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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Musterkläger Adolf und Angela Herrlein „Wir wollen endlich Gerechtigkeit“

 ·  Auf sie schaut die Region. Ein Ehepaar vom Frankfurter Lerchesberg hat Verfassungs- beschwerde gegen den Ausbau des Flughafens eingelegt. Wie sich in der Einflugschneise das Leben der „Musterkläger“ verändert hat.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (26)
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Kurt Fink
Kurt Fink (FinkKurt) - 02.01.2013 12:47 Uhr

Eine Demokratie, Herr Rapp

zeichnet sich dadurch aus, das jeder seine Meinung frei äußern kann ohne sich dafür rechtfertigen zu müssen. Weder staatlichen Stellen noch irgendjemandem.

Offenbar haben Sie Demokratie nicht verstanden.

Schönen Tag noch.

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Alfons Rapp

Wessen Interessen vertreten Sie Herr Fink?

Betroffene, die sie gerne auch als Flughafengegner diffamieren, leiden extrem unter der Erweiterung.

Dass diese Mitmenschen sich gegen eine weitere Verdoppelung der Flugbewegungen wehren, leuchtet sogar AB-Befürwortern ein.

Warum Sie sich aber, Herr Fink, als Nichtbetroffener, in allen Foren so außerordentlich massiv an die Seite einer milliardenschweren, Menschen und Meinungen kaufenden Fluglobby stellen, ist mir ein Rätsel. Glauben Sie mir, die haben Ihren unermüdlichen Einsatz weiß Gott nicht nötig.

WAS ALSO IST IHRE WAHRE MOTIVATION HERR FINK ?

Es müssen wohl ethische Gründe sein.

Wie es aber um Ihre Kompetenz in Sachen Ethik bestellt ist, zeigen die von Ihnen in verschiedenen Foren gemachten Aussagen:

eliäre MINDERHEIT

VÖLLIG ÜBERZOGENE Wahrnehmung EINZELNER

Das unflexible NachtflugREGIME

Menschen berufliche Chancen, um RUHE ÜBERM DACH zu haben, zu nehmen, ist eigennützug und unmoralisch.

ETHISCH IST, Arbeitsplätze zu schaffen.. zu verhindern, das Gegenteil.

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Wolfgang Weinert

Diskussionskultur in der Ökodiktatur

Alles klar, Herr Münch, beharrt der Ausbaubefürworter unter Angabe von Gründen auf seinem Standpunkt, ist jede Diskussion zwecklos, weil er ja das letzte Wort haben will. Beharren die Ausbaugegner auf ihrem Standpunkt, häufig mit mehr als fragwürdigen Begründungen, handelt es sich um eine wirkliche Diskussion. Ein Gutes Neues!

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Closed via SSO

@ Alfons Rapp - Alles Kopfsache

Sie müssen bedenken, Herr Rapp, daß "Vögel" die direkten Nachkommen der Saurier sind und sehr kleine Köpfe haben.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 31.12.2012 18:11 Uhr
Wolfgang Weinert

'Eingleisige Technokraten' muß einem erst einmal einfallen!

Wie fühlt es sich so als Anhänger einer elitären Minderheit?

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Alfons Rapp

Danke!!!

gut zu wissen, dass es neben eingleisigen Technokraten, die aus lauter Eitelkeit aus unserer Erde einen einzigen Reparaturbetrieb machen würden, noch eigenständig denkende Menschen gibt, bei denen die Verbindung zwischen Herz und Verstand noch nicht gekappt ist. Wir brauchen Menschen, die weniger gegen Lärm und Dreck als gegen verdummende Werbung und korrumpierte Politiker resistent sind!

