Albert züngelt. Auf diese Weise nimmt der weißgelbe Albinopython die Gerüche aus seiner Umgebung auf. Ob er auch die Vogelspinne namens Rosi auf der Hand des Tierpflegers oder die schillernden Chamäleons ein paar Schritte weiter wahrnimmt, bleibt sein Geheimnis. Klar ist dagegen: Von heute an wird die gut 3,70 Meter lange Schlange in der Frankfurter Messehalle 3.0 deutlich mehr Gerüche aufnehmen können, als am Donnerstagvormittag im Messe-Torhaus während der Pressekonferenz zur Maintier 2012.
Es ist die zweite Auflage der Haustiermesse am Main, und sie soll größer werden als der Erstling, wie die Messe Frankfurt GmbH angekündigt hat. Mehr Aussteller warten auf jeden Fall auf Besucher. Nach 86 vor Jahresfrist haben sich diesmal 103 Unternehmen angemeldet. Auch ist die Maintier über das überschaubare Obergeschoss der Halle 1, wo sie vergangenes Jahr untergebracht war, hinausgewachsen. Rund 12 000 Quadratmeter stehen ihr nun zur Verfügung, um außer Tieren auch Produkte für Hunde und Katzen, Meerschweinchen und Hasen, exotische Spinnen oder Leguane sowie allerlei Zubehör zu zeigen. Zudem wartet die Maintier mit einem Schau-Bauernhof mit Nutztieren auf und knüpft mit diesem Angebot an die neue Messe Land & Genuss der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) von Anfang März. Die Messe Frankfurt greift auf den Partner der DLG zurück, allerdings kopiert sie dessen Schau-Bauernhof nicht, wie es heißt. Nicht zuletzt gibt es mehr als 40 Fachvorträge, und wer will, kann sich bei einer Katzenpsychologin Rat holen.
Mit einer Besucherprognose tut sich die Messegesellschaft aber schwer. Denn anders als bei Fachmessen gebe es keine Voranmeldungen, zudem sei eine Publikumsmesse zum Beispiel vom Wetter abhängig. „Wir würden uns über ein Plus von zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr freuen“, sagte Klaus Reinke, Mitglied der Geschäftsleitung. Das Potential an Haustierbesitzern sei in der Region auch groß genug, um langfristig mehr als 20 000 Besucher anzulocken. Geld verdient die Messegesellschaft mit der Maintier noch nicht, wie er auf Nachfrage sagte. „Wir sehen die Maintier als Investment und glauben daran, dass sich etwa die größere Flächen auszahlen wird.“