http://www.faz.net/-gzg-90ndl

Muslima erhält Entschädigung : AWO verbietet religiöse Symbole

  • Aktualisiert am

Arbeiterwohlfahrt verklagt: Eine Muslima fühlt sich wegen ihrer Religionszugehörigkeit benachteiligt. Bild: dpa

Weil sie während der Nachmittagsbetreuung von Schülern ein Kopftuch tragen wollte, hat die Arbeiterwohlfahrt eine Bewerberin abgelehnt. Die 26 Jahre alte Frau zog vor Gericht.

          Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) hat eine Sozialarbeiterin abgelehnt, weil sie während ihrer Arbeit ein Kopftuch tragen wollte. Die Begründung: Das Tragen religiöser Symbole sei grundsätzlich bei der AWO Hessen-Süd verboten - egal ob Kopftuch oder Kruzifix. Bei einem Gütetermin vor dem Frankfurter Arbeitsgericht begründete der Anwalt der AWO, die Unternehmensrichtlinie mit der besonderen Beeinflussbarkeit von Kindern. Eine Diskriminierung von Menschen bestimmter Religionen sei mit ihr nicht verbunden.

          Die 26 Jahre alte Frau hatte sich jedoch wegen ihrer Religionszugehörigkeit benachteiligt gefühlt und den Bezirksverband verklagt. Dieser hatte der Sozialpädagogin für die Nachmittagsbetreuung in einer Schule in Frankfurt zunächst eine Zusage erteilt, ihr dann aber abgesagt. Gegen eine Zahlung von 500 Euro einigten sich beide Parteien. Nach Angaben der AWO sei die Entschädigung aber keine Anerkennung einer religiös begründeten Benachteiligung.

          Quelle: dpa

          Weitere Themen

          Oscar-Akademie schließt Harvey Weinstein aus Video-Seite öffnen

          Sexuelle Belästigung : Oscar-Akademie schließt Harvey Weinstein aus

          Filmproduzent Harvey Weinstein wird wegen Vergewaltigungsvorwürfen mehr und mehr zum Geächteten in Hollywood. Die Oscar-Akademie schließt den 65-Jährigen aus ihren Reihen aus - „sexuell aggressives Verhalten“ werde in der Filmbranche nicht mehr geduldet, heißt es zur Begründung.

          Telekom rät zu Softwareupdates Video-Seite öffnen

          W-Lan-Sicherheit : Telekom rät zu Softwareupdates

          Sicheres Surfen im Internet per W-Lan – nach Einschätzung von Telekommunikationanbietern ist das trotz Meldungen über Sicherheitslücken beim Verschlüsselungsstandard WPA2 möglich. Die Telekom gab am Dienstag vorsichtig Entwarnung. Schwachstellen kämen nur bei ganz bestimmten Konstellationen zum Tragen.

          Topmeldungen

          Wunderkind : Der Überflieger in Berlins Start-up-Szene

          Abitur mit 12, Studium mit 15, dazu zwei Doktortitel: Der Georgier Tamaz Georgadze ist ein Ausnahmetalent – und sammelt Milliarden von deutschen Sparern ein.

          Zukunft der Kanzlerin : Die zweite CDU-Reihe macht gegen Merkel mobil

          In der Union regt sich Widerstand gegen die Kanzlerin: Ein Ministerpräsident will über mögliche Merkel-Nachfolger debattieren, ein Innenminister erklärt die mögliche Jamaika-Koalition zum Sicherheitsrisiko. CDU-Generalsekretär Tauber versucht zu schlichten.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.