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Alfons Rapp

Sachzwänge

Herr Fink, wenn das was Sie anführen wirklich Sachzwänge sein sollten, würde das bedeuten, dass wir einen einmal eingeschlagenen Weg bis zur endgültigen Katastrophe zu Ende gehen müssen. Keiner, auch nicht die Mitmenschen die unter dem unzumutbaren Fluglärm leiden, wollen zurück in die Steinzeit! Dass aber Wachstum, so wie Sie es verstehen, auf Dauer keine Lösung sein kann, sollte einleuchten. Letztlich sind wir doch ganz anderen, natürlichen Sachzwängen unterworfen. Diese, durch „Nichts und Niemanden“ verrückbaren Sachzwänge blenden sie aber völlig aus - ganz nach dem Motto: Nach mir die Sintflut!

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Antworten (7) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 31.12.2012 16:42 Uhr
Alfons Rapp

Oh weh, oh weh, oh weh! Herr Münch Sie haben Recht!!

Kein Kommentar!

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Kurt Fink
Kurt Fink (FinkKurt) - 31.12.2012 15:17 Uhr

Ethik

Ethisch ist, Arbeitsplätze zu schaffen. Arbeitsplätze zu verhindern dürfte dann eher das Gegenteil sein. Das die avisierten 100000 Jobs nicht ein jahr nach der Eröffnung da sind, dürfte doch klar sein.

Tatsache ist, der Flughafen ist ein unverzichtbarer Wirstschaftsmotor für die Region und weit darüber hinaus, auch über Deutschland hinaus. Wer das verneint und dann seine Ansicht als ethisch verkauft sollte mal seine persönliche Grundeinstellung hinterfragen.

Sachzwänge gibt es übrigens in jedem Beruf und sind Teil des Alltags für jeden. Wenn Politiker Flugbewegungen deckeln wollen, dann schafft das Sachzwänge bei Airlines, die dann an diesem Standort nicht mehr optimal arbeiten können. Gut verdiendende können zum neuen Standort wechseln, die wenig verdienen eher nicht.

Menschen berufliche Chancen, sei es um Ruhe überm Dach zu haben, zu nehmen, ist eigennützig und unmoralisch. Ist das Ihre neue Ethik?

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Kurt Fink
Kurt Fink (FinkKurt) - 31.12.2012 15:00 Uhr

Da nmuss ich meinem Ruf ja wohl gerecht werden, Herr Münch

Also, auch Eppstein hat seinen Anteil, Überflüge landender Maschinen Richtung Osten, startende gerne abends zwischen 20 und 23 Uhr, früher auch mal bis 1 Uhr in der Nacht. Man kann und konnte es immer ertragen.

Was ich persönlich mache, trägt dem Thema nicht bei, zumal Sie falsche Vorstellungen von diesem Beruf haben. Ein Spediteur ist nicht unbedingt auf Flüge von FRA angewiesen, verladen werden kann von jedem Flughafen in Europa, geht mit Seefracht vom heimischen Schreibtisch auch. Aber schöne Offenbarung Ihrer kleingeistigen Denkweise, "dem Kerl muss man doch was unterstellen, der schreibt doch nur für seinen persönlichen Vorteil".

Mit Ihrer Einstellung würde sich allerdings weder ein Wirtschaftswunder wiederholen, noch der heutigen soziale Standard aufrechterhalten lassen. Das geht nun mal nur mit Wachstum, ob Ihnen das passt oder nicht. .

Fortsetzung folgt

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Alfons Rapp

Ach so,

ja dann...!

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Jens Münch

Vergessen Sie es!

Sie können mit Herrn Fink nicht diskutieren - er wird immer das letzte Wort haben. Das hängt zum einen daran, dass er a) im ruhigen Eppstein sitzt und vom Fluglärm so gut wie gar nicht betroffen ist und b) einen Speditionsbetrieb verantwortet und somit direkt vom Flugaufkommen profitiert. c) Hängt er ganz offenkundig einer Art zu wirtschaften an, die in den 50'ern und 60'ern noch Sinn gemacht hat und der wir sicherlich auch das Wirtchaftswunder zu verdanken haben. Dass wir diesem ununterbrochenen "Immer-Höher-schneller-weiter" andererseits auch Klimaveränderung, Billig-Jobs, Produktionsverlagerungen, Lehman-Pleite und Euro-Krise zu verdanken haben, das sieht er nicht.
Eine neue Ethik in der Wirtschaft scheint für ihn kein Thema zu sein. So verwundert es dann auch nicht, wenn Kollateralschäden unter dem Primat der wirtchaftlichen "Sachzwänge" in Kauf genommen werden. Es geht ja nicht um Eppstein!

