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Kulturelle Begegnung Fremd im eigenen Land

 ·  Junge Migranten diskutieren mit Grünen-Parteichef Cem Özdemir. Viele wollen einfach nur das Beste aus ihren Möglichkeiten machen.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (9)

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S. Neumann

Zuviel Reden, zuwenig Handeln

Mir wird - auch dazu - hierzulande viel zuviel geredet und viel zuwenig gehandelt, übrigens genauso von denen, die Integration wie eine Monstranz propagieren, wie von denen, die Integration aus Intoleranz ablehnen. "Dazwischen" sind genau die Stimmen und Erfahrungen, eben die Praxis(!) derjenigen wichtig, die im Alltag (mit) Integration leben, in dem sie bei der Sache bleiben, unabhängig davon, woher jemand kommt, anstatt allzu oft emotional zu werden. Deutschland ist ein Rechtsstaat (an alle), ein Einwanderungsland (liebe deutschstämmige Wagenburgler) mit einer offenen Gesellschaft (liebe Integrationsunwillige).

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TOBIAS RÜGER
TOBIAS RÜGER (t.ruger) - 22.11.2012 14:41 Uhr

Im privaten Gespräch weisen es Menschen nicht-deutscher Herkunft

oftmals entrüstet von sich, Deutsche zu sein. Nein, damit, so heißt es dann immer wieder wie auswendig gelernt, könne man sich nicht identifizieren. Müßig, zu klären ob die bösen Deutschen daran schuld sind oder viele Zuwanderer einfach zu eitel an ihrer Herkunftsidentität kleben. Fakt ist, dass in der BRD theoretisch jedem Menschen alle Bildungs- sowie wirtschaftliche Entfaltungswege offenstehn.
Aber irgendwie hat es sich eingebürgert, die Schuld für jegliche Integrationprobleme erstmal bei der angestammten Bevölkerung zu suchen. Diese Mechanismen scheint auch Özdemir bedienen zu wollen.
Ich persönlich bin übrigens der Meinung, dass die Integration von Amerikanern, Asiaten sowie sog. Schwarzafrikanern alles in allem recht unproblematisch vonstatten geht. Allein bei Zuwanderen aus dem Orient scheint es immer wieder zu den bekannten Problemen zu kommen. Dass Özdemir in diesem Zusammenhang Denkverbote anmahnt, spricht m.E. eher für Klienteldenken als für eine solide Herangehensweise.

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Andrea Fink

Unsere Steuern

Integration in Deutschland hat zwei Seiten: Migranten suchen Aufnahme, Eingliederung in das Erwerbsleben, Anteilnahme am gesellschaftlichen Leben. Das Einwanderungsland muss Angebote machen: Sprachkurse, Erwerbstätigkeit, Bildung, Fortbildung, aber auch pädagogische Unterstützung und Gewaltprävention in Jugend- und Familienarbeit.
Solange in Integrationskursen auf muslimische Frauen Druck ausgeübt wird, ihre Kopftücher abzulegen, 'Sie können so nicht richtig hören', solange andere Mütter im Wartezimmer des Kinderarztes von Ausländerinnen abrücken und ihre Kinder zurückpfeifen, solange Ausländerinnen in Kaufhäusern der Weg zur Toilette nicht gezeigt wird, usw., solange kann nicht einmal ansatzweise von einem Integrationswillen von deutscher Seite gesprochen werden.
Einem arabischen Sprachkursteilnehmer, voll erwerbstätig, der bei dem Thema Arbeit, Steuern, etc. von 'unseren Steuern' sprach wurde beschieden, es seien nicht 'unsere Steuern', er sei kein Deutscher, sondern Ausländer!

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Alina Duesselman

Deutschland ist nicht das eigene Land der Eingewanderten,

das sage ich als Eingewanderte. Man soll schon etwas Respekt und Bescheidenheit mitbringen, und nicht nur irgendwelche Forderungen und Ansprüche. Als Migrant soll man sich damit abfinden, evtl. kein eigenes Land mehr zu haben, was nicht weiter schlimm ist. Man kann jedoch dafür sorgen, dass für die nächste Generation Deutschland das "eigene" Land wird. Wenn jedoch Grüne mit ihren Konzepten wieder an der Macht sind, werden bald wohl Deutsche selbst zu fremden im eigenen Land.

