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Bistum öffnet Bischofssitz : Schöner wohnen in Limburg

  • Aktualisiert am

Zimmer mit Ausblick. Bei einem Rundgang für Medienvertreter gab es Einblicke in die einstige Privatwohnung des früheren Bischofs Tebartz-van Elst. Bild: dpa

Beste Lage auf dem Limburger Domberg, viel Platz und eine hochwertige Ausstattung: Erstmals konnte die Wohnung des früheren Bischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst besichtigt werden. Mit der neuen Offenheit will das Bistum ein weiteres Zeichen für den Neuanfang setzen.

          Das Bistum Limburg hat am Freitag für Journalisten erstmals die Türen des wegen seiner hohen Kosten umstrittenen Bischofshauses und der Bischofswohnung geöffnet. Wolfgang Rösch, Ständiger Vertreter des Apostolischen Administrators, stellte dabei ein Konzept für die vorläufige Nutzung des Bischofshauses vor. Dies solle ein erster Schritt zur „Entmystifizierung und Entzauberung“ des Hauses sein, heißt es in einer Mitteilung den Bistums.

          „Wir haben das Vertrauen vieler Menschen verloren“, sagte Rösch. Nicht wenige hätten die Kirche verlassen. „Jetzt sind wir gefordert, Vertrauen und Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen.“ Das Bischofshaus in Limburg sei für viele zum Symbol des Anstoßes geworden und habe über Monate hinweg für Schlagzeilen gesorgt. Es besitze „seinen eigenen Charme und seine eigene Ästhetik“. Nun solle es für immer mehr Menschen erschlossen und ein wichtiger Ort für das Bistum Limburg werden.

          Führungen für kirchliche Gruppen ab April

          Als erste wichtige Maßnahme zur Öffnung nannte Rösch Führungen. Im Dezember und Januar seien bereits die Mitarbeiter des Bischöflichen Ordinariats durch das Bischofshaus geführt worden. Nach den Journalisten und Medienvertretern sollen ab April kirchliche Gruppen aus dem Bistum an Führungen teilnehmen können. Auch werde es dort künftig Bildungs- und Kulturveranstaltungen geben.

          Die katholische Akademie Rabanus Maurus im Haus am Dom in Frankfurt und die katholische Erwachsenenbildung seien wichtige Partner für theologische, kulturelle und spirituelle Veranstaltungen. Auch für Festlichkeiten wie das Kreuzfest im September, die Nacht der offenen Kirchen in Limburg sowie für interne Veranstaltungen und Sitzungen kirchlicher Gremien werde das Haus genutzt werden.

          Quelle: epd

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