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Alfons Rapp

Habe verstanden,

alles Kopfsache!

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Kurt Fink
Kurt Fink (FinkKurt) - 30.12.2012 12:01 Uhr

Welche Katastrophe denn?

es wird ja nicht bestritten das Lärm unterschiedlich empfunden wird, aber warum soll ausgerechnet, neben allen anderen Einflüssen durch Bahn, Straßenverkehr durch Menschen selbst. der Luftverkehr so schlimm sein das man von Katastrophen reden kann? Das sind doch völlig überzogene Wahrnehmungen Einzelner, übrigens wurde so ähnlich bei der ersten Bahnverbindung 1835 argumentiert. Die Bahn ist immer noch laut, während die technologische Entwicklung im Luftverkehr ein kontinuerlicher Prozess ist.

Da werden schon aus Sachzwängen immer sparsamere und gleichzeitig leisere Triebwerke entwickelt. Der nächste Quantensprung findet noch in diesem Jahrzehnt mit den geared Turbofan Triebwerken statt. Airbus hat innerhalb weniger Monate für die A320NEO 1500 Bestellungen erhalten, Boeing für die 737MAX auch an die Tausend.

Das ist die Realität, nicht die apokalyptischen Prophezeihungen.

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Bernhard Holtmann

Falsch Herr Fink

Keiner bestreitet das es Wachstum geben muß aber jeder weiß das nur intelligentes umwelt- und menschenschonendes Wachstum nachhaltig ist und uns weiterbringt.
Eine Landebahn reingequetscht in das dichts besiedelte Gebiet ist dumm, nicht intelligent und schon gar nicht nachhaltig. Innerdeutsche Verbindungen gehören auf die Bahn. Ein bundesweites Flughafenkonzept wäre intelligent gewesen, z.B. einen Großflughafen weiter ausserhalb von Berlin, mit Übernahme der FRA Funktion. Berlin ist schon jetzt nicht nur katastrophal geplant, sonder bereits zum Start an der Kapazitätsgrenze.
In Rhein Main wird durch 700000 Flugbewegungen der Lebensraum zerstört. Wer will dann hier noch leben ? Es werden mehr Schäden angerichtet als Nutzen erzeugt, das nennen Sie notwendiges Wachstum Herr Fink? Ich nenne es Fehlplanung Herr Fink. Intelligentes nachhaltiges Wachstum geht anders Herr Fink! Was machen Sie denn mit dem Bürgerwillen in München Herr Fink? einfach ingnorieren?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 30.12.2012 09:37 Uhr
Kurt Fink
Kurt Fink (FinkKurt) - 30.12.2012 09:37 Uhr

Falsch Herr Holtmann

Frankfurt liegt im demographischen und geographischen Zentrum Europaqs und hat somit die besten Voraussetzungen dafür, dass ein zentrales Hub geradezu zwingend in dieser Region liegen muss.

Seit Montreal Mirabel weiss die Fachwelt auch, das Flughäfen dort sein müssen wo die Kunden sind und nicht auf einer grünen Wiese irgendwo in der Pampa. Den notwendigen Passagiermix zwischen Business, Vollzahlern, Ecnomy und Umsteigern bekommt man nur hier und nicht im märkischen Sand.

Außerdem haben wir einen Binnenmarkt, es gibt keine innerdeutschen Flüge, nur innereuropäische. Soll etwa die LH ihre Kunden aus Berlin Hamburg Nürnberg usw. an die Konkurrenz in Amsterdam, Paris, London usw verlieren, weil die weiterhin ihre Hubs mit dem Flieger bedienen können während LH das nur per Bahn darf?

