Home
http://www.faz.net/-gzg-6wnbj
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER

„Marktlage ist hervorragend“ Hessens Bauern versprühen Zuversicht

Landwirte neigen zum Klagen? Dieser Tage jedenfalls nicht: „Die allgemeine Marktlage ist hervorragend. Es gibt eine gute Nachfrage“, frohlockt Hessens Bauernchef Schneider.

© dpa Vergrößern Da mag Agrarministerin Puttrich noch so argwöhnisch schauen: „Die allgemeine Marktlage ist hervorragend. Es gibt eine gute Nachfrage“, sagt Bauernchef Schneider

Die Bauern in Hessen gehen zuversichtlich ins Jahr 2012. „Die allgemeine Marktlage ist hervorragend. Es gibt eine gute Nachfrage“, sagte Bauernverbandspräsident Friedhelm Schneider zum Auftakt der Landwirtschaftlichen Woche Nordhessen in Baunatal. „In der Region wird darauf geachtet, (Nahrungsmittel) aus der Region zu essen“, sagte er. Lediglich mit der Ferkelerzeugung und der Schweinemast sei er nicht zufrieden. Diese sei durch den stark gestiegenen Getreidepreis - vor allem durch die hohe Nachfrage aus China - sehr teuer. Die Landwirtschaftliche Woche dauert drei Tage lang. Erwartet werden bis zu 2500 Landwirte und Besucher.

Mehr zum Thema

Hessens Landwirtschaftsministerin Lucia Puttrich (CDU) kritisierte die EU-Bürokratie. Mit Anträgen für Subventionen entstünden in der Verwaltung mehr Kosten als später Geld an die Bauern ausgezahlt werde. „Das ist nicht kommunizierbar.“ Die Europäische Agrarpolitik müsse verlässliche Bedingungen schaffen, damit die Landwirtschaft für die Zukunft gerüstet sei. Stattdessen stammten die Vorschläge aus Brüssel „aus dem agrarpolitischen Instrumentenkasten der achtziger und neunziger Jahre“.

„Angst in der Bevölkerung ist größer als früher“

Dem widersprachen die Grünen im hessischen Landtag. Sie warfen Puttrich vor, die „ökologischen, guten und notwendigen Schritte der EU-Agrarreform“ abzulehnen und stattdessen die Massentierhaltung in Hessen zu fördern. Ökologische Vorrangflächen und Flächen für dreigliedrige Fruchtfolgen bildeten die umweltbewusste Alternative zu großflächigen Maismonokulturen und einer bodenschädigenden Intensivbewirtschaftung, hieß es laut Grünen-Mitteilung.

Schneider sagte, im vergangenen Jahr hätten Krisen wie EHEC oder der Dioxin-Skandal der Landwirtschaft geschadet. Gaby-Fleur Böl, Abteilungsleiterin Risikokommunikation im Bundesinstitut für Risikobewertung in Berlin, sagte, die Sorge vor Lebensmitteln sei in der Regel unbegründet. Lebensmittel seien heute sicherer als noch vor Jahren. „Die Angst in der Bevölkerung ist größer als früher und als sie sein müsste“, sagte sie. „Mit Hygiene in der Küche kann man viele Krankheiten vermeiden.“

Quelle: LHE

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Polizeipräsidium Frankfurt Neues Kapitel für Polizei

Die Stadt Frankfurt hat einen neuen Polizeipräsidenten: Gerhard Bereswill. Einer, zu dem die Mannschaft steht. Doch bei der Amtseinführung war noch mehr über ihn zu erfahren. Mehr Von Katharina Iskandar, Frankfurt

21.10.2014, 18:00 Uhr | Rhein-Main
Obsterzeuger spüren Russland-Sanktionen

Die deutschen Landwirte spüren die Einfuhrverbote Russlands für westliche Agrar-Erzeugnisse. Die hiesigen Bauern exportierten vergangenes Jahr Obst und Gemüse im Wert von rund 60 Millionen Euro nach Russland. Mehr

19.08.2014, 15:01 Uhr | Wirtschaft
Zwanzig Jahre Extra bei RTL Birgit Schrowange kann so lustig schnaufen

Jubiläum beim Privatsender: Das Kraut-und-Rüben-Magazin Extra von RTL und dessen Dauermoderatorin Birgit Schrowange sind jetzt zwanzig Jahre lang auf Sendung. Wir machen den Unverwüstlichkeitstest. Mehr Von Stefan Niggemeier

26.10.2014, 09:25 Uhr | Feuilleton
Drohnen, Scanner und Navi

Drohnen, Infrarot-Scanner und satellitengesteuerte Navigation - was Militärs in der ganzen Welt einsetzen, nutzen auch High-Tech-Bauern in Amerika. Selbst riesige Agrar-Betriebe können als Präzisions-Farmen jede einzelne Ackerpflanze gezielt düngen und wässern. Das verheißt bessere Ernten - und eine zumindest etwas umweltschonendere Landwirtschaft. Mehr

06.07.2014, 10:55 Uhr | Technik-Motor
Nach Steuerabkommen SPD will Abgeltungsteuer abschaffen

An diesem Mittwoch wollen die 50 wirtschaftlich wichtigsten Länder der Welt einen automatischen Steuerdaten-Austausch beschließen. Die SPD fordert in der F.A.Z. deswegen, Kapitalerträge nicht mehr zu bevorzugen. Mehr

29.10.2014, 08:58 Uhr | Wirtschaft
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 10.01.2012, 16:11 Uhr

Sehet, es weihnachtet sehr

Von Peter Lückemeier

Die Weihnachtszeit hat längst begonnen - zumindest für den Handel. Doch was sagt es über den Verbraucher aus, dass er sich nicht an der immer früher beginnenden Weihnachtsstimmung stört? Mehr 3