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Land verkauft Grundstücke Frankfurt School of Finance will bis 2016 umziehen

 ·  Die Frankfurt School of Finance and Management möchte 2016 ihren neuen Campus im Frankfurter Nordend beziehen. Das Land verkauft der Hochschule Grundstücke, die Stadt ist an ihrem Gebäude im Ostend interessiert.

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Die Frankfurt School of Finance and Management möchte 2016 ihren neuen Campus im Frankfurter Nordend beziehen. Das teilten  Hochschulpräsident Udo Steffens und der hessische Finanzminister Thomas Schäfer (CDU) mit. Das Land hat der privaten Hochschule die Grundstücke Adickesallee 32 bis 34 und 36 verkauft; in den dortigen Gebäuden hatten früher unter anderen die Oberfinanzdirektion, das Sozial- und das Landesarbeitsgericht ihren Sitz. Im Vertrag wurde ein vorläufiger Kaufpreis von 6,3 Millionen Euro vereinbart. Das Land wird die Kosten für den Abriss der alten Gebäude in Höhe von voraussichtlich 3,7Millionen Euro übernehmen. Der Kaufpreis kann sich noch ändern, wenn die Abriss- und Entsorgungskosten höher ausfallen. Finanzhilfen für den Bau ihres neuen Domizils bekomme die Frankfurt School nicht, hoben Steffens und Schäfer hervor.

Wie berichtet, will die Hochschule ihren bisherigen Standort an der Sonnemannstraße im Frankfurter Ostend aufgeben, weil dort der Platz knapp wird. Derzeit hat die Frankfurt School gut 1100 Vollzeitstudenten und 400 Mitarbeiter; nach Steffens’ Worten sollen die Zahlen in den nächsten Jahren auf etwa 1800 Studenten und 600 Mitarbeiter steigen. Das Gebäude an der Sonnemannstraße gehöre einer Objektgesellschaft der Commerzbank. Die Frankfurt School plane, diese Gesellschaft zu übernehmen, so dass sie dann auch über das Gebäude verfügen könnte. Mit der Stadt Frankfurt, die Interesse an einem Erwerb bekundet habe, seien schon erste Gespräche geführt worden.

Kosten des Bauprojekts offen

Für den Neubau auf dem gut 30000 Quadratmeter großen Gelände an der Adickesallee habe die Frankfurt School einen internationalen Architektenwettbewerb ausgeschrieben, so Steffens weiter. Die Ergebnisse würden im nächsten Frühjahr vorgestellt. Zu den Kosten des Bauprojekts wollte der Präsident noch keine Angaben machen. Um es zu finanzieren, stünden der Hochschule „nennenswerte Eigenmittel“ zur Verfügung. Außerdem werde man Darlehen aufnehmen, „wie ein Familienvater, der ein Haus baut“.

Das Gebäude der früheren Oberfinanzdirektion, errichtet in den Jahren 1954 und 1955, steht unter Denkmalschutz. Die Denkmalpfleger wollen einem Abriss aber zustimmen, weil das Hochhaus nach einer fehlerhaften Sanierung in den siebziger Jahren mit giftigem Naphthalin verseucht und nicht mehr zu retten ist. Der sogenannte Präsidialvorbau soll aber erhalten bleiben.

Engagiert im Standortmarketingverein

Die Frankfurt School of Finance and Management ist 2007 aus der Zusammenlegung der Bankakademie und der Hochschule für Bankwirtschaft hervorgegangen. Sie bildet zum einen Bankfachwirte aus, bietet aber auch berufsbegleitende Studiengänge für Bankangestellte und Fortbildungsseminare an. Die Hochschule ist eng mit den Frankfurter Kreditinstituten verwoben. Seit der Zusammenlegung wird sie von einer Stiftung getragen, in deren Rat Vorstandsvorsitzende und -mitglieder großer Banken sitzen, wie Rainer Neske von der Deutschen Bank und Wolfgang Kirsch von der DZ-Bank. Vorsitzender ist Klaus-Peter Müller, Aufsichtsratschef der Commerzbank. Er war auch die treibende Kraft hinter dem Zusammenschluss 2007.

Die Hochschule engagiert sich in dem Standortmarketingverein Frankfurt Main Finance und kooperiert projektbezogen mit verschiedenen Einrichtungen der Stadt, darunter auch die Goethe-Universität. Gemeinsam mit dem Deutschen Aktien-Institut bietet die Schule zum Beispiel Fortbildungen für Aufsichtsräte an.

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