21.11.2012 · Junge Migranten diskutieren mit Grünen-Parteichef Cem Özdemir. Viele wollen einfach nur das Beste aus ihren Möglichkeiten machen.
Von Kathrin Klette, FrankfurtRichtlinien für Lesermeinungen
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Mir wird - auch dazu - hierzulande viel zuviel geredet und viel zuwenig gehandelt, übrigens genauso von denen, die Integration wie eine Monstranz propagieren, wie von denen, die Integration aus Intoleranz ablehnen. "Dazwischen" sind genau die Stimmen und Erfahrungen, eben die Praxis(!) derjenigen wichtig, die im Alltag (mit) Integration leben, in dem sie bei der Sache bleiben, unabhängig davon, woher jemand kommt, anstatt allzu oft emotional zu werden. Deutschland ist ein Rechtsstaat (an alle), ein Einwanderungsland (liebe deutschstämmige Wagenburgler) mit einer offenen Gesellschaft (liebe Integrationsunwillige).
Im privaten Gespräch weisen es Menschen nicht-deutscher Herkunft
oftmals entrüstet von sich, Deutsche zu sein. Nein, damit, so
heißt es dann immer wieder wie auswendig gelernt, könne man
sich nicht identifizieren. Müßig, zu klären ob die
bösen Deutschen daran schuld sind oder viele Zuwanderer einfach zu
eitel an ihrer Herkunftsidentität kleben. Fakt ist, dass in der BRD
theoretