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Verwaltungsgerichtshof : Lärm-Gegner: Nordwestbahn teilweise schließen

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Risikoträchtig: Unsichtbare Turbulenzen, die jedes Flugzeug in der Luft erzeugt Bild: dpa

Die Stadt Flörsheim sieht in den Wirbelschleppen von Flugzeugen eine Gefahr für ihre Bürger und fordert ein teilweises Landeverbot auf dem Frankfurter Flughafen. Das Land Hessen wehrt sich. Das Gericht hat noch nicht entschieden.

          Der Ausbau des Frankfurter Flughafens und seine Auswirkungen haben einmal mehr die hessische Justiz beschäftigt. Vor dem Hessischen Verwaltungsgerichtshof (VGH) in Kassel beantragte die Anrainerkommune Flörsheim am Dienstag ein teilweises Landeverbot von Flugzeugen von mehr als 136 Tonnen Gewicht auf der neuen Nordwest-Landebahn.

          Grund dafür ist das Risiko sogenannter Wirbelschleppen, unsichtbarer Turbulenzen, die jedes Flugzeug in der Luft erzeugt. Sie haben schon mehrfach Schäden an Häusern im Umfeld des größten deutschen Flughafens angerichtet. Laut einem Gutachten der Stadt Flörsheim geht es rechnerisch um vier Fälle im Jahr.

          Gegenseitige Vorwürfe

          Sowohl das Land Hessen als Beklagte als auch die beigeladene Betreiberin Fraport AG sehen durch eine Einschränkung das Gesamtkonzept des Flughafens gefährdet. In der Verhandlung warfen sich die Experten der Parteien gegenseitig Ungenauigkeiten bei der Erstellung von Gutachten vor. „Ein Nullrisiko wird nicht zu erreichen sein. Die Frage ist, wann ein Risiko nicht mehr unzumutbar ist“, stellte die Vorsitzende Richterin klar. Zu Prozessbeginn hatten rund 30 Flughafengegner vor dem VGH demonstriert.

          Die Verhandlung soll am Mittwoch fortgesetzt werden. Dann soll auch die Klage Flörsheims gegen den Planfeststellungsbeschluss wegen des Flughafenbetriebs in den sogenannten Nachtrandstunden behandelt werden. Ein Urteil zu den beiden Fragen könnte auch erst am Donnerstag fallen. Die Kommune hatte eine Vielzahl von Klagen eingereicht. Einen Großteil hatte der VGH bereits Ende März in einem Teilbeschluss abgewiesen.

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