http://www.faz.net/-gzg-77mcw
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Veröffentlicht: 13.03.2013, 09:19 Uhr

Mehr Verletzte nach Massenunfall A45 wieder von Trümmern frei - zwei Tote auf A3

Die A45 in der Wetterau ist nach einer Massenkarambolage mit gut 100 Fahrzeugen wieder beidseitig freigegeben worden. Im Tagesverlauf soll es auch gen Süden weitergehen. Auf der A3 bei Idstein starben zwei Menschen.

© dpa Nur ein Haufen Schrott ist von dem Auto geblieben, in das ein Laster nahe Idstein gefahren war; zwei Menschen starben bei der Unfallserie

Nach einer Massenkarambolage mit rund 100 Fahrzeugen bei Münzenberg im Wetteraukreis ist die Autobahn 45 am Mittwochmorgen zuerst in Richtung Dortmund wieder freigegeben worden. In Richtung Süden rollt seit der Verkehr seit Mittag ebenfalls wieder.

Die noch verbliebenen Spuren des Massenunfalls vom Dienstag beseitigten Helfer am Vormittag, wie die Polizei in Friedberg berichtete. Danach konnte der Verkehr auch wieder in Richtung Hanau freigeben werden. Wracks von Autos und Lastwagen hatten die Autobahn zwischen Wölfersheim und Florstadt fast einen gesamten Tag lang blockiert.

Fünf Verletzte mehr als gedacht

Die Polizei geht mittlerweile von 38 Verletzten aus, wie sie am Vormittag in Friedberg berichtete. 33 Menschen seien bei dem Unfall leicht sowie fünf weitere schwer verletzt worden. Zunächst war die Polizei von 30 Verletzten ausgegangen, darunter sechs Schwerverletzte. Die unverletzten Autofahrer und Beifahrer, die im Stau feststeckten, wurden in Notunterkünften in der Umgebung untergebracht. Dort sollten sie betreut werden, bis sie ihre Reise fortsetzen können, wie ein Polizeisprecher sagte.

Mehr zum Thema

Bei einem Verkehrsunfall auf der Autobahn 3 bei Idstein nahe Wiesbaden sind am Mittwochmorgen zwei Menschen getötet worden. Zwei weitere Insassen eines Fahrzeugs wurden schwer verletzt. Insgesamt waren sieben Lastwagen und ein Auto an der Karambolage in Fahrtrichtung Frankfurt beteiligt. Die Autobahn musste zum Teil gesperrt werden, im Berufsverkehr bildete sich ein kilometerlanger Stau.

Sieben Laster verwickelt

Nach ersten Erkenntnissen der Autobahnpolizei war ein Lastwagen um kurz vor 5 Uhr auf der Höhe des Parkplatzes Theißtal mit einem anderen Laster kollidiert, der auf der Verzögerungsspur stand. Dadurch wurden vier weitere stehende Lastwagen ineinandergeschoben. Auch ein siebter Laster auf dem Parkplatz und ein Auto mit vier Insassen wurden in den Unfall verwickelt.

Zwei Männer aus dem Wagen starben, die beiden Verletzten kamen schwer verletzt in Krankenhäuser. Die Identität der Opfer stand zunächst nicht fest.

Züge verspätet, Flüge gestrichen

Der kräftige Wintereinbruch hat noch für zahlreiche Verspätungen im Bahnverkehr gesorgt. „Das sind wetterbedingte Verspätungen, einen größeren Störfall gab es nicht“, sagte eine Sprecherin der Bahn für Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland in Frankfurt. Die Geschwindigkeit im gesamten Fernverkehrsnetz sei wegen Eis und Schnee von 260  auf 200 Kilometer pro Stunde gedrosselt worden. „Das führt zu Kettenreaktionen im Nahverkehr.“ Auch das  Ein- und Aussteigen dauere bei den Witterungsverhältnissen länger als normal. Mit rund 20 Minuten Verspätung pro Zug müsse daher den ganzen Tag gerechnet werden.

Am Frankfurter Flughafen hat der Mittwoch mit Annullierungen und Verspätungen begonnen. Am  Morgen mussten bereits 82 Flüge wegen des  Winterwetters gestrichen werden, wie ein Fraport-Sprecher berichtete. „Das werden mit Sicherheit noch mehr“, sagte er. Im Gegensatz zum Vortag sehe es  heute aber schon wieder nach einem ruhigeren Tag aus. Am Dienstag waren 800 Verbindungen gestrichen worden. Zahlreiche Passagiere mussten die Nacht am
Flughafen verbringen. „Nach vagen Schätzungen  könnten das 2500 bis 3000 Menschen gewesen sein“, sagte der Sprecher.

Quelle: FAZ.Net mit lhe/dpa

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Hanau/Obertshausen Mitten im Berufsverkehr: A3 nach Unfällen gesperrt

Zwischen Hanau und Obertshausen ist die A3 nach einer Unfallserie in Richtung Süden dicht. Acht Menschen wurden verletzt, einer trug schwere Verletzungen davon. Mehr

02.05.2016, 18:36 Uhr | Rhein-Main
Afghanistan Tote und Verletzte bei Anschlag in Kabul

In Kabul kamen am Dienstag mehrere Menschen bei einem Selbstmordanschlag ums Leben. Der Anschlag ereignete sich vor dem Büro der nationalen Sicherheitsbehörde. Nach Angaben des afghanischen Gesundheitsministeriums wurden mehr als 200 Personen verletzt. Ein mit Sprengstoff beladenes Autos hatte das nur wenige hundert Meter vom Präsidentenpalast entfernte Gebäude angegriffen. Mehr

19.04.2016, 10:38 Uhr | Politik
Bluttat von Niddatal Vater und Sohn getötet: Ermittler suchen Motiv

Ein 60 Jahre alter Mann soll in Niddatal in seinem Elternhaus einen Brand gelegt haben, bei dem sein 89 Jahre alter, bettlägeriger Vater starb. Zudem soll er seinen Bruder erstochen haben. Die Polizei weiß aber nicht, weshalb. Mehr

20.04.2016, 14:15 Uhr | Rhein-Main
Israel Mehrere Verletzte bei Bombenanschlag auf Bus in Jerusalem

Die Explosion in einem Bus in Jerusalem am Montag ist nach Behördenangaben von einer Bombe verursacht worden. Es habe sich eindeutig um eine Bombe gehandelt, sagte eine Sprecherin des Jerusalemer Bürgermeisters Nir Barkat. Bei der Explosion sollen mindestens 16 Menschen verletzt worden sein. Ein zweiter Bus sei in Brand geraten. Mehr

19.04.2016, 07:56 Uhr | Politik
Winterwetter im April Verletzte bei Unfällen wegen winterlicher Straßenverhältnisse

Bei einer Unfallserie auf der Autobahn 70 hat es im Norden Bayerns drei Schwerverletzte gegeben. Auch andernorts krachte es wegen des unerwarteten Winterwetters. Mehr

25.04.2016, 13:58 Uhr | Gesellschaft

Nicht ohne politische Mitstreiter

Von Michael Hierholzer

Ina Hartwig soll die neue Kulturdezernentin in Frankfurt werden, wenn es nach der SPD geht. Dass sie politisch unerfahren ist, könnte auf dem Posten seine Schwierigkeiten bergen. Mehr 0

Abonnieren Sie unsere Rhein-Main Newsletter

  • Newsletter auswählen

    Newsletter auswählen