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Lena Naujoks
Lena Naujoks (LenaNau) - 21.11.2012 23:13 Uhr

Augenwischerei

Jedermit den entprechenden Voraussetzungen kann die deutsche Staatsbürgerschaft erwerben. Wer Türke bleiben will, kann das gerne tun. Solange er sich selbst ernähren kann und nicht kriminell auffällig wird, kann er gerne hier leben.

Noch etwas: Diese ganzen traurigen Geschichtschen über Abitur und Studium. Seit wann haben wir einen Mangel an Politkwissenschaftsstudenten? Wer von diesen Leuten macht etwas Richtiges? Eine handwerkliche Aubildung, eine Ausbildung zur Krankenschweste/Altepleger. DAS brauchen wir! Was sollen wir mit einem afrikanischen Politikwissenschaftler. So viele Jobs gibt es in der Migrationsindustrie nicht!

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Martin Enzinger

Und wenn eine Religion den kompletten Tagesablauf vorschreibt?

Wann man aufzustehen, zu beten, zu essen hat,
welche Hand die "unreine" ist (Linkshänderdiskriminierung!),
wie eine Frau sich zu kleiden hat,
was man essen und trinken darf und was nicht,
wen man heiraten darf etc....

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Alina Duesselman

Was ist Deutsch?

die Grünen würden jetzt sagen, deutsch ist, wer die deutsche Staatsbürgerschaft hat. Wenn ich also in China geboren bin und die chinesische Staatsbürgerschaft bekomme, bin ich Chinesin, dann ziehe ich nach Deutschland, werde Deutsche, nach dem Studium ziehe ich nach Nigeria - werde Nigerianerin und zum Lebensende nach Afganistan, um Afganin zu werden. Und wenn Afganen eine Deutsch-Chinesin-Nigerianerin trotz der afganischen Staatsbürgerschaft nicht noch zusätzlich als Afganerin akzeptieren, dann ist es natürlich Fremdenfeindlichkeit.. Was ist, wenn ich aus Syrien nach Deutschland einwandere, deutsche Staatsbürgerschaft bekomme, die ganze Zeit unter Syrern bleibe, und dann mit der deutschen Staatsbürgerschaft nach Syrien zurückfahre. Bin ich dann auch deutsch in Syrien mit meiner parallelen syrischen Staatsbürgerschaft? Warum sollen multistaatsbürgerschaften die Integrationsbereitschaft fördern? ganz simple Fragen, die mir spontan in den Sinn kommen die sich vermutlich Cem nicht stellt.

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Julius Calvelage
Julius Calvelage (julca) - 21.11.2012 20:54 Uhr

Grüne Realitätsverweigerung

"Grünen-Parteichef Cem Özdemir warb dafür, Probleme künftig nicht mehr auf die Ethnie oder Religion zu beziehen, sondern nach sozialen Gründen zu suchen."

Eine vollkommen absurde Idee. Um "Probleme" umfassend analysieren zu können, sollte jedes Merkmal einer Bevölkerungsgruppe berücksichtigt werden, wenn vernünftige und wirksame Lösungen angestrebt werden. Es wäre doch geradezu blödsinnig zu glauben, jeden Konflikt zwischen türkisch- und kurdischstämmigen Migranten lösen zu können, ohne dabei die Geschichte der beiden Ethnien mit einzubeziehen.

Denkverbote sollten in einer Demokratie keinen Platz haben, auch wenn sie die eigene Ideologie wahrer erscheinen lassen. Die Grünen sollten das beachten.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 21.11.2012 23:36 Uhr
Oezguer Dalli
Oezguer Dalli (Durmus) - 21.11.2012 23:36 Uhr

Fremd im eigenen Land

In diesem Beitrag geht es um Menschen mit "Migrationshintergrund" die sich als Deutsche sehen und größten teils mit der Deutschen Kultur aufgewachsen sind aber nicht als solche akzeptiert werden! Wer Integration fordert muß auch Integrieren können! Jemanden der sich als Deutscher fühlt aber nicht arisch genug aussieht gleich nach seinem Ursprung ( Geschichte und Ethik ) zu befragen finde ich sehr traurig und bedenklich!
Wir stammen alle vom Fisch ab:) empfehle( Das Tier in dir Dir auf 3 SAT ) zu schauen

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