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Nachrichten aus der Gastronomie : Küche, Köche und Termine

Bild: Pein, Andreas

Eröffnet, geschlossen, ein neuer Chef, eine andere Karte: Die Lokale-Szene ändert sich stetig. Das Update im Juni mit Namen und Nachrichten aus der Gastronomie.

          Wechsel im Schlosshotel

          Jacqueline Vogt

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung, verantwortlich für den Rhein-Main-Teil der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Kulinarisch aufrüsten will das Schlosshotel Kronberg, in dem in den vergangenen Monaten vieles saniert und renoviert worden ist, unter anderem die Küche. Als Küchenchef hat das Haus jetzt den 38 Jahre alten Jörg Lawerenz verpflichtet. Er hat zuletzt im Walk’schen Haus“ in Weingarten gearbeitet und dort einen Michelin-Stern erkocht. Geboren ist Lawerenz in Neustrelitz in Mecklenburg-Vorpommern. Zu seinen beruflichen Stationen zählen das Restaurant „First Floor“ in Berlin, die „Villa Hammerschmiede“ in Pfinztal und das Gourmetrestaurant im Schlosshotel Lerbach. Lawerenz kocht gerne mit regionalen Produkten, er trinke, so hat er es einmal in einem Interview gesagt, selten Champagner und sein liebster Fisch sei Kabeljau, auf Meersalz gegart. Am 1. Juli fängt er in Kronberg an.

          Regionales im Kempinski

          Eine offizielle Frankfurter Adresse gibt sich neuerdings das Kempinski Hotel in Neu-Isenburg-Gravenbruch, mit Neu-Isenburger Postleitzahl und dem Zusatz „Frankfurt“. Das lasse sich im Ausland einfach besser verkaufen, heißt es. Der Kommune, auf deren Gemarkung das Haus steht, war es egal, wahrscheinlich weil für Steuereinnahmen die reale und nicht die Phantasieadresse zählt. Eine Frankfurter Telefonvorwahl hat das Hotel sowieso schon ewig, so wie Offenbach und Zeppelinheim. Gebastelt wurde indes nicht nur an der Adresse, das Hotel wird derzeit vom Kopf auf die Füße gestellt und sehr aufwendig umgestaltet. Seit Anfang des Jahres in Betrieb ist, wie mehrfach berichtet, das Restaurant Sra Bua, für das eine Partnerschaft mit dem Drei-Sterne-Koch Juan Amador besteht. Neu ist das Restaurant „Esstisch“, das frühere Forsthaus-Restaurant. Dort gibt es nun eine Karte, auf die Küchenchef Sebastian Reiff, neben anderem, gestellt hat, was er zu Unrecht in Vergessenheit geratene Spezialitäten der deutschen Küche nennt: Stubenküken und Hochrippe, Ochsenschwanzbrühe und Griesflammerie, Tatar, das am Tisch zubereitet wird. Bei einem ersten Probeessen haben die Kalbsnierchen mit Spätzle und Lauchstroh gut geschmeckt. (Graf-zu-Ysenburg-und-Büdingen-Platz 1, 0 69/38 98 86 60, täglich von 12 bis 15 Uhr und von 18 Uhr an, sonntags nur mittags).

          Neuer Mann in der Botschaft

          Sein Engagement währte nur ein Jahr. Oliver Krieger hat das Restaurant Frankfurter Botschaft im Frankfurter Westhafen verlassen, als Küchenchef folgt ihm sein bisheriger Stellvertreter Frederik Schmidt. Die „Botschaft“, vor neun Jahren eröffnet, ist ein schickes Lokal direkt am Wasser. Es hat schon einige Besitzer- und noch mehr Köchewechsel gesehen. Mit Krieger, der einmal in der Villa Mittermeier in Rothenburg einen Michelin-Stern erkocht hat, schien es Tritt gefasst zu haben, mal sehen, wie das weitergeht. Die Karte klingt nach wie vor nicht schlecht (Fasanenbrust mit Polenta, Süßkartoffel und Malzsoße). Zum Testen: Westhafenplatz 6-8, Telefon 0 69/24 00 48 99, montags bis freitags von 10 Uhr an, samstags von 18 Uhr an, Sonntag Ruhetag.

          Noch ein griechisches Lokal

          Die Betreiber der beiden griechischen Restaurants Alexis Sorbas in Frankfurt-Niederrad und Ariston in der Frankfurter Innenstadt haben im Nordend ein drittes Lokal eröffnet. Es heißt Adolon und hat auf Fotos einen hübschen Garten. In den bisherigen beiden Restaurants kann man sehr anständig griechisch-mediterran essen, in Niederrad etwas besser als in der City, dort ist dafür das Lokal schicker. Wer ins neue Adolon will: Weberstraße 90; 0 69/90 50 27 86; montags bis samstags von 17 Uhr an, sonntags von 12 Uhr an geöffnet.

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