer

Nun

Es hat unzählige Einwendungen gegen den Ausbau gegeben, es ist ja nicht so, dass alle geschwiegen hätten. Wenn Sie davon nichts mitbekommen haben, ist das nicht das Problem der Ausbaugegner.

Ich persönlich erwarte nicht, dass es durch die Wahl von Herrn Feldmann leiser wird. Er ist ein Mensch und kein Gott. Außerdem, Schulte hat doch selbst gesagt, dass die bis 2020 geplante Steigerung der Flugbewegungen nie und nimmer erreicht wird. Es gäbe sogar mit Betrieb der NW-Bahn unzählige Möglichkeiten, die Lasten zu verteilen, das ginge aber zu Lasten der geplanten Höchstkapazität. Deshalb würde Rhein-Main nicht ins Mittelalter zurückfallen, aber Kompromissbereitschaft zählt nicht zu den herausragenden Eigenschaften der FRA-Jünger.

Grundsätzlich haben Sie mit Ihrer Gesellschaftskritik aus meiner Sicht recht, das wird auch die LH-Seniorenrunde hier irgendwann vielleicht noch feststellen, nämlich, dass man Flugzeuge nicht essen kann. Und wenn die es nicht mehr merken, dann deren Kinder.

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Mark Schumann

Ui, noch eine geniale Idee von Herrn Emmerlich

"Flughafen und Ballungsraum müssen künftig voneinander weg wachsen". Brilliant! Dann frage ich mich natürlich schon, warum der Flughafen mit der neuen Landebahn erst kürzlich zum Ballungsgebiet hingewachsen ist anstatt von ihm weg? Und jetzt soll sich einfach der Teil des Ballungsgebietes, der sich "beschämenderweise" dort niedergelassen hat, vor Jahrzehnte später mal eine Einflugschneise entstehen würde, vom Flughafen wegbewegen, weil es unverantwortlich ist diese "milliardenschwere Einrichtung" (es handelt sich übrigens um eine banale Betonpiste mit einem Total Capex Volume von weniger als €700m) zurück zu bauen??? Wenn Sie Ihre "Argumentation" mal einer kritischen Selbstreflexion unterziehen dürfte Ihnen eigentlich klar werden, wer sich hier zu schämen hat...

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 21.09.2012 09:42 Uhr
Michael Emmerich

Wer Lesen kann, ist klar im Vorteil

1) Die "milliardenteure Einrichtung" bezog sich auf den ganzen Flughafen, wie wohl jeder, der nicht nur meckern will, aus dem Kontext des Textes deutlich erkennen kann. Abgesehen davon ist selbst die Forderung nach Rückbau der bestehenden Landebahn wirtschaftlicher Unfug. 2) Ich war von Anfang an für den Bau der neuen Landebahn im Süden des Airports, statt im Norden. Genau das meinte ich mit "politisches Problem". (mehr dazu an anderer Stelle)

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Mark Schumann

Schwer zu beurteilen...

...was genau in Herrn Emmerlichs Rechnung eingeschlossen ist und was nicht. Nach der Gruenpflanzendiskussion ist mein Eindruck, seine Expertise liegt eher im Bereich Flora und Fauna. Insofern ist moeglich, dass er auch die umgesiedelten Kroeten und Singvoegel im kelsterbacher Wald eingerechnet hat. Vielleicht klaert er uns ja auf.

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Hannelore Schäfer

Zahlenspiele

Ohne jetzt den Zahlenjüngern hier im Forum Vorschub leisten zu wollen: Vielleicht hat Herr Emmerlich die Kosten für die Ticona-Umsiedlung mit eingerechnet? Dann kommt das schon hin. Gut, ohne diese - noch nicht mal mit Lärmschutzwänden versehene - Betonpiste wäre die Umsiedlung auch nicht notwendig gewesen, aber nun, Pech für FRA das man es nicht auf einen Chemie-GAU mit Flugzeuggarnierung ankommen lassen wollte.

