18.09.2012 · Am Frankfurter Flughafen haben 300 Besucher den neuen Flugsteig A-Plus getestet. Die meisten waren zufrieden; für Fraport ist die Erweiterung ein „Quantensprung“.
Von Kathrin KletteRichtlinien für Lesermeinungen
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Kassel ist seit der Wende (1989 = lange vor den Ausbauplänen, die
zu dieser unsäglichen Billig-NW-Piste geführt haben), die
Mitte Deutschlands. Zwingend wäre und ist immer noch ein
gesamtdeutsches Verkehrskonzept und keine Eitelkeitsmaschinen für
Lokalpolitiker, die die Welt gerne mit ihren Wahlergebnissen
verwechseln. Aber da man ja gerade im Europa-Verkehr mit der Fliegerei
so viel Geld verdient (ja, das enthält Ironie) ist das
natürlich alles zwingend.
Das Thema Wohnbebauung und Flughäfen entwickelt sich langsam zum
Henne/Ei-Konflikt. Diesen werden auch Sie nicht lösen können,
mit keinem noch so markigen Schlusssatz.
ich habe versucht, ihne zu erzählen, das drei unabhängig
voneinander betreibbare Bahnen zwischen der A3 und MöWa kaum zu
realisieren sind, selbst wenn man Zeppelinheim umsiedeln würde.
Auch sind die Amerikaner erst 2005 abgezogen. Die einzig mögliche
Süd-Variante war die ATL Variante, jeweils 2 in relativ kurzem
Abstand zueinander liegende Bahnen. Dazu hätte man neu mindestens
eine 4 km und eine 2,8 km lange Bahn bauen müssen, was wohl kaum
billiger gekommen wäre als die NW Bahn.
Die dafür notwendige Trasse für den Rollweg in der CCS wurde
bis zur endgültigen Rechtssicheren Entscheidung für die NW
Bahn offen gehalten. Jetzt ist dieser Platz natürlich verbaut.
Übrigens zieht jeder Flughafen , auch wenn er in dünn
besiedeltes Gebiet gebaut wird, Wohnbebauung an. Das war und ist so mit
Paris CDG und es gibt unzählige andere Beispiele. FRA hat nun mal
seit Jahrhunderten die zentrale Lage in D und EU, die ein solches Hub
geradezu zwingend in dieser Region fordert.
Herr Fink
Es kam sicherlich ganz überraschend, dass die Amerikaner 2005
abziehen. Eines Morgens waren sie auf einmal weg. So was aber auch...Wie
gesagt, man hätte einfach etwas länger warten müssen.
Das Rhein-Main Gebiet bzw. Frankfurt ziehen Wohnbebauung an, FRA spielt
zum Glück noch nicht seit Jahrhunderten eine Rolle. Aber die
Geschichte dieser Region setze ich als bekannt voraus.
Ansonsten, danke für Ihre Einschätzung. Das klingt ja, von
einem echten Fachmann, so, als ob ein weiterer Ausbau im Süden
unmöglich sei. Zu teuer, Platz jetzt schon anderweitig verbaut,
eine 4-km-Piste wäre nötig (und?). D.h. aber auch, dass man am
Flughafen wohl nicht langfristig plant, weshalb wird das dann eigentlich
von den Anwohnern erwartet in Form von "man hätte wissen
müssen, dass FRA wächst etc."? Na ja, wenn zwei das
Gleiche tun....Das Lamentieren wegen der Kosten ist auf jeden Fall
unangebracht. So etwas nennt man auch unternehmerisches Risiko. Wer
darauf keine Lust hat, soll es bleiben lassen.
Der Abzug 2005
kam sicherlich überraschend und ohne Vorankündigung. Eines
Morgens waren die Amerikaner einfach weg. So was aber auch.
Warum führen Sie eigentlich ständig das Kostenargument an? Es
ist den betroffenen Anwohnern vollkommen egal, was der Ausbau gekostet
hätte, wenn es nur die leisere Variante gewesen wäre. Das
nennt man auch Unternehmensrisiko und der Effekt bei der Kapazität
wäre sicherlich ein größerer gewesen. Kann es sein, dass
man eben doch nicht so langfristig denkt? Weshalb wird es dann aber von
Anwohnern erwartet mit Sprüchen wie "man hätte wissen
müssen, dass der Flughafen wächst"?
Es ist auch nicht der Flughafen alleine, der Wohnbebauung anzieht, aber
über die Geschichte des Rhein-Main-Gebietes sind Sie sicherlich gut informiert.
Ansonsten, vielen Dank noch mal für die anschaulichen
Erläuterungen des Dilemas von FRA. Klingt ja so, von einem
Fachmann, als ob ein weiterer Ausbau nahezu unmöglich ist (zu
teuer). Sehr tröstend und sicherlich so nah an der Wahrheit.
...hab ich auch noch einen. Da liegt der Flughafen weit im Süden vor den Toren der Stadt. Und für die 5. Bahn wurde ein Highway untertunnelt. Hier wurde eine Betonpiste parallel zur A3 in den Wald gerammt. You do the math...
jetzt hatte ich noch was vergessen, billiger wäre die ATL Variante übrigens nicht gekommen, eine der beiden neuen Bahnen hätte 4000 Meter haben müssen als Kompensation zur 18, für die Zweite hätten die 2800 Meter gelangt. Da war die Ticona Variante eher Preisgünstiger.
Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.09.2012 08:42 UhrHerr Fink
Es war lange genug bekannt, dass die Amis gehen, man hätte auch die
vorhandenen Parallelbahnen auseinanderziehen können (inkl.
entsprechende sonstige Umbaumaßnahmen), man hätte vielleicht
nur etwas länger warten müssen.
Ja, das Geschrei wäre vielleicht genau so, evtl. sogar mehr. Aber
man hätte einen halbwegs sinnvoll nutzbaren Flughafen gehabt.
