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Veröffentlicht: 25.01.2013, 17:15 Uhr

Landtagswahlen Hessische CDU plant für Doppelwahl

Zu Beginn des Superwahljahres geht die Hessen-CDU in Klausur. Wir sind stark, sagt Landeschef Bouffier. Allerdings gelte es, keine Stimme zu verschenken - auch nicht an den Partner FDP.

© dapd Zuversichtlich: Ministerpräsident Volker Bouffier will mit der CDU als stärkster Kraft die Landtagswahlen gewinnen.

Die Führung der hessischen CDU plant auf einer Klausurtagung in Marburg für die Doppelwahl in Bund und Land im Herbst. „Unser Ziel ist klar: Die CDU soll aus beiden Wahlen (...) klar als stärkste Kraft hervorgehen“, sagte der Landesvorsitzende, Ministerpräsident Volker Bouffier, zum Auftakt am Freitag.

An dem zweitägigen Treffen nehmen etwa 120 CDU-Politiker teil, darunter der Landesvorstand und die Abgeordneten aus Landtag, Bundestag und Europaparlament. Am Samstag kommt auch CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe nach Marburg. Bundestag und hessischer Landtag werden voraussichtlich am 22. September gewählt.

Lehren aus Niedersachsen-Wahl ziehen

Bouffier kündigte an, Lehren aus der Niedersachsen-Wahl zu ziehen. Dort hatte das schwarz-gelbe Regierungslager vergangenen Sonntag knapp gegen Rot-Grün verloren. Auch in Hessen sehen Meinungsforscher SPD und Grüne vorn, der Vorsprung schrumpft aber.

„Unsere Umfragewerte steigen permanent an“, sagte Bouffier. „CDU und FDP haben eine klare Machtperspektive. Die von David McAllister und seiner Partei vollzogene Aufholjagd war beeindruckend und macht uns Mut für die Zukunft.“ Leihstimmen für die FDP, die in Niedersachsen den Machtverlust bedeuteten, werde es in Hessen nicht geben. „Wir werden sowohl für die Erst- als auch die Zweitstimmen kämpfen.“

Doppelwahl als Richtungsentscheid

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Christean Wagner nannte die kommende Doppelwahl einen Richtungsentscheid. „In Hessen und Deutschland darf es keine linke Mehrheit geben, weil das schädlich für unser Land wäre“, sagte er. „Die SPD in Hessen will den Systemwechsel in der Bildung und die Gymnasien abschaffen“. Auf der Klausur soll eine „Marburger Erklärung“ zu den wichtigsten Themen der Bundes- und Landespolitik verabschiedet werden.

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Quelle: LHE

 

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