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„Marktlage ist hervorragend“ : Hessens Bauern versprühen Zuversicht

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Da mag Agrarministerin Puttrich noch so argwöhnisch schauen: „Die allgemeine Marktlage ist hervorragend. Es gibt eine gute Nachfrage“, sagt Bauernchef Schneider Bild: dpa

Landwirte neigen zum Klagen? Dieser Tage jedenfalls nicht: „Die allgemeine Marktlage ist hervorragend. Es gibt eine gute Nachfrage“, frohlockt Hessens Bauernchef Schneider.

          Die Bauern in Hessen gehen zuversichtlich ins Jahr 2012. „Die allgemeine Marktlage ist hervorragend. Es gibt eine gute Nachfrage“, sagte Bauernverbandspräsident Friedhelm Schneider zum Auftakt der Landwirtschaftlichen Woche Nordhessen in Baunatal. „In der Region wird darauf geachtet, (Nahrungsmittel) aus der Region zu essen“, sagte er. Lediglich mit der Ferkelerzeugung und der Schweinemast sei er nicht zufrieden. Diese sei durch den stark gestiegenen Getreidepreis - vor allem durch die hohe Nachfrage aus China - sehr teuer. Die Landwirtschaftliche Woche dauert drei Tage lang. Erwartet werden bis zu 2500 Landwirte und Besucher.

          Hessens Landwirtschaftsministerin Lucia Puttrich (CDU) kritisierte die EU-Bürokratie. Mit Anträgen für Subventionen entstünden in der Verwaltung mehr Kosten als später Geld an die Bauern ausgezahlt werde. „Das ist nicht kommunizierbar.“ Die Europäische Agrarpolitik müsse verlässliche Bedingungen schaffen, damit die Landwirtschaft für die Zukunft gerüstet sei. Stattdessen stammten die Vorschläge aus Brüssel „aus dem agrarpolitischen Instrumentenkasten der achtziger und neunziger Jahre“.

          „Angst in der Bevölkerung ist größer als früher“

          Dem widersprachen die Grünen im hessischen Landtag. Sie warfen Puttrich vor, die „ökologischen, guten und notwendigen Schritte der EU-Agrarreform“ abzulehnen und stattdessen die Massentierhaltung in Hessen zu fördern. Ökologische Vorrangflächen und Flächen für dreigliedrige Fruchtfolgen bildeten die umweltbewusste Alternative zu großflächigen Maismonokulturen und einer bodenschädigenden Intensivbewirtschaftung, hieß es laut Grünen-Mitteilung.

          Schneider sagte, im vergangenen Jahr hätten Krisen wie EHEC oder der Dioxin-Skandal der Landwirtschaft geschadet. Gaby-Fleur Böl, Abteilungsleiterin Risikokommunikation im Bundesinstitut für Risikobewertung in Berlin, sagte, die Sorge vor Lebensmitteln sei in der Regel unbegründet. Lebensmittel seien heute sicherer als noch vor Jahren. „Die Angst in der Bevölkerung ist größer als früher und als sie sein müsste“, sagte sie. „Mit Hygiene in der Küche kann man viele Krankheiten vermeiden.“

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