Jeder, der sich jetzt ein wenig länger mit dem neuen
Flughafenlayout beschäftigt hat, erkennt, dass FRA ein vollkommen
(in die Stadt hinein) verbauter Murks ist, bei dem zweifelhaft ist, ob
die angekündigte Kapazitätssteigerung (und damit verbunden die
Anzahl der Jobs) entsprechend kommen werden. So richtig unabhängig
sind die Parallelbahnen von der NW-Bahn auch nicht, oder weshalb gibt es
die Südumfliegung? Lärmgründe? Oder nicht vielleicht doch
eher das Risiko einer Kollision zwischen einer startenden und einer
durchstartenden Maschine? Da behauptet ja jeder etwas anderes.....
Frau Schäfer,
ich bestätige überhaupt nichts. Ich zeige nur auf, was
Alternativen gewesen wären. Ein kardinalfehler wurde in den 70ern
gemacht, als Börner den faulen kompromiss Startbahn 18 durchsetzte.
Damals wäre eine Parallelbahn für den gleichen Ärger zu
haben gewesen. Die Todesopfer hatten übrigens kriminelle
Startbahngegner zu verantworten und ich habe damals die
"Flughafenbegehung" durch diesen fragwürdigen Frankfurter
Magistratsdirektor aus nächster Nähe beobachten dürfen,
auf der A3 im Stau.
Immerhin hat FRA durch die 18 überhaupt den Anschluss an die
Topliga gehalten.
Ich habe aufgezeigt, das man eben nicht mit eeiner dritten Parallelbahn
im Süden die gleiche Anzahl Flugbewegungen hätte haben
können, weil diese drei zu dicht beeinander lägen und kein
unabhängiger Betrieb möglich wäre. Was glauben Sie denn,
wenn man die ATL Variante gebaut hätte, also 2 neue Bahnen
südlich der CCS bei Schließung der 18.
Das Geschrei wäre doch genau so, wenn nicht mehr.
Herr Fink
Jetzt kommen wir der Sache näher. Die NW-Bahn war die billigste
Lösung (auch in Sachen Lärmschutzwand = Maschendrahtzaun). Die
paar tausende Anwohner, die jetzt dadurch zusätzlich
vollgedröhnt werden, sind halt Kollateralschäden.
Zudem, was soll denn jetzt die Kostendiskussion, wenn es darum geht, HUB
Nr. 1 in Europa (der Welt?) zu werden? Dann reden wir nicht über
100.000 neue Jobs sondern von 1 Mio. Überzogen? Albern? Aber ja und
zwar mit Absicht. Sie bestätigen es: Die SB West wäre
überflüssig geworden, aber kein Koch, Bender etc. hatte bzw.
hat die Ei.... das zu sagen, weil der Ausbau der SB West so hart
umkämpft war und Todesopfer forderte. Also planiert man mitten in
einen Wald hinein eine billige Piste in der Hoffnung, so in 10 Jahren
(SB-Gegner alt oder tot), im Süden weitermachen zu können.
Ansonsten, s. Herr Schumann und die ATL Lage. Dubai wird gewinnen. Nicht
wegen der Anwohner an FRA, sondern der Unfähigkeit hiesiger
"Verantwortlicher". Kein Rückgrat weit und breit.
...im Süden ausbauen, brauchen Sie keine NW-Bahn mehr. Eine Entzerrung der beiden Parallelbahnen plus eine dritte Parallelbahn im Süden gibt Ihnen ein System drei unabhängig operierbarer Parallelbahnen, mit dem Sie locker mehr als 100m Paxe im Jahr abfertigen könnten! Damit könnten Sie die SB-West plus die Nordwestbahn einmotten und trotzdem mehr Flüge abfertigen, die NICHT im gleichen Maß direkt übers Ballungsgebiet gehen. Stattdessen gibt es hier ein unerträgliches Gemurkse von Bahnsystem, über das jeder eigentlich nur den Kopf schütteln kann und das lärmtechnisch die schlechtest-mögliche Lösung für die Mehrheit der Menschen im Rhein-Main Gebiet bedeutet...
Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 21.09.2012 17:56 UhrAmsel, Drossel...
...Fink und Kranich.
Mein lieber Herr Kurt J. Fink. Warum sollte man Walldorf (mit
Mörfelden hat das nichts mehr zu tun) "platt" machen
müssen? Schliesslich musste Kelsterbach auch nicht
"platt" gemacht werden für die Nordbahn. Allerdings
hätte die SB-West weichen müssen. Und ich habe die Vermutung,
dass Ihr Herz an der mehr hängt als an ganz Mörfelden...
Die ATL
Variante, Frau Schäfer, wäre ja noch mal was anderes gewesen.
Da hätte man südlich der CCS , also zwischen dieser und
MöWa 2 neue Bahnen die etwa den gleichen Abstand zueinander gehabt
hätten wie die beiden (dann ) Nordbahnen bauen müssen-. Die
Ticona hätte dann Bestand gehabt, dafür hätte man
allerdings Zeppelinheim platt machen müssen. Die 18 auch, aber die
hätte man dann noch als zusätzlichen Rollweg nutzen
können.
Das ist jetzt alles rein sachlich argumentiert, ohne Emotionsbezeugung
zu MöWa, Zeppelinheim oder Boeing.
Von den drei zur Verfügung stehenden Varianten war die jetzige NW
Bahn die Lösung mit den geringsten Störpotential. Ob sie das
nun mögen oder nicht. ist aber so.
Atlanta wurde übrigens in den 70er Jahren umgebaut, mittlerweile
hat man mit etwas Abstand zu dem System eine 5. Bahn dazu. In ATL geht
das aber, da wissen die Bürger das Wirtschaftspotential des
Flughafens zu schätzen.
Wollen Sie
jetzt ernsthaft Mitgefühl für beinahe heimatvertriebene
Mörfelder vortäuschen? Diejenigen, die mit Lärm
zugemüllt werden, interessieren Sie doch auch nicht.