Sie sprechen von "Intelligenz" und "Konzept". Vielleicht befassen Sie sich mal vorher mit dem Thema, damit Ihre Einlassung dann auch Ihren Ansprüchen erecht wird. .

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Alfons Rapp

Schöne Neue Welt

Herr Fink, wo soll denn die Reise hingehen? Lässt sich der Wert des Menschen nur noch daran messen, in wie weit er sich gleichzeitig als Geldmengenvermehrer und Geldverschwender ausbeuten lässt? Soll unser Leben nur noch daraus bestehen uns gegenseitig das Geld aus der Tasche zu ziehen? Ist Bildung dazu da, dass wir in dieser Disziplin immer besser werden, und wer einen anderen Lebensplan hat, der ist ein Versager? Das was das Bruttosozialprodukt ausmacht, besteht m.E. zu einem zunehmend größer werdenden Teil aus nutzlosen, uns und die Umwelt schädigenden Produkten. Gewinner ist, wer anderen seinen Müll andreht, selbst aber sowohl in reale Werte als auch in die Produktion weiteren Mülls und in verdummende Werbung investiert. Sollten wir das je einmal kapieren und unseren Müllkonsum einstellen, bricht das ganze „Schneeballsystem“ zusammen. So leben wir noch eine Weile nach dem Prinzip „nach mir die Sintflut“ und in der Hoffnung nicht zu den Letzten zu gehören, die die Hunde beißen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 29.12.2012 14:16 Uhr
Kurt Fink
Kurt Fink (FinkKurt) - 29.12.2012 14:16 Uhr

Dann machen Sie doch mal einen

Vorschlag, wo es denn ohne Wachstum hingehen soll. Offenbar haben wir vor lauter Wohlstand, der sich ja nicht nur in persönlichem Einkommen ausdrückt sondern auch in - z. B. - medizinischer Versorgung, umfassenden Rettungsdienst, Pflege, Bildungseinrichtungen, dem Vorhalten von ÖPNV von den frühen Morgenstunden bis spät in die Nacht und vielem mehr. Vergleichen Sie das mal mit anderen Ländern auf der Welt.

Wir haben uns ja schon aus verschiedenen Industrien und Technologien verabschiedet. Wollen wir jetzt aus einem Transport- und Logistiksystem aussteigen, das in D 850000 Arbeitsplätze vorhält? Wozu auch der Luftverkehr gehört, der nun mal Weltweit effizient nach dem gleichen System abgewickelt wird. Diesen Sachzwängen kann man sich nicht ohne Wohlstandsverlust entziehen.

Ohne an der Spitze mitzuspielen gibt es keinen Fortschritt, der sich übrigens auch in neuer Triebwerkstechnologie ausdrückt. Die nächste Generation kommt in 4-5 Jahren auf den Markt.

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Bernhard Holtmann

Hut ab

Hut ab und größte Hochachtung vor den Herrleins!!
Ich kann nur alle Bürger dazu aufrufen, gegen dieses Unrecht und die schlimmste Fehlplanung aller Zeiten zu protestieren. Jedem nicht oder nur wenig Betroffenen, sollte klar sein, das hier ein Grundsatzurteil dringenst von Nöten ist. Ja glaubt denn ernsthaft ein Ausbaubefürworter, dass er von solchen Fehlplanungen verschont bleibt? Wenn die Lobby schnippt werden die Politiker gekauft und Gutachten angepasst. Bürger wacht auf, ihr werdet verraten und verkauft. Die nächsten die enteignet werden und gesundheitlich platt gemacht werden seid Ihr, ja Ihr die Ihr jetzt über die Flughafenausbaugegner wettert und lästert!
Die Demonstrationen werden anhalten, und auch ein BVG wird das nicht übersehen.

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Kurt Fink
Kurt Fink (FinkKurt) - 28.12.2012 16:24 Uhr

Fliegen ist Dienstleistung und Flughäfen sind Infrastruktur

ohne die eine Industrie und Handelsnation nicht bstehen kann. Das Fraport viel Geld verdient und nicht durch Steuern finanziert werden muss ist doch gut, oder?

