04.01.2012 · Für Mode hat sich Cailin Klohk schon immer interessiert. Inzwischen hat die Schülerin aus Bad Soden ihren eigenen Modeblog.
Von Maximilian Bruhn„Birds of a feather flock together“ - gleich und gleich gesellt sich gern. Dieses Sprichwort ist der Titel und das Motto des Modeblogs von Cailin Klohk. Die 18 Jahre alte Schülerin aus Bad Soden hat sich innerhalb von vier Jahren zur gefragten Modebloggerin hochgearbeitet. Sie reist zu Modenschauen nach Berlin, London oder Paris. Ihre Eindrücke hält sie in ihrem Online-Tagebuch fest, das mittlerweile mehr als 2500 Abonnenten hat. Schon früher hat sie, wie viele Mädchen, den Spaß an der Mode entdeckt. Nach Schuhen seien Röcke schon in jungen Jahren ihre größte Leidenschaft gewesen.
„Der plötzliche Erfolg ist sehr aufregend“, sagt die Bad Sodenerin, die mit dem Bloggen aus Spaß an der Mode angefangen hat, wie sie sagt. Es sei zuerst nur darum gegangen, Gleichgesinnte zu treffen, die ebenso großes Interesse an neuen Entwürfen bekannter Designer haben. Nun sei ihr Blog zu einem lukrativen Nebenjob geworden.
Täglich verbringt Cailin Klohk mindestens zwei Stunden mit dem Zusammenstellen und Fotografieren neuer Outfits. Zudem verfasst sie Artikel über neue Kollektionen, Trends oder Designer. Dabei beschränkt sich die Schülerin der St. Angela Schule in Königstein nicht auf einen Modestil, sondern versucht, wie ihr großes Vorbild Christopher Bailey, Chefdesigner der Marke Burberry, durch Kombinationen von Stilrichtungen immer etwas Neues zu entwerfen. Beim Entdecken neuer Trends verlässt sich Cailin Klohk auf die Kollektionen, die in den Shows der Designer Michael Michalsky oder Vivienne Westwood gezeigt werden. Was dort von Models und prominenten Zuschauern getragen werde, sei früher oder später im Trend, sagt sie. Klohk fotografiert die Outfits, stellt sie ihren Lesern vor und bewertet sie. Inzwischen ist die Schülerin nicht nur in ihrem Heimatort Bad Soden, sondern auch in der Modeszene bekannt. „Manchmal erkennen mich sogar Leute auf der Straße, das ist alles sehr aufregend“, sagt sie.
Einladungen zu internationalen Modenschauen sind allerdings oft sehr zeitaufwendig und mitunter auch stressig. Doch die Hektik, die im Modegeschäft herrscht, nimmt Klohk gerne in Kauf. Mittlerweile bekommt sie regelmäßig Einladungen zu großen Shows oder Designer schicken ihr Kleidung aus ihren neuen Kollektionen, damit sie diese in ihrem Blog bewerten kann. „Diese Sachen darf ich dann behalten“, freut sich Klohk. Ihren eigenen Stil hat das bisher wenig beeinflusst. „Ich habe meinen klassischen und schlichten Stil beibehalten“, sagt die Schülerin. Schrille Kleidung zu tragen, nur um aufzufallen, findet sie unpassend. Besser wäre es, mit einem Outfit von verschiedenen Designern herauszustechen.
Trotz ihrer Leidenschaft für Mode ist es ihr gelungen, die Arbeit mit der Schule zu vereinen. Die Lehrer und ihre Eltern unterstützten sie, sagt Klohk. Den Unterrichtsstoff, den sie verpasst, wenn sie wieder einmal auf Reisen ist, holt sie in ihrer Freizeit nach. So auch alles, was sie in diesen Tagen in der Schule versäumt. Derzeit ist Klohk nämlich in London.