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Main-Taunus-Kliniken : Hofheims „größte und geräuschärmste Baustelle“

Klinik für 172 Betten: Der Krankenhaus-Neubau in Hofheim soll in einem Jahr fertig sein. Bild: Sick, Cornelia

Das 50 Millionen Euro teure Gebäude für die Main-Taunus-Kliniken bleibt mit dem Richtfest im Zeitplan. Der zweite Bauabschnitt soll unmittelbar folgen.

          Auf der „bedeutendsten Baustelle Hofheims“, so Landrat Michael Cyriax (CDU), ist neun Monate nach der Grundsteinlegung gestern Richtfest mit Hunderten von Gästen gefeiert worden: 8700 Kubikmeter Beton und 1100 Tonnen Stahl sind im ersten Bauabschnitt für das neue Hofheimer Krankenhaus verbaut worden. Die Arbeiten an der Fassade haben schon begonnen, im Erdgeschoss nimmt die Technikzentrale Gestalt an. Bis zu 40 Arbeiter verschiedener Gewerke sind derzeit im Einsatz. Von der 50 Millionen Euro teuren Investition trägt das Land Hessen 30 Millionen Euro; die restlichen 20 Millionen müssen vom Klinikkonzern erwirtschaftet werden.

          Heike Lattka

          Korrespondentin der Rhein-Main-Zeitung für den Main-Taunus-Kreis.

          Cyriax wertete den Neubau als positives Signal für die Zukunft des mehr als 100Jahre alten Krankenhauses in der Kreisstadt. Vieles sei auf dem Krankenhausmarkt im Umbruch, doch der Main-Taunus-Kreis stehe fest zum Hofheimer Krankenhaus: „Diese Klinik ist gesetzt“, sagte er. Mit dem Neubau werde eine Lücke zwischen der medizinischen Versorgung auf hohem Niveau und der nicht zeitgemäßen räumlichen Situation geschlossen, hob der zweite Geschäftsführer der Kliniken, Helmut Krechel, hervor.

          Die größte und geräuschärmste ihrer Art

          Alles laufe planmäßig, versprach gestern Walter Troger, Geschäftsführer des österreichischen Krankenhausdienstleisters Vamed, der gemeinsam mit der Alpine Bau Deutschland und den Main-Taunus-Kliniken das Projekt in Öffentlich-privater Partnerschaft bis Februar nächsten Jahres fertigstellen will. Er lobte die gute Zusammenarbeit mit Ämtern und Behörden - ein Dank, den Hofheims Bürgermeisterin Gisela Stang (SPD) sofort zurückgab: Bei der Krankenhausbaustelle handele es sich nicht nur um die größte, sondern auch um die geräuschärmste ihrer Art, sagte sie. Schließlich befinde sich das Hofheimer Krankenhaus mitten in einem städtischen Wohngebiet.

          Wie berichtet, entsteht während des laufenden Krankenhausbetriebs eine Klinik, die für 172 Betten und 450 Ärzte und Pflegekräfte ausgerichtet ist. Es werden zudem zwölf tagesklinische Plätze angeboten. Zum Akutkrankenhaus gehören die Klinik für Pneumologie und Allgemeine Innere Medizin, die Geriatrie, das Schlafmedizinische Zentrum und die Psychiatrie. Ein weiterer Schwerpunkt ist das Schlaganfallzentrum (Stroke Unit). Eine integrierte Kardiologische Praxis soll sicherstellen, dass auch in Hofheim künftig Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen versorgt werden. Das „Palliative-Care-Team Main-Taunus“, das Menschen mit einer begrenzten Lebenserwartung ambulant betreut, ist ebenfalls im Hofheimer Krankenhaus angesiedelt.

          Eine Diagnostikstraße im Erdgeschoss

          Nach der Fertigstellung beginnt sofort der zweite Bauabschnitt. In dieses vierte Gebäude wird die derzeit in der Fachklinik an der Kurhausstraße untergebrachte Psychiatrie einziehen. Momentan erbringen beide Standorte psychiatrische Leistungen, die künftig am Krankenhaus Hofheim zentriert werden.

          Nach dem baulichen Konzept liegt der zentrale Eingang des neuen Krankenhauses künftig direkt gegenüber dem Parkdeck. Über einen von zwei Pavillons gebildeten Platz gelangen Besucher in die zentrale Eingangshalle, die alle vier Teile miteinander verbindet. Im Erdgeschoss entsteht der Untersuchungs- und Behandlungstrakt, der laut Konzept wie eine Diagnostikstraße aufgebaut ist. Von einer zentralen Leitstelle wird die Behandlung sämtlicher Patienten und Notfälle gesteuert. In den beiden Obergeschossen entstehen die - je nach Fachdisziplin - aus einem oder zwei Pavillons zusammengesetzten Stationen.

          Besucher können sich künftig an einer besonders schönen Aussicht erfreuen: Cafeteria und Konferenzräume befinden sich auf der obersten Ebene mit Sicht auf Stadt und Taunuslandschaft.

          Quelle: F.A.Z.

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