Die Dienstleistung von Fraport, das sein Geld übrigens nicht mit Flügen verdient sondern mit Mieten, Pachten, Dienstleistung rund um die Fliegerei sowie "Retail", wird im Zusammenspiel mit den Fluggesellschaften von über 58 Millionen Passagieren in Anspruch genommen. Per Luftfracht gehen wertmäßig 36% der Exporte dieses Landes über FRA.

Mich würde es sehr wundern, wenn diese massiv dem Gemeinwohl dienenden Infrastruktur durch das BvG noch weiter in ihrem Handeln eingeschränkt würde als sie durch das unflexible Nachtflugregime bereits ist.

Absolute Gerechtigkeit gibt es nicht und kann, darf es auch nicht geben. Nun wird hier auf sehr hohem Niveau geklagt, offenbar wissen manche nicht mehr das Geld jeden Tag neu verdient werden muss. Bekämen die Kläger recht, wäre das für viele kleine AN sehr ungerecht.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 29.12.2012 07:12 Uhr
Closed via SSO

Das Gemeinwohl Herr Fink

ist nicht das Wohl der Gemeinen, die glauben, daß ihre "Dienstleistung" samt dazugehöriger Infrastruktur andere schädigen, ja töten kann und jede Maßlosigkeit rechtfertigt.
Daß FRAPORT hauptsächlich ein Immobilienkonzern mit angeschlossenem Flughafen ist, ist allgemein bekannt. Ob das für die Entwicklung der Kernstadt Frankfurt vorteilhaft sein wird, ist sehr zweifelhaft. Ein Ansammlung von riesigen, futuristischen Glasgebäuden ist keine Stadt, sondern bestenfalls ein zukünftiger Architektenschrottfriedhof, dem das menschliche Maß vollkommen fehlt, gläserner Größenwahn sozusagen.
Das Geld das hier verdient wird, kann die Schäden und Zerstörungen, die der Flughafen samt seinem Zubringerverkehr anrichtet, niemals ausgleichen und das Gefährdungspotential durch den Flughafen hängt wie das Damoklesschwert über dem Rhein-Main-Gebiet. Auch im Kriegsfall wird der Flughafen erstes Angriffsziel bis zur völligen Zerstörung sein, was von den "Dienstleistern" gerne ausgeblendet wird.

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Martin Schwoerer
Martin Schwoerer (ms-ffm) - 28.12.2012 10:15 Uhr

Was ist Gerechtigkeit?

Das Leben ist unfair, und vollkommende Gerechtigkeit gibt es nicht, oder? Kann jeder Häuslebesitzer erwarten (und einklagen), dass sich die Wohnqualität seiner Villa niemals verschlechtert, und dass seine Mietwohnungen immer gleich gut vermietbar sind? Ich finde, nein.

Aber das Verursacherprinzip sollte in unserer reichen Gesellschaft gelten. Wenn die FAG mehr Geld mit mehr Flügen verdient, dadurch aber Menschen verlärmt werden, dann sollten diese einen nicht zu kleinen finanziellen Ausgleich erhalten. Gewinne machen und gleichzeitig Menschen schädigen und sich dabei darauf berufen, dass man schliesslich Arbeitsplätze schafft: das ist billig.

Allerdings wären die Lerchesbergbewohner sympathischer und ihr Appell an die Moral nachvollziehbarer, wenn sie nicht erst dann politisch aktiv geworden wären, als sie selbst betroffen waren. Wer entschädigt Auto-Feinstaubgeschädigte? Wer will nächtliches Tempo 30? Achso, die bösen grünen Gutmenschen.

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Alfons Rapp

Wenn der Zweck die Mittel heilen darf,

könnte man auch bedenkenlos den Anbau von Drogen legitimieren.

