Home
http://www.faz.net/-gzg-76207
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER

Landtagswahlen Hessische CDU plant für Doppelwahl

Zu Beginn des Superwahljahres geht die Hessen-CDU in Klausur. Wir sind stark, sagt Landeschef Bouffier. Allerdings gelte es, keine Stimme zu verschenken - auch nicht an den Partner FDP.

© dapd Vergrößern Zuversichtlich: Ministerpräsident Volker Bouffier will mit der CDU als stärkster Kraft die Landtagswahlen gewinnen.

Die Führung der hessischen CDU plant auf einer Klausurtagung in Marburg für die Doppelwahl in Bund und Land im Herbst. „Unser Ziel ist klar: Die CDU soll aus beiden Wahlen (...) klar als stärkste Kraft hervorgehen“, sagte der Landesvorsitzende, Ministerpräsident Volker Bouffier, zum Auftakt am Freitag.

An dem zweitägigen Treffen nehmen etwa 120 CDU-Politiker teil, darunter der Landesvorstand und die Abgeordneten aus Landtag, Bundestag und Europaparlament. Am Samstag kommt auch CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe nach Marburg. Bundestag und hessischer Landtag werden voraussichtlich am 22. September gewählt.

Lehren aus Niedersachsen-Wahl ziehen

Bouffier kündigte an, Lehren aus der Niedersachsen-Wahl zu ziehen. Dort hatte das schwarz-gelbe Regierungslager vergangenen Sonntag knapp gegen Rot-Grün verloren. Auch in Hessen sehen Meinungsforscher SPD und Grüne vorn, der Vorsprung schrumpft aber.

„Unsere Umfragewerte steigen permanent an“, sagte Bouffier. „CDU und FDP haben eine klare Machtperspektive. Die von David McAllister und seiner Partei vollzogene Aufholjagd war beeindruckend und macht uns Mut für die Zukunft.“ Leihstimmen für die FDP, die in Niedersachsen den Machtverlust bedeuteten, werde es in Hessen nicht geben. „Wir werden sowohl für die Erst- als auch die Zweitstimmen kämpfen.“

Doppelwahl als Richtungsentscheid

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Christean Wagner nannte die kommende Doppelwahl einen Richtungsentscheid. „In Hessen und Deutschland darf es keine linke Mehrheit geben, weil das schädlich für unser Land wäre“, sagte er. „Die SPD in Hessen will den Systemwechsel in der Bildung und die Gymnasien abschaffen“. Auf der Klausur soll eine „Marburger Erklärung“ zu den wichtigsten Themen der Bundes- und Landespolitik verabschiedet werden.

Mehr zum Thema

Quelle: LHE

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Bundesratspräsident Bouffier Finanzen, Asyl und Einheitsfest

Am 1. November wird Volker Bouffier (CDU) für ein Jahr Präsident des Bundesrats. Für diese Zeit hat er sich vier Themen vorgenommen. Mehr Von Ralf Euler, Wiesbaden

23.09.2014, 11:00 Uhr | Rhein-Main
Ministerpräsidentin Lieberknecht zum Wahlsieg

Die CDU ist wie erwartet als stärkste Kraft aus den Landtagswahlen in Thüringen hervorgegangen. Christine Lieberknecht zum Ergebnis der Union und ihrem Regierungsauftrag. Mehr

14.09.2014, 19:34 Uhr | Politik
Wilhelm-Leuschner-Medaille Kanzlerin Merkel bekommt höchste hessische Auszeichnung

Angela Merkel wird die 220. Trägerin der Wilhelm-Leuschner-Medaille. Für ihre Verdienste um Freiheit und Demokratie soll die Bundeskanzlerin Hessens höchste Auszeichnung erhalten. Mehr

26.09.2014, 12:39 Uhr | Rhein-Main
Die CDU gewinnt in Thüringen, die SPD in Brandenburg

Die CDU von Ministerpräsidentin Lieberknecht hat die Wahl in Thüringen gewonnen. Nach Prognosen von ARD und ZDF bleibt aber unklar, ob die Union an der Macht bleibt. In Brandenburg hat die SPD unter Ministerpäsident Woidke gewonnen. Mehr

14.09.2014, 18:46 Uhr | Politik
Marburger Leuchtturmprojekt Partikeltherapie soll Ende 2015 in Betrieb gehen

Jahrelang hat sich der Starttermin verzögert, nun steht er fest: In der Partikeltherapie-Anlage in Marburg sollen im Oktober 2015 die ersten Krebspatienten behandelt werden. Mehr

24.09.2014, 14:33 Uhr | Rhein-Main
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 25.01.2013, 17:15 Uhr

Auf das Erdgas kommt es an

Von Manfred Köhler

In Frankfurt ist es so: Die Lasten tragen diejenigen, die mit Erdgas heizen, weil allein an ihnen der städtische Versorger Mainova noch richtig verdient. Sie finanzieren mithin die defizitären Bäder wie auch Bahnen und Busse. Mehr 2