Die Beispiele Kelsterbach und Flörsheim finde ich z.B. ermüdend. Der gute Herr Bender hat doch seinerzeit von 100.000 neuen direkten und indirekten Jobs durch den Ausbau gefaselt, wo sollen die Menschen denn leben, die diese Jobs besetzen werden? In den Einflugschneisen wird es schön billig und mehr werden sich die Hilfskräfte, die überwiegend gesucht werden, auch nicht leisten können.

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Michael Emmerich

Pragmatimus

Man sieht, wie schnell den Ausbaugegnern die Argumente ausgehen, kaum dass man sie darauf hinweist, wie egozentrisch ihre Sichtweise ist. Deutschland ist groß! Alleine in RheinMain gibt es zahllose Städte und Gemeinden, die nicht von Fluglärm betroffen sind. Das klingt salopp, ist aber ein Fingerzeig auf die einzig richtige Vorgehensweise: Flughafen und Ballungsraum müssen künftig voneinander weg wachsen. Dass das in der Vergangenheit (seit Jahrzehnten) nicht so war, sondern eher im Gegenteil, Kommunen wie Kelsterbach noch Bauland in unmittelbarer Nähe zum Airport ausschreiben, ist das eigentliche (politische!!) Problem. Die pragmatische Wahrheit lautet: Ruhigen Wohnraum gibt es zuhauf in RheinMain und Deutschland, ein Drehkreuz wie FRA gibt es nur ein einziges im Land; wer verlangt, diese milliardenteure Einrichtung zurück zu bauen, stellt sein eigenes Wohl über das Gemeinwohl und die wirtschaftlichen Interessen der Region. Derjenige sollte sich was schämen.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 21.09.2012 15:33 Uhr
Lothar Koch

Bayerischer Untermain

Sie haben mich leider falsch verstanden. Wir wohnen in der Naehe von Aschaffenburg. Das sind fast 50km vom Flughafen entfernt. Trotzdem haben wir noch richtig Fluglaerm.
Ich werde mich nicht en detail ueber Ihren Unsinn, die Naehe zum Flughafen macht Immobilien teuer, auslassen. Dann muesste Neu-Isenburg ja sackteuer sein und Friedrichsdorf ein Schnaeppchen. In der Realitaet ist Friedrichsdorf doppelt so teuer - weil es kaum Fluglaerm hat.

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Michael Emmerich

Aha.

Sehr aufschlussreich, ihr Beitrag. Keine Sorge, ich werde nicht nach Ihrer Einkommenssituation fragen. Aber eine Eigentumswohnung hätte es nicht getan, es sollte ein Haus sein. Also freut man sich der niedrigen Grundstückspreise in Airportnähe und schimpft dann auf den Flughafen?! Aha. Wenn der Flughafen überhaupt im Zusammenhang mit hohen Immobilienpreisen steht, dann deswegen, weil er eine Säule des Wohlstands dieser Region ist. Und wie alle wirtschaftsstarken Regionen (M, D, HH) steigen in F die Preise wegen Zuzugs und Nachfrage. Dass sich indes selbst "Gutverdiener" heute kaum noch ein Haus in ruiger Lage leisten können, liegt aber wohl zuvorderst an der hohen Abgabenlast und der jahrzehntelangen (und seit 10 Jahren explodierenden) Inflation und dem damit verbundenen, krassen Kaufkraftverlust der "Mitte". Wenn Sie dagegen protestieren wollen, sollten Sie nach Berlin gehen. Dort hat es übrigens auch biligen, ruhigen Wohnraum. Nur leider keine Arbeit.

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Lothar Koch

Sie haben recht! Einen Tipp?

Lieber Herr Emmerich,
sagen Sie mir doch bitte, wo man im Rhein-Main-Gebiet noch ruhigen, bezahlbaren Wohnraum finden kann. Ich wäre Ihnen so dankbar. Selbst als Gutverdiener fanden wir im Umkreis von 50km um Frankfurt herum kein bezahlbares Einfamilienhaus ohne Lärm. Wir suchten fast zwei Jahre - vor der Eröffnung der neuen Landebahn. Letztendlich akzeptierten wir den Lärm. Im Lärmgebiet hat es Dank des tollen Flughafens dann auch für ein tolles, großes Haus gereicht (soviel zum Thema Fluglärm und Immobilienpreise).
Trotzdem haben Sie recht: Ballungsraum und Flughafen müssen zwangsläufig voneinander wegwachsen. Die Münchener freuen sich schon darauf, auch Deutschlands Finanzzentrum zu werden. Dann sitzen Sie mit Ihrem Flughafen allein auf weiter Flur.