Bei der genannten Variante wäre ja evtl. die Umsiedlung der Ticona
nicht erforderlich gewesen und dann hätte man ein paar €
übrig gehabt, um Menschen umzusiedeln. Man kann sich auf den Kopf
stellen und mit den Füßen wackeln: Dieser Lärm wird mehr
und auch in Regionen, die jetzt noch verschont werden, weil der Platz am
Himmel nicht reicht. Oder warum werden die Flieger 30 Km von Frankfurt
jetzt schon so weit heruntergeholt? Wo doch alle nur das Beste (also
Ruhe) für die Anwohner wollen? Wenn man einen Atlanta-Hub hier
will, sollte man als Politiker und FRA-Vertreter die Ei.... haben,
auszusprechen, dass dafür Ortschaften weichen müssen. Aber
dazu hat man dann doch zu viel Angst, wie Herr Herrhausen zu enden. Vor
allem deshalb gibt es diese Flickschusterei beim "Flughafenlayout".
Wollen Sie
Mörefelden walldorf platt machen? OK, sonderlich attraktiv ist der
Ort ja nicht, aber.,...
Wenn Sie drei unabhängig voneinander zu betreibende Bahnen parallel
wollen, dann muss die jetzige Südbahn hinter die CCS verlegt werden
und die dann erforderliche weitere bahn nochmals cirka 1,6 Kilometer
weiter südlich., Wo das dann ist können Sie sich auf der Karte
anschauen., das ist doch alles vorher überlegt und verworfen
worden. Übrigens, Zeppelinheim hätte man dann auch planieren müssen.
Karten lessen können hilft, auch in Zeiten von Routenplanern.
Mir scheint, dass wir dann doch...
..eine größere Meinungsübereinkunft haben als ich initial angenommen hatte. Zumindest was den Wunsch nach mehr direkter Demokratie betrifft. Ich denke jedoch, dass S21 und NW-Bahn Frankfurt zwei komplett unterschiedlich gelagerte Fälle sind. Bei ersterem haben einige Leute einen Prinzipienkampf geführt gegen gefällte Bäume, eskalierende Kosten, etc. Als alles vorbei war, konnten alle wieder in Ihre Häuser zurück kehren und dort weiter grollen, ohne dass sich substantiell viel für sie verändert hätte. Diese Möglichkeit haben Leute in Oberrad, Niederrad, Sachsenhausen, Offenbach, etc nicht. Die betrachten es auch nicht als "Luxusproblem" wenn Ihnen 18 Stunden am Tag die Jets über die Köpfe heulen. Mein "Optimismus" mag verfrüht sein. Aber wenn man andere deutsche Städte mal als Referenz für "Normalität" nimmt, ist der gegenwärtige Zustand in Frankfurt langfristig unhaltbar. Insofern wird vielleicht das Thema Airport auf der grünen Wiese schneller zurück kommen als von Ihnen erhofft.
Wer den Rückbau der bestehenden Landebahn fordert, lebt auf dem Mond. Das wird nicht passieren. Für mich unbegreiflich ist, dass die neue Landebahn gleich mit Vollast genutzt wird. Fakt ist ja auch, dass derzeit nicht mehr Flugzeuge in FRA landen. Es wird nur - achtung, liebe Linke - "gerechter" verteilt. Dass nun Offenbach und Co. nur noch halb so viel abbekommen, hört und liest man allerdings nirgends. Tja, so ist das mit der (Schein-)Gerechtigkeit. Am sinnvollsten wäre wohl - ohje, wie politisch unkorrekt - der weitere Ausbau nach Süden, um dann die alte Einflugschneise mit Volllast zu nutzen und die Bahnen im Norden und Süden zu Stoßzeiten dazu zu schalten. Ach, Mist, Moment. Ne, das geht nicht. Das wäre ja "ungerecht"...
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 21.09.2012 13:28 UhrIronie zum Thema Gerechtigkeit
Soll man wirklich darüber diskutieren, wie der Lärm von
anzunehmenden 700.000 Flugbewegungen im Jahr "gerecht"
verteilt werden kann? Ist das Ihr Ernst? Dass Offenbach und Co. nur noch
halb so viel abbekommen, hört man - im allerwahrsten Sinne des
Wortes - allerdings tatsächlich nirgends.
Ich glaube, dass eher das Empfinden der Ungerechtigkeit darüber im
Vordergrund steht, dass einige wenige den Profit aus der Entscheidung
für den Ausbau haben, während tausende unter dessen Folgen
leiden müssen. Und zwar nicht nur die lärmgeplagten Anwohner,
sondern auch die Niedriglöhner am Flughafen, derer es immer mehr
gibt und für die die Lärmbetroffenen via Aufstockung auch noch
aufkommen dürfen. Nur so rechnet sich das FRA-Modell (für FRA).
Deshalb, am Stammtisch mag Ihre Form der ironischen Darstellung zum
Thema Gerechtigkeit ankommen, bei den Menschen, die 18 Stunden am Tag
von dröhnenden und pfeifenden Flugzeugen drangsaliert werden, wohl
eher nicht.
COMAC muss sich am Markt erst mal beweisen, aber wenn Sie meinen Beitrag
aiufmerksam gelesen haben dann wissen Sie das ich vom Marktsegment
über 200 Sitze sprach. Das COMAC Produkt, welches in Entwicklung
ist, wird maximal 199 Sitze haben. Das mit den 199 hat übrigens
einen Grund, bevor Sie jetzt kommen und um den einen Sitz lamentieren.
Pro 50 Sitze braucht es einen Flugbegleiter.
Flugzeughersteller kann man nun wirklich nicht mit Mineralölfirmen
vergleichen. Es ist ein Unterschied, ob man etwas für 1,70 pro
liter verlauft und 40 Millionen potentielle Kunden in einem Land hat
oder die Preisskala bei 60 Millionen US$ beginnt, ohne die dazu
notwendige Infrastruktur. Bei Entwicklungskosten im Milliardenbereich.
Da findet dann ein intensiver Wettbewerb auch dann statt, wenn der Markt
nur 2 Anbieter hat.
