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„Mobilitätskarte“ des RMV Von der S-Bahn ins Car-Sharing-Auto

Mit der neuen „Mobilitätskarte“ des RMV können Kunden auch Mieträder und Mietwagen nutzen.

© REUTERS Vergrößern Call a bike: Auch das geht mit der neuen Mobilitätskarte.

Die Karte für Bus und Bahn wird auch zum Schlüssel für Auto und Fahrrad. „Mobilitätskarte“ nennt der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) deshalb seine Chipkarten. Mit dem elektronischen Ticket kann der Kunde künftig nicht nur in öffentlichen Verkehrsmitteln fahren, sondern auch Car-Sharing-Autos und Miet-Fahrräder nutzen. „Wir setzen bei der Mobilität alles auf eine Karte“, sagte der RMV-Aufsichtsratsvorsitzende André Kavai (SPD) gestern bei Vorstellung des Mobilitätstickets im Frankfurter Rathaus Römer.

Hans Riebsamen Folgen:

Der Kunde muss nur die Mobilitätskarte an die Autotür halten, schon öffnet sich das Schloss. Er kann einsteigen und losfahren. Abgerechnet wird nach Kilometern und Nutzungsdauer. Wie beim Strom kommt am Ende des Monats eine Rechnung ins Haus. Dasselbe gilt für Mieträder. Nach und nach will der RMV den Anwendungsbereich der Mobilitätskarte ausweiten. So denkt man daran, Parkhäuser als Dienstleister zu gewinnen.

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Einmal anmelden

Partner des RMV sind die Car-Sharing-Unternehmen „book-n-drive“ mit 330 Autos in der Region, „Stadtmobil“ mit 130Wagen vor allem in Frankfurt sowie „Flinkster“, das Car-Sharing-Unternehmen der Deutschen Bahn AG, das in 140Städten rund 2500Fahrzeuge auf die Straße bringt. Von den Fahrrad-Verleihern sind ebenfalls die Bahn mit „Call a bike“ sowie das Mainzer Unternehmen „MVGmeinRad“ dabei. Ferner nimmt die Firma „Emobil“ teil, die in Offenbach eine Verleihstation mit zwei Elektro-Autos und 15 Pedelecs, also E-Fahrrädern, betreibt.

Wer die Dienste der Car-Sharing-Unternehmen oder der Fahrrad-Verleiher nutzen will, muss sich zuerst anmelden. Dies kann man über den RMV oder direkt bei den jeweiligen Anbietern tun. Bei „book-n-drive“ ist die Anmeldung unentgeltlich, Kunden mit einer Mobilitätskarte erhalten ein Guthaben von 30 Euro. Bei Flinkster ist eine einmalige Gebühr von 50 Euro zu entrichten, die für Bahn-Card-Inhaber entfällt. Bei „Stadtmobil“ reduziert sich für Inhaber der Mobilitätskarte die Anmeldegebühr auf 25 Euro, außerdem gibt es ein Guthaben von zehn Euro.

Stellplätze werden gespart

Künftig werden alle Dauerkunden des RMV eine elektronische Fahrkarte besitzen. Die neue Seniorenkarte 65-plus wird schon als elektronische Karte verkauft. Auch die RMV-Jahreskarten sind weitgehend als E-Tickets ausgegeben worden. Es folgen in diesem Jahr die Monats- und Wochenkarten sowie die Semester-Tickets und Job-Tickets. Fahrgäste können ihre Chipkarte entweder anonym kaufen und einsetzen oder sie auf ihren Namen registrieren lassen. Nach einer Registrierung können die auf der Karte gespeicherten Daten auch online eingesehen und bearbeitet werden. Unter anderem lässt sich ein verlorenes Ticket dann leicht sperren und durch ein neues ersetzen. Mit der elektronischen Fahrkarte lasse sich auch das Schwarzfahren eindämmen, hofft RMV-Chef Knut Ringat.

Die Mobilitätskarte ermöglicht nach Meinung von Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) eine bessere Zusammenarbeit in der Region. Er wünsche sich auch auf anderen Feldern wie etwa dem Wohnungsbau eine stärkere Kooperation, sagte Feldmann. „Die Gemarkungsgrenzen sollen nicht mehr nachteilig spürbar sein.“

Zur Vorstellung der Mobilitätskarte hatten sich auch die Geschäftsführer des Frankfurter Wohnungsbaukonzerns ABG Holding, Frank Junker, und des Versorgers Mainova, Constantin Alsheimer, eingefunden. Ihre beiden städtischen Unternehmen sind Gesellschafter der Car-Sharing-Firma „book-n-drive“. Die ABG spare Stellplätze, wenn Mieter auf ein eigenes Auto verzichteten und ihren Bedarf über Car-Sharing abdeckten, begründete Junker das Engagement seines Unternehmens bei dem Projekt Mobilitätskarte.

Quelle: F.A.Z.

 
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