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Mark Schumann

Wenn es Sie ermüdet...

...empfehle ich Ihnen schlafen zu gehen. Vielleicht träumen Sie ja von Grünpflanzen und besserer Toilettenbeschilderung als Gesamtkonzept "Visitenkarte Großflughafen". Ansonsten ein bemerkenswerter Beitrag, voll warmer Farb- und Zwischentöne - richtungsweisend für den Fortschritt. Allerdings würde ich nahelegen mit den eigenen Reiseplänen etwas vorsichtig zu agieren, wenn Sie Schwierigkeiten haben die Gepäckausgabe zu finden.

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Michael Emmerich

Ich freue mich...

...schon auf meinen ersten Flug vom neuen Flugsteig aus. Das sieht auf Fotos sehr ansprechend aus. Ich hoffe, dass Fraport auch mal ein bisschen Geld in die Hand nimmt, um das etwas in die Jahre gekommene Terminal 1 zu verschönern. Edleres Material, ansprechende Farben statt Grautönen, Kundenfreundlichere Beschilderung, ordentliche Toiletten und nicht zu guter letzt wärmere Beleúchtung und hier und da eine Grünpflanze wären absolut wünschenswert. Außerdem sollte ankomenden Gästen der Weg zur Gepäckausgabe verbessert werden, auch durch mehr Monitore, die den Weg weisen. Außerhalb gewisser Fortschrittsfeindlicher Kreise hierzulande gilt ein Großflughafen nämlich immer noch als Visitenkarte und erster Eindruck für Millionen ausländischer Gäste, weswegen man sich hier ansprechend präsentieren sollte. Das Gejammer über Fluglärm (siehe unten) finde ich einfach nur noch ermüdend. Wer damit ein Problem hat, sorry, so hart das klingt: Deutschland ist groß. Zieht doch einfach um. Und Ruhe ist.

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Antworten (13) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 21.09.2012 15:46 Uhr
Lothar Koch

Naja Herr Fink

... ich befasse mich durchaus beruflich mit dieser Fragestellung - aus Investorensicht. Ich glaube also, hinreichend informiert zu sein. Warum glauben Sie denn, koennen es sich Airbus und Boeing leisten, ihre neuen Modelle immer 10 Jahre nach dem urspruenglich geplanten Termin erstmals zu verkaufen? Ach ja, der Wettbewerb!
Das sollten sich Daimler oder BMW einmal leisten. Die waeren sofort weg vom Fenster. Das ist Wettbewerb.

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Hannelore Schäfer

Hallo Herr Fink

Das wir heute über leisere Tankdeckel und ähnliches reden bedeutet doch, dass man die einfachsten Maßnahmen über Jahre hinweg vernachlässigt hat.

Man kann natürlich alles schönreden, gesünder ist es, wenn man die Realitäten erkennt und diese aktiv zum Positiven hin verbessert. Dann ist das Glas nämlich immer voll. Schon alleine dadurch, dass man weiß, einen wertvollen Beitrag für die Menschheit und deren Wohlergehen geleistest zu haben. Schauen Sie sich mal um, welche Menschen, tot oder lebendig, im Sinne der Menschlichkeit verehrt werden. Kaliber wie Schulte und Co. werden Sie darunter nicht finden.

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Hannelore Schäfer

Vergessen

Da wäre dann noch Comac, der chinesische Flugzeughersteller, der wohl ab 2017 so richtig in den Markt einsteigen will. Wäre doch ein ein Ding, wenn das Duopol auf einmal feststellen muss, dass sich echte Anstrengungen in Sachen Effizienz und Lautstärke lohnen, durch Druck von echter Konkurrenz. Und gerade in China ist man an Großraumflugzeugen sehr interessiert. Warum sollte man diese also nicht selbst fertigen wollen/können?

Ich schließe mich Herrn Koch an: Duopol und Wettbewerb, das passt nicht wirklich. Nehmen wir doch mal die Mineralölkonzerne, da gibt es sogar mehr als 2 ernstzunehmende. Können Sie da etwa einen echten Wettbewerb feststellen?

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Kurt J. Fink
Kurt J. Fink (KFink) - 21.09.2012 09:55 Uhr

Hallo Frau Schäfer

bei dem ersten jet der Comet1 hatten die mit den Rissen in den Fenstern ganz andere Probleme. Leisere Triebwerke wurden auch nicht erst seit 20 jahren auf den markt gebracht, es sind 40 Jahre mit dem Einsatz der 747, das war damals schon ein Quantensprung. Das wir heute über leisere Tankdeckel und ähnliches reden bedeutet doch, das man nich nur an den Triebwerken etwas macht und auch weiterhin machen wird sondern auch Details arbeitet.

Man kann natürlich alles negativ betrachten, gesünder ist es, wenn das Glas halb voll ist.

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Kurt J. Fink
Kurt J. Fink (KFink) - 21.09.2012 08:36 Uhr

Naja Herr Koch

wenn Sie sich mit der Materie länger befassen würden, wüssten Sie, das in dem Duopol Großflugzeugbau ein sehr intensiver Wettbewerb zwischen den beiden Kontrahenten Airbus und Boeing stattfindet, auch wenn es in dem Bereich (+ 200 Sitze) auf lange Zeit keinen dritten Wettbewerber geben wird. . Beide haben in jedem Bereich eigene Angebote, von einer Marktaufteilung kann also keine Rede sein.
Außerdem drängen "von unten" mit Embraer und Bombardier ernst zu nehmende Wettbwerber in den Bereich 100-150 Sitze ein.
Aber schön das Sie Ihren Spaß hatten.

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Lothar Koch

Duopol und Wettbewerb?

Lieber Herr Fink, Sie entlarven die Schlagkraft Ihrer Argumente wieder einmal selbst. Die Worte "Duopol" und "gesunden Wettbewerb" in einen Satz zu bringen ist famos!

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Hannelore Schäfer

Alles richtig verstanden

Sie schreiben "Innovationen rechnen sich nur, wenn die Flugzeuge auch verkauft werden....". Tja, je innovativer desto besser der Verkauf. Sieht man an der A380 (Großauftrag Emirates). Ganz einfach. Wie geschrieben, das Angebot bestimmt die Nachfrage und nur auf Druck der Airlines (hohe Kerosinkosten und nicht nur an FRA ordentlich Ärger wegen Lärm) gibt es nach und nach leisere Flugzeuge. Die letzten 60 Jahre Fortschritte? Nö, eher die letzten 20 Jahre kann man von echten Fortschritten bei Sparsamkeit und Lärmreduktion sprechen. Und nein, ich fange jetzt keine Dezibel-Diskussion an.

Ich habe keine Vorstellungskraft für das, was da läuft? Stimmt, ich kann mir nicht vorstellen, dass man 60 Jahre benötigt, um Geräusche von pfeifenden Tankdeckeln etc. abzustellen. Erst jetzt, durch den zunehmenden Druck weltweit, wird evtl. mal ernstzunehmend gehandelt. Vorher hatte man schlichtweg kein Interesse daran. Das rächt sich halt jetzt. So what.

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Kurt J. Fink
Kurt J. Fink (KFink) - 20.09.2012 17:30 Uhr

Völlig falsch verstanden, Frau Schägfer

die Geräusche die durch Luftwiederstand entstehen sind bekannt und werden, so gut es geht und machbar ist, abgestellt. Da läuft viel mehr als sie sich vorstellen können.

Ich meinte aber genau das Gegenteil von Subvention. Innovationen rechnen sich nur, wenn die Flugzeige auch verkauft werden und verkauft werden die nur wenn genügend Passagiere da sind die für die Reise bezahlen. Moderne Flotten aus den erwirtschafteten Erträgen bezahlen auch die Entwicklungskosten für zukünftige Jets.

Das Duopol aus Airbus und Boeing steht im gesunden Wettbewerb und bringt nicht nur neue Muster auf den Markt sondern enwtickelt auch bestehende Maschinen ständig weiter. Die 737 kommt jetzt 2017 in der 4. Generation auf den Markt.

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Hannelore Schäfer

Ging schneller, als ich dachte

Ob man von Arrangieren sprechen kann, weiß ich nicht. Für den Moment. Aber dieses gebetsmühlenartige Wiederholen von "Forschung nur gegen Geld", sprich das Jammern nach Subventionen für Wirtschaftsbetriebe (wie sollte man Gewinne für die Forschung verwenden, nein, dafür gibt es ja schließlich Steuergelder) kommt immer wieder von den Unbelehrbaren, die Fortschritt predigen und das immer gemütlich vom gleichen Stuhl aus. Anders gesagt: Das Angebot bestimmt die Nachfrage.

Einfache Dinge wie z.B. Tankdeckel verusachen extreme Pfeifgeräusche bei Flugzeugen (Artikel im Handelsblatt). Aber gut, dazu muss man schon viel forschen, um dieses Problem in den Griff zu bekommen. Bestimmt. Wer auf Fluglärm steht, sollte sich entsprechende CDs besorgen und die, die darunter leiden, davon verschonen. Die echten Pioniere der Forschung waren arm und haben trotzdem die Welt revolutioniert. Das kann man von den heutigen Ing. wohl nicht erwarten. Dazu sitzen alle zu gerne daheim vorm PC.

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Kurt J. Fink
Kurt J. Fink (KFink) - 20.09.2012 16:08 Uhr

Eigentlich wollte ich hier nichts

dazu tun, aber der Beitrag von Frau Schäfer treibt mich dann doch. Zumal ich hier erfreuliche Tendenzen entdecke, das man sich mit dem Gegeben arrangiert. Gut so.

Ja, ein Land wie D braucht eine Anzahl von Flughäfen, so wie die Städte bahnhöfe und GVZ brauchen. Erreichbarkeit ist in einem Industrieland nun mal wichtig.

Leiser werden Jets seit 60 Jahren. Da wurden erhebliche Fortschritte erzielt, die nächste generation kommt bei Airbus 2015 und bei Boeing 2017 auf den markt, wiederum leiser als die Vorgänger. Triebwerke werden für die Welt entwickelt, auch bei uns, MTU z.B. . In 30 -40 Jahren gibt es vielleicht geräuchlose Flugzeuge die kein Kerosin mehr tanken müssen. Das wird alles schon angedacht. Mit EADS Airbus ist D auch dabei.

Das kann aber alles nur finanziert werden, wenn eine Nachfrage vorhanden ist, dann sind die Forderungen machbar und werden auch ausgeführt..

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Hannelore Schäfer

???

Wenn ich mich recht erinnere, haben Sie doch ungemütliches Licht und fehlende Grünpflanzen im Terminal 1 beklagt. Mir scheint, Blümchen links und rechts sind mehr Ihr Ding.

Ansonsten ist dieser und auch der weiter oben stehende Beitrag eine Ansammlung von unglaublich aussagekräftigen Argumenten, so dass mir dazu wirklich nichts einfällt. Fantastisch, diese Auflistung von Vorurteilen und Möchtegern-Ironie, verpackt in dem Vorwurf, man würde fordern, den Flughafen zu schließen.

Das behauptet schon seit Monaten auch ein anderer Forist hier, ohne mir bis heute den Beweis geliefert zu haben, dass diese Forderung tatsächlich von irgend jemanden jemals ausgesprochen wurde.

Es geht darum, die Umstände für die Anwohner zu verbessern. Da die Bahn nun da ist, muss man am aktiven und passiven Schallschutz arbeiten. Das ist das Thema und Niveau, auf dem ich die Debatte führen möchte. Ist das ungefähr so erläutert, dass auch Sie es verstehen?

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Michael Emmerich

Sie haben soooo recht!

Ja, Sie haben natürlich völlig recht. Die traurige Wahrheit ist ja: Der Mensch könnte sich längst wie bei Star Trek von "A" nach "B" beamen, wäre da nicht der böse Frankfurter Flughafen, der aus purem Hass auf seine Anwohner die Forschung behindert. Und natürlich die Männer, die geräuschloses Reisen viel zu unanimalisch finden. Wären doch nur mehr Frauen in der Forschung. Dann würden Flugzeuge zumindest schon mal unterirdisch starten und landen, Kettensägen wären lautlos und aus Plüsch und Autos ohnehin verboten, dafür würden wir wieder Kutsche-Fahren. Aber mit Blümchen links und rechts und vollautomatisierter Pferdekot-Entsorgungsanlage. Ach, und die Toiletten der Nation hätten beheizbare Sitze, eingebaute Popo-Massage und 3D Spiegel zum Schminken. Ist das ungefähr das Niveau, wie Sie diese Debatte führen wollen?

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Hannelore Schäfer

Beschämend

Finde ich eher, dass man renovierte Toiletten an einem Flughafen als Zeichen des Fortschritts betrachten kann. Aber gut, jedem das seine.

Wie schön wäre es, wenn die Freunde des Fortschritts endlich mal über
- ein gesamtdeutsches Verkehrskonzept nachdenken würden (benötigt ein Land wie D 1-4 Flugplätze je Bundesland?)
- man in der Lage wäre, Flugzeuge leiser zu machen (z.B. KFZ, Kettensägen etc. könnten nahezug geräuschlos sein, nur würde sie dann kein Mann mehr kaufen)
- echten aktiven und passiven Schallschutz zu entwickeln, statt vorhandene Lösungen in 0,1-Dezibel-Schritten zu verbessern und sich dafür als Messias feiern zu lassen

Wer mit solchen - in einer Industrienation wie Deutschland sicherlich - machbaren Forderungen Probleme hat, sorry, so hart das klingt: der sollte sich nicht über Fortschrittsfeindlichkeit erregen. Machen Sie sich's zu Hause gemütlich. Und Ruhe ist.

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Mark Schumann

Toll

Es fällt mir schwer, meine Begeisterung in Worte zu fassen. Besonders begeistert mich die Tatsache, dass die Passagiere Ihr Flugzeug schon von weitem SEHEN können. Vielleicht kann man Ihnen bei längeren Aufenthalten mal einen Ausflug in den Frankfurter Süden anbieten. Dort kann man sie nämlich zusätzlich noch von weitem HÖREN. 6 Millionen weitere Umsteiger, die der Region nichts bringen ausser Lärm und Dreck. Chapeau!

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Bernd Hirsch

Ein Quantensprung - auch für Lärmgeplagte!

Jährlich 6 Mio. Paxe mehr heißt ca. 24.000 mehr Flugzeuge im An- und Abflug pro Jahr, sind ca. 66 mehr am Tag. Und das macht nur die Erweiterung des Flugsteiges aus. Was kommt nach dem Bau des Terminal 3 auf uns in der Einflugschneise zu? Unsere Häuser und Grundstücke, lange vor den Fraport-Wucherungen erworben, verlieren ständig an Wert und wir unsere Gesundheit. Fraport jedoch glänzt bei seinen Aktionären mit fantastischen Zahlen. Wempe und Caviar-Dingsbums auch. Mir wird echt schlecht!

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Martin Rumberg
Martin Rumberg (rumberg) - 19.09.2012 02:37 Uhr

So groß wie Fehmarn?

Die Umrechnung von Quadratmeter auf Quadratkilometer ist sicher nicht ganz leicht, aber es müsste doch auffallen, dass Deutschlands drittgrößte Insel unmöglich in diesen Terminal passen kann. Ein Tausendstel vielleicht?

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Marvin Parsons
Marvin Parsons (mapar) - 18.09.2012 23:51 Uhr

Fehmarn

185400 Quadratmeter Fläche ist nicht die Fläche Fehmarns. Die beträgt 185,5 Quadratkilometer. Der neue Flugsteig hat nur 0,1854 Quadratkilometer, weil ein Quadratkilometer nicht tausend, sondern eine Million Quadratmeter hat. Fehman ist also tausend mal so groß wie die Nutzfläche des Flugsteigs.

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