Es scheint sich ja zu lohnen
Mir wollen einfach keine Tränen kommen für die
milliardenschwerden Investitionen, die die armen, notleidenden
Flugzeughersteller aufbringen müssen. Irgendjemand wird daran schon
ganz gut verdienen. Und gemäß den Prognosen der Flugfans wird
ja bald jeder Mensch auf diesem Planeten mindestens 10x im Jahr
irgendwohin fliegen.
Aber falls es mal eine Aktion geben sollte "Ein Herz für
Airbus" oder so, als her mit den Infos, vielleicht spende ich ja
mal ein paar gutsitzende Tankdeckel.
Gelernt habe ich über die Wochen und Monate hier von Ihnen, dass
nichts, aber wirklich gar nichts mit der Situation von
Flugzeugherstellern, Airlines, Flughäfen etc. vergleichbar ist.
Gut, Sie schrieben mal selbst von Dienstleistern (Airlines) aber
dennoch, gar nichts ist jemals vergleichbar. Schade, dass diese wohl
einzigartige Industrie dann nicht auch einzigartig gut ist, sondern viel
Zeit verschenkt hat.
Öl kostet übrigens (noch nicht) 1,70 pro Liter. Nur der Sprit
daraus in D.
Des Lesens betrachte ich mich als mächtig. Ein wenig rechnen habe ich auch mal gelernt. Den Rückbau des gesamten Flughafens hat, so weit ich bisher gelesen habe, noch niemand in diesem Forum postuliert. Insofern würde ich ich als relevante Größe nur die "Sunk Costs" für die neue Landebahn betrachten. Was Ihren zweiten Punkt betrifft: Stimmt, es war ein Fehler die Landebahn dorthin zu bauen. Fehler kann man korrigieren, allerdings nur schwer in aufgeheizten politischen Situationen mit drohendem Gesichtsverlust für eine Seite. Was die Parteiendiskussion betrifft: Auch da haben Sie grundsätzlich recht. Das Problem in diesem Lande ist jedoch ein Mangel an direkter Demokratie (in München wurde zumindest über eine neue Landebahn abgestimmt - mit bekanntem Ergebnis). Hierzulande wählt man primär Parteien. Und die treten nun mal mit einem Gesamtprogramm (Wirtschaft, Soziales, Bildung, etc) an. Für ein Votum über ein Einzelthema wie Landebahn ist die Ausdrucksschärfe so zwangsläufig beschränkt.
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 23.09.2012 23:59 Uhr91% der betroffenen Bürger waren gegen neue Landebahn -- sie kommt weg!
Laut Planfeststellungsbeschluss gibt es etwa 300.000 Betroffene, was bei
durchschnittlich 2,14 Personen pro Haushalt in Hessen[1], in etwa
140.000 Haushalten entspricht. Im Laufe des Verfahrens gingen etwa
127.000 Einwendungen ein[2], dementsprechend haben knapp 91% der vom
Flughafenausbau Betroffenen Widerspruch eingelegt. Hierbei gilt es zu
berücksichtigen, dass nur diejenigen Einspruch einlegen konnten,
die überhaupt Kenntnis vom Verfahren erlangt hatten, die hohe Quote
gilt es somit besonders zu würdigen. Es kann dementsprechend
definitiv nicht von einer schweigenden Mehrheit für den
Flughafenausbau gesprochen werden, sondern ganz im Gegenteil von einer
deutlich sichtbaren Mehrheit dagegen!
Da die lärmbelastung durch die neue Landebahn nicht nur
unerträglich sondern auch noch gesundheitsschädlich ist und
sie schlicht nicht raumverträglich ist, wird sie früher oder
später rückgebaut werden. Wir Sachsenhäuser geben nicht
auf, die Bahn kommt weg!
Direkte Demokratie
Oh, Herr Schumann, ich bin ein großer Verfechter der direkten Demokratie nach Schweizer Vorbild. Ich halte das für die nächste notwendige Entwicklungsstufe unseres rechtsstaatlichen Systems, im Sinne von "mehr Macht dem Volk". Leider ist "mehr Macht dem Volk" gleichbedeutend mit "weniger Macht den Parteien", weswegen dies im derzeitigen Parteien-Einheits-Block auch keine Unterstützung findet. In der Sache selbst muss ich ihren Optimismus allerdings bremsen, noch kurz vor Inbetriebnahme der Landebahn war laut Umfragen in FFM die Mehrheit dafür. Auch in BW hat der Entscheid zu S21 bekanntlich NICHT den Eindruck bestätigt, den man angesichts der "veröffentlichten" Meinung hätte gewinnen können. In München lief es anders herum, zum Glück für Frankfurt. Es ist den Bayern bis heute ein Dorn im Auge, dass der größte Airport der Nation nicht auf ihrem Boden steht. Umgekehrt gibt es auch in Hessen Menschen, die nach wie vor stolz auf FRA sind. Auch ohne dort zu arbeiten. ;)
Ja, es war ein Fehler, den Flughafen nach Norden zu erweitern. Und? Was machen wir jetzt? War das nicht absehbar? Alle großen Parteien haben diese Entscheidung mitzuverantworten. Es gab vor vielen, vielen Jahren mal den Vorschlag der Freien Wähler, den Flughafen wie in München komplett nach weit außerhalb zu verlegen. Da wurden sie für ausgelacht und niedergemacht. Und Sie alle? Wer von Ihnen hat damals die Freien Wähler gewählt? Und wer war so doof, den Grünen oder der SPD für ihre populistische (und bisweilen verlogene!) Politik die Stimme zu geben, sich hinters Licht führen zu lassen?? Wer hat als Ausbaugegner *brav* den neuen OB Feldmann gewählt?! Und?? Ist es leiser geworden? Fliegen jetzt weniger Flugzeuge? Demokratie setzt aufgeklärte Bürger voraus! Alternativen hätte es gegeben. Aber es ist typisch: Wer präventiv vor Fehlentwicklungen warnt, steht blöd da. Siehe aktuell den ESM. Erst wenn nix mehr zu Fressen im Kühlschrank ist, geht das Volk auf die Straße. Selber schuld.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 21.09.2012 10:39 UhrNun
Es hat unzählige Einwendungen gegen den Ausbau gegeben, es ist ja
nicht so, dass alle geschwiegen hätten. Wenn Sie davon nichts
mitbekommen haben, ist das nicht das Problem der Ausbaugegner.