Heimat, Gesundheit, Haus und Garten, aber auch Arbeitsplätze in anderen Geschäftsfeldern der Region (z.B. Tourismus) gehen verloren. Aber wen interessiert das? Hauptsache es enstehen irgendwie Arbeitsplätze! Wenn aber Arbeit mehr schadet als nützt, verliert sie ihren Sinn. Dann doch lieber ein Grundeinkommen für jedermann. Das wäre zumindest gesünder und besser für unsere Umwelt. Was ist das überhaupt für ein eigenartiger Wohlstand, der auf Kosten des Wohlbefindens geht? Sind wir eigentlich noch ganz gescheit?

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 28.12.2012 14:31 Uhr
Alfons Rapp

Interessenausgleich

Es kann keinen seriösen Interessenausgleich zwischen dem Recht auf körperliche und seelische Unversehrtheit der Einen und dem Gewinnstreben der Anderen geben. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass die Industrialisierung in Deutschland wie in ganz Europa alles andere als human von statten ging. Alles - auch das Gute - was zu viel wird kippt irgendwann in's Negative - das gilt eben auch für einen Flughafen. Wenn wir bereit sind, grundlegende, gesundheits-u. lebensbewahrende Bedürfnisse des Menschen billigem Konsum zu opfern, sind wir weit entfernt von verantwortungsvollem, rationalem Handeln. Es mag ja sein, dass einige Lerchesberg-Bewohner erst aktiv geworden sind als sie selbst betroffen waren. Und weiter? Das ist doch völlig normal, da geht es eben den Menschen wie den Leuten. Darum geht es gar nicht.

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Martin Schwoerer
Martin Schwoerer (ms-ffm) - 28.12.2012 10:01 Uhr

Ihrer Argumentation zufolge

wäre jede Industrialisierung Deutschlands unvertretbar gewesen, Herr Rapp. Immerhin wurde damit Wohlstand auf Kosten des Wohlbefindens Vieler geschaffen.

Einen wichtigen Knackpunkt haben Sie aber auch angesprochen: "wenn Arbeit mehr schadet als nützt, verliert sie ihren Sinn". Die Frage ist, damit: schadet der Flughafen mehr, als er nützt? Ich behaupte, nein.

Eine andere Frage wäre: fand ein fairer Interessensausgleich im Rahmen des Flughafenausbaus statt? Es gibt ja immer Gewinner und Verlierer; in unserer Gesellschaft sollten die Verlierer einen gewissen Ausgleich von den Gewinnern des Wirtschaftswachstums erhalten. Hier wäre die FAG meiner Meinung zu großzügigen Ausgleichszahlungen verpflichtet.

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Sven Heep
Sven Heep (Svenheep) - 27.12.2012 17:22 Uhr

Was bedeutet Gerechtigkeit?

„ Wir wollen endlich Gerechtigkeit“
Bei allem Verständnis für die Fam. Herrlein. Aber wichtiger ist doch das durch den Ausbau der Startbahn Familienväter einen sicheren Arbeitsplatz gefunden haben, und Arbeitsplätze gesichert wurden. Die Fam. Herrlein ist sicherlich in der Lage Ihr Haus mit einer entsprechenden Lärmdämmung den Fluglärm auf ein erträgliches maß zu reduzieren.

So bleibt die Frage was bedeutet Gerechtigkeit?

Das die Fam. Herrlein aufgrund Ihrer Finanzellen möglichkeiten, ein adäquates Leben führen kann.
Oder das hunderte Fam. Einbußen an Lebensqualität (keinen Job – Niedriglohnjob - Anfahrtswege von über 4 Stunden) hin nehmen müssen, weil Sie nicht die Möglichkeiten der Flexilibilität nicht nutzen können
Oder geht es nur darum die Mieteinnahmen für die nächsten Jahre auf einem hohen Niveau zuhalten, und den Verkaufspreis für das Haus Am Lerchesberg zusteigern.

Ich hoffe nur daß bei diesem Streit das Gemeinwohl nicht verloren geht.

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26.12.2012, 23:21 Uhr

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