Ich persönlich erwarte nicht, dass es durch die Wahl von Herrn
Feldmann leiser wird. Er ist ein Mensch und kein Gott. Außerdem,
Schulte hat doch selbst gesagt, dass die bis 2020 geplante Steigerung
der Flugbewegungen nie und nimmer erreicht wird. Es gäbe sogar mit
Betrieb der NW-Bahn unzählige Möglichkeiten, die Lasten zu
verteilen, das ginge aber zu Lasten der geplanten
Höchstkapazität. Deshalb würde Rhein-Main nicht ins
Mittelalter zurückfallen, aber Kompromissbereitschaft zählt
nicht zu den herausragenden Eigenschaften der FRA-Jünger.
Grundsätzlich haben Sie mit Ihrer Gesellschaftskritik aus meiner
Sicht recht, das wird auch die LH-Seniorenrunde hier irgendwann
vielleicht noch feststellen, nämlich, dass man Flugzeuge nicht
essen kann. Und wenn die es nicht mehr merken, dann deren Kinder.
Ui, noch eine geniale Idee von Herrn Emmerlich
"Flughafen und Ballungsraum müssen künftig voneinander weg wachsen". Brilliant! Dann frage ich mich natürlich schon, warum der Flughafen mit der neuen Landebahn erst kürzlich zum Ballungsgebiet hingewachsen ist anstatt von ihm weg? Und jetzt soll sich einfach der Teil des Ballungsgebietes, der sich "beschämenderweise" dort niedergelassen hat, vor Jahrzehnte später mal eine Einflugschneise entstehen würde, vom Flughafen wegbewegen, weil es unverantwortlich ist diese "milliardenschwere Einrichtung" (es handelt sich übrigens um eine banale Betonpiste mit einem Total Capex Volume von weniger als €700m) zurück zu bauen??? Wenn Sie Ihre "Argumentation" mal einer kritischen Selbstreflexion unterziehen dürfte Ihnen eigentlich klar werden, wer sich hier zu schämen hat...
Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 21.09.2012 09:42 UhrWer Lesen kann, ist klar im Vorteil
1) Die "milliardenteure Einrichtung" bezog sich auf den ganzen Flughafen, wie wohl jeder, der nicht nur meckern will, aus dem Kontext des Textes deutlich erkennen kann. Abgesehen davon ist selbst die Forderung nach Rückbau der bestehenden Landebahn wirtschaftlicher Unfug. 2) Ich war von Anfang an für den Bau der neuen Landebahn im Süden des Airports, statt im Norden. Genau das meinte ich mit "politisches Problem". (mehr dazu an anderer Stelle)
Schwer zu beurteilen...
...was genau in Herrn Emmerlichs Rechnung eingeschlossen ist und was nicht. Nach der Gruenpflanzendiskussion ist mein Eindruck, seine Expertise liegt eher im Bereich Flora und Fauna. Insofern ist moeglich, dass er auch die umgesiedelten Kroeten und Singvoegel im kelsterbacher Wald eingerechnet hat. Vielleicht klaert er uns ja auf.
Zahlenspiele
Ohne jetzt den Zahlenjüngern hier im Forum Vorschub leisten zu
wollen: Vielleicht hat Herr Emmerlich die Kosten für die
Ticona-Umsiedlung mit eingerechnet? Dann kommt das schon hin. Gut, ohne
diese - noch nicht mal mit Lärmschutzwänden versehene -
Betonpiste wäre die Umsiedlung auch nicht notwendig gewesen, aber
nun, Pech für FRA das man es nicht auf einen Chemie-GAU mit
Flugzeuggarnierung ankommen lassen wollte.
Die Beispiele Kelsterbach und Flörsheim finde ich z.B.
ermüdend. Der gute Herr Bender hat doch seinerzeit von 100.000
neuen direkten und indirekten Jobs durch den Ausbau gefaselt, wo sollen
die Menschen denn leben, die diese Jobs besetzen werden? In den
Einflugschneisen wird es schön billig und mehr werden sich die
Hilfskräfte, die überwiegend gesucht werden, auch nicht
leisten können.
Man sieht, wie schnell den Ausbaugegnern die Argumente ausgehen, kaum dass man sie darauf hinweist, wie egozentrisch ihre Sichtweise ist. Deutschland ist groß! Alleine in RheinMain gibt es zahllose Städte und Gemeinden, die nicht von Fluglärm betroffen sind. Das klingt salopp, ist aber ein Fingerzeig auf die einzig richtige Vorgehensweise: Flughafen und Ballungsraum müssen künftig voneinander weg wachsen. Dass das in der Vergangenheit (seit Jahrzehnten) nicht so war, sondern eher im Gegenteil, Kommunen wie Kelsterbach noch Bauland in unmittelbarer Nähe zum Airport ausschreiben, ist das eigentliche (politische!!) Problem. Die pragmatische Wahrheit lautet: Ruhigen Wohnraum gibt es zuhauf in RheinMain und Deutschland, ein Drehkreuz wie FRA gibt es nur ein einziges im Land; wer verlangt, diese milliardenteure Einrichtung zurück zu bauen, stellt sein eigenes Wohl über das Gemeinwohl und die wirtschaftlichen Interessen der Region. Derjenige sollte sich was schämen.
Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 21.09.2012 15:33 UhrBayerischer Untermain
Sie haben mich leider falsch verstanden. Wir wohnen in der Naehe von
Aschaffenburg. Das sind fast 50km vom Flughafen entfernt. Trotzdem haben
wir noch richtig Fluglaerm.
Ich werde mich nicht en detail ueber Ihren Unsinn, die Naehe zum
Flughafen macht Immobilien teuer, auslassen. Dann muesste Neu-Isenburg
ja sackteuer sein und Friedrichsdorf ein Schnaeppchen. In der Realitaet
ist Friedrichsdorf doppelt so teuer - weil es kaum Fluglaerm hat.
Aha.
Sehr aufschlussreich, ihr Beitrag. Keine Sorge, ich werde nicht nach Ihrer Einkommenssituation fragen. Aber eine Eigentumswohnung hätte es nicht getan, es sollte ein Haus sein. Also freut man sich der niedrigen Grundstückspreise in Airportnähe und schimpft dann auf den Flughafen?! Aha. Wenn der Flughafen überhaupt im Zusammenhang mit hohen Immobilienpreisen steht, dann deswegen, weil er eine Säule des Wohlstands dieser Region ist. Und wie alle wirtschaftsstarken Regionen (M, D, HH) steigen in F die Preise wegen Zuzugs und Nachfrage. Dass sich indes selbst "Gutverdiener" heute kaum noch ein Haus in ruiger Lage leisten können, liegt aber wohl zuvorderst an der hohen Abgabenlast und der jahrzehntelangen (und seit 10 Jahren explodierenden) Inflation und dem damit verbundenen, krassen Kaufkraftverlust der "Mitte". Wenn Sie dagegen protestieren wollen, sollten Sie nach Berlin gehen. Dort hat es übrigens auch biligen, ruhigen Wohnraum. Nur leider keine Arbeit.
Sie haben recht! Einen Tipp?
Lieber Herr Emmerich,
sagen Sie mir doch bitte, wo man im Rhein-Main-Gebiet noch ruhigen,
bezahlbaren Wohnraum finden kann. Ich wäre Ihnen so dankbar. Selbst
als Gutverdiener fanden wir im Umkreis von 50km um Frankfurt herum kein
bezahlbares Einfamilienhaus ohne Lärm. Wir suchten fast zwei Jahre
- vor der Eröffnung der neuen Landebahn. Letztendlich akzeptierten
wir den Lärm. Im Lärmgebiet hat es Dank des tollen Flughafens
dann auch für ein tolles, großes Haus gereicht (soviel zum
Thema Fluglärm und Immobilienpreise).
Trotzdem haben Sie recht: Ballungsraum und Flughafen müssen
zwangsläufig voneinander wegwachsen. Die Münchener freuen sich
schon darauf, auch Deutschlands Finanzzentrum zu werden. Dann sitzen Sie
mit Ihrem Flughafen allein auf weiter Flur.
...empfehle ich Ihnen schlafen zu gehen. Vielleicht träumen Sie ja von Grünpflanzen und besserer Toilettenbeschilderung als Gesamtkonzept "Visitenkarte Großflughafen". Ansonsten ein bemerkenswerter Beitrag, voll warmer Farb- und Zwischentöne - richtungsweisend für den Fortschritt. Allerdings würde ich nahelegen mit den eigenen Reiseplänen etwas vorsichtig zu agieren, wenn Sie Schwierigkeiten haben die Gepäckausgabe zu finden.
...schon auf meinen ersten Flug vom neuen Flugsteig aus. Das sieht auf Fotos sehr ansprechend aus. Ich hoffe, dass Fraport auch mal ein bisschen Geld in die Hand nimmt, um das etwas in die Jahre gekommene Terminal 1 zu verschönern. Edleres Material, ansprechende Farben statt Grautönen, Kundenfreundlichere Beschilderung, ordentliche Toiletten und nicht zu guter letzt wärmere Beleúchtung und hier und da eine Grünpflanze wären absolut wünschenswert. Außerdem sollte ankomenden Gästen der Weg zur Gepäckausgabe verbessert werden, auch durch mehr Monitore, die den Weg weisen. Außerhalb gewisser Fortschrittsfeindlicher Kreise hierzulande gilt ein Großflughafen nämlich immer noch als Visitenkarte und erster Eindruck für Millionen ausländischer Gäste, weswegen man sich hier ansprechend präsentieren sollte. Das Gejammer über Fluglärm (siehe unten) finde ich einfach nur noch ermüdend. Wer damit ein Problem hat, sorry, so hart das klingt: Deutschland ist groß. Zieht doch einfach um. Und Ruhe ist.
Antworten (13) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 21.09.2012 15:46 UhrNaja Herr Fink
... ich befasse mich durchaus beruflich mit dieser Fragestellung - aus
Investorensicht. Ich glaube also, hinreichend informiert zu sein. Warum
glauben Sie denn, koennen es sich Airbus und Boeing leisten, ihre neuen
Modelle immer 10 Jahre nach dem urspruenglich geplanten Termin erstmals
zu verkaufen? Ach ja, der Wettbewerb!
Das sollten sich Daimler oder BMW einmal leisten. Die waeren sofort weg
vom Fenster. Das ist Wettbewerb.
Hallo Herr Fink
Das wir heute über leisere Tankdeckel und ähnliches reden
bedeutet doch, dass man die einfachsten Maßnahmen über Jahre
hinweg vernachlässigt hat.
Man kann natürlich alles schönreden, gesünder ist es,
wenn man die Realitäten erkennt und diese aktiv zum Positiven hin
verbessert. Dann ist das Glas nämlich immer voll. Schon alleine
dadurch, dass man weiß, einen wertvollen Beitrag für die
Menschheit und deren Wohlergehen geleistest zu haben. Schauen Sie sich
mal um, welche Menschen, tot oder lebendig, im Sinne der Menschlichkeit
verehrt werden. Kaliber wie Schulte und Co. werden Sie darunter nicht
finden.
Vergessen
Da wäre dann noch Comac, der chinesische Flugzeughersteller, der
wohl ab 2017 so richtig in den Markt einsteigen will. Wäre doch ein
ein Ding, wenn das Duopol auf einmal feststellen muss, dass sich echte
Anstrengungen in Sachen Effizienz und Lautstärke lohnen, durch
Druck von echter Konkurrenz. Und gerade in China ist man an
Großraumflugzeugen sehr interessiert. Warum sollte man diese also
nicht selbst fertigen wollen/können?
Ich schließe mich Herrn Koch an: Duopol und Wettbewerb, das passt
nicht wirklich. Nehmen wir doch mal die Mineralölkonzerne, da gibt
es sogar mehr als 2 ernstzunehmende. Können Sie da etwa einen
echten Wettbewerb feststellen?
Hallo Frau Schäfer
bei dem ersten jet der Comet1 hatten die mit den Rissen in den Fenstern
ganz andere Probleme. Leisere Triebwerke wurden auch nicht erst seit 20
jahren auf den markt gebracht, es sind 40 Jahre mit dem Einsatz der 747,
das war damals schon ein Quantensprung. Das wir heute über leisere
Tankdeckel und ähnliches reden bedeutet doch, das man nich nur an
den Triebwerken etwas macht und auch weiterhin machen wird sondern auch
Details arbeitet.
Man kann natürlich alles negativ betrachten, gesünder ist es,
wenn das Glas halb voll ist.
Naja Herr Koch
wenn Sie sich mit der Materie länger befassen würden,
wüssten Sie, das in dem Duopol Großflugzeugbau ein sehr
intensiver Wettbewerb zwischen den beiden Kontrahenten Airbus und Boeing
stattfindet, auch wenn es in dem Bereich (+ 200 Sitze) auf lange Zeit
keinen dritten Wettbewerber geben wird. . Beide haben in jedem Bereich
eigene Angebote, von einer Marktaufteilung kann also keine Rede sein.
Außerdem drängen "von unten" mit Embraer und
Bombardier ernst zu nehmende Wettbwerber in den Bereich 100-150 Sitze ein.
Aber schön das Sie Ihren Spaß hatten.
Duopol und Wettbewerb?
Lieber Herr Fink, Sie entlarven die Schlagkraft Ihrer Argumente wieder einmal selbst. Die Worte "Duopol" und "gesunden Wettbewerb" in einen Satz zu bringen ist famos!
Alles richtig verstanden
Sie schreiben "Innovationen rechnen sich nur, wenn die Flugzeuge
auch verkauft werden....". Tja, je innovativer desto besser der
Verkauf. Sieht man an der A380 (Großauftrag Emirates). Ganz
einfach. Wie geschrieben, das Angebot bestimmt die Nachfrage und nur auf
Druck der Airlines (hohe Kerosinkosten und nicht nur an FRA ordentlich
Ärger wegen Lärm) gibt es nach und nach leisere Flugzeuge. Die
letzten 60 Jahre Fortschritte? Nö, eher die letzten 20 Jahre kann
man von echten Fortschritten bei Sparsamkeit und Lärmreduktion
sprechen. Und nein, ich fange jetzt keine Dezibel-Diskussion an.
Ich habe keine Vorstellungskraft für das, was da läuft?
Stimmt, ich kann mir nicht vorstellen, dass man 60 Jahre benötigt,
um Geräusche von pfeifenden Tankdeckeln etc. abzustellen. Erst
jetzt, durch den zunehmenden Druck weltweit, wird evtl. mal
ernstzunehmend gehandelt. Vorher hatte man schlichtweg kein Interesse
daran. Das rächt sich halt jetzt. So what.
Völlig falsch verstanden, Frau Schägfer
die Geräusche die durch Luftwiederstand entstehen sind bekannt und
werden, so gut es geht und machbar ist, abgestellt. Da läuft viel
mehr als sie sich vorstellen können.
Ich meinte aber genau das Gegenteil von Subvention. Innovationen
rechnen sich nur, wenn die Flugzeige auch verkauft werden und verkauft
werden die nur wenn genügend Passagiere da sind die für die
Reise bezahlen. Moderne Flotten aus den erwirtschafteten Erträgen
bezahlen auch die Entwicklungskosten für zukünftige Jets.
Das Duopol aus Airbus und Boeing steht im gesunden Wettbewerb und
bringt nicht nur neue Muster auf den Markt sondern enwtickelt auch
bestehende Maschinen ständig weiter. Die 737 kommt jetzt 2017 in
der 4. Generation auf den Markt.
Ging schneller, als ich dachte
Ob man von Arrangieren sprechen kann, weiß ich nicht. Für den
Moment. Aber dieses gebetsmühlenartige Wiederholen von
"Forschung nur gegen Geld", sprich das Jammern nach
Subventionen für Wirtschaftsbetriebe (wie sollte man Gewinne
für die Forschung verwenden, nein, dafür gibt es ja
schließlich Steuergelder) kommt immer wieder von den
Unbelehrbaren, die Fortschritt predigen und das immer gemütlich vom
gleichen Stuhl aus. Anders gesagt: Das Angebot bestimmt die Nachfrage.
Einfache Dinge wie z.B. Tankdeckel verusachen extreme
Pfeifgeräusche bei Flugzeugen (Artikel im Handelsblatt). Aber gut,
dazu muss man schon viel forschen, um dieses Problem in den Griff zu
bekommen. Bestimmt. Wer auf Fluglärm steht, sollte sich
entsprechende CDs besorgen und die, die darunter leiden, davon
verschonen. Die echten Pioniere der Forschung waren arm und haben
trotzdem die Welt revolutioniert. Das kann man von den heutigen Ing.
wohl nicht erwarten. Dazu sitzen alle zu gerne daheim vorm PC.
Eigentlich wollte ich hier nichts
dazu tun, aber der Beitrag von Frau Schäfer treibt mich dann doch.
Zumal ich hier erfreuliche Tendenzen entdecke, das man sich mit dem
Gegeben arrangiert. Gut so.
Ja, ein Land wie D braucht eine Anzahl von Flughäfen, so wie die
Städte bahnhöfe und GVZ brauchen. Erreichbarkeit ist in einem
Industrieland nun mal wichtig.
Leiser werden Jets seit 60 Jahren. Da wurden erhebliche Fortschritte
erzielt, die nächste generation kommt bei Airbus 2015 und bei
Boeing 2017 auf den markt, wiederum leiser als die Vorgänger.
Triebwerke werden für die Welt entwickelt, auch bei uns, MTU z.B. .
In 30 -40 Jahren gibt es vielleicht geräuchlose Flugzeuge die kein
Kerosin mehr tanken müssen. Das wird alles schon angedacht. Mit
EADS Airbus ist D auch dabei.
Das kann aber alles nur finanziert werden, wenn eine Nachfrage
vorhanden ist, dann sind die Forderungen machbar und werden auch ausgeführt..
???
Wenn ich mich recht erinnere, haben Sie doch ungemütliches Licht
und fehlende Grünpflanzen im Terminal 1 beklagt. Mir scheint,
Blümchen links und rechts sind mehr Ihr Ding.
Ansonsten ist dieser und auch der weiter oben stehende Beitrag eine
Ansammlung von unglaublich aussagekräftigen Argumenten, so dass mir
dazu wirklich nichts einfällt. Fantastisch, diese Auflistung von
Vorurteilen und Möchtegern-Ironie, verpackt in dem Vorwurf, man
würde fordern, den Flughafen zu schließen.
Das behauptet schon seit Monaten auch ein anderer Forist hier, ohne mir
bis heute den Beweis geliefert zu haben, dass diese Forderung
tatsächlich von irgend jemanden jemals ausgesprochen wurde.
Es geht darum, die Umstände für die Anwohner zu verbessern. Da
die Bahn nun da ist, muss man am aktiven und passiven Schallschutz
arbeiten. Das ist das Thema und Niveau, auf dem ich die Debatte
führen möchte. Ist das ungefähr so erläutert, dass
auch Sie es verstehen?
Sie haben soooo recht!
Ja, Sie haben natürlich völlig recht. Die traurige Wahrheit ist ja: Der Mensch könnte sich längst wie bei Star Trek von "A" nach "B" beamen, wäre da nicht der böse Frankfurter Flughafen, der aus purem Hass auf seine Anwohner die Forschung behindert. Und natürlich die Männer, die geräuschloses Reisen viel zu unanimalisch finden. Wären doch nur mehr Frauen in der Forschung. Dann würden Flugzeuge zumindest schon mal unterirdisch starten und landen, Kettensägen wären lautlos und aus Plüsch und Autos ohnehin verboten, dafür würden wir wieder Kutsche-Fahren. Aber mit Blümchen links und rechts und vollautomatisierter Pferdekot-Entsorgungsanlage. Ach, und die Toiletten der Nation hätten beheizbare Sitze, eingebaute Popo-Massage und 3D Spiegel zum Schminken. Ist das ungefähr das Niveau, wie Sie diese Debatte führen wollen?
Beschämend
Finde ich eher, dass man renovierte Toiletten an einem Flughafen als
Zeichen des Fortschritts betrachten kann. Aber gut, jedem das seine.
Wie schön wäre es, wenn die Freunde des Fortschritts endlich
mal über
- ein gesamtdeutsches Verkehrskonzept nachdenken würden
(benötigt ein Land wie D 1-4 Flugplätze je Bundesland?)
- man in der Lage wäre, Flugzeuge leiser zu machen (z.B. KFZ,
Kettensägen etc. könnten nahezug geräuschlos sein, nur
würde sie dann kein Mann mehr kaufen)
- echten aktiven und passiven Schallschutz zu entwickeln, statt
vorhandene Lösungen in 0,1-Dezibel-Schritten zu verbessern und sich
dafür als Messias feiern zu lassen
Wer mit solchen - in einer Industrienation wie Deutschland sicherlich -
machbaren Forderungen Probleme hat, sorry, so hart das klingt: der
sollte sich nicht über Fortschrittsfeindlichkeit erregen. Machen
Sie sich's zu Hause gemütlich. Und Ruhe ist.
Es fällt mir schwer, meine Begeisterung in Worte zu fassen. Besonders begeistert mich die Tatsache, dass die Passagiere Ihr Flugzeug schon von weitem SEHEN können. Vielleicht kann man Ihnen bei längeren Aufenthalten mal einen Ausflug in den Frankfurter Süden anbieten. Dort kann man sie nämlich zusätzlich noch von weitem HÖREN. 6 Millionen weitere Umsteiger, die der Region nichts bringen ausser Lärm und Dreck. Chapeau!
Ein Quantensprung - auch für Lärmgeplagte!
Jährlich 6 Mio. Paxe mehr heißt ca. 24.000 mehr Flugzeuge im An- und Abflug pro Jahr, sind ca. 66 mehr am Tag. Und das macht nur die Erweiterung des Flugsteiges aus. Was kommt nach dem Bau des Terminal 3 auf uns in der Einflugschneise zu? Unsere Häuser und Grundstücke, lange vor den Fraport-Wucherungen erworben, verlieren ständig an Wert und wir unsere Gesundheit. Fraport jedoch glänzt bei seinen Aktionären mit fantastischen Zahlen. Wempe und Caviar-Dingsbums auch. Mir wird echt schlecht!
Die Umrechnung von Quadratmeter auf Quadratkilometer ist sicher nicht ganz leicht, aber es müsste doch auffallen, dass Deutschlands drittgrößte Insel unmöglich in diesen Terminal passen kann. Ein Tausendstel vielleicht?
185400 Quadratmeter Fläche ist nicht die Fläche Fehmarns. Die beträgt 185,5 Quadratkilometer. Der neue Flugsteig hat nur 0,1854 Quadratkilometer, weil ein Quadratkilometer nicht tausend, sondern eine Million Quadratmeter hat. Fehman ist also tausend mal so groß wie die Nutzfläche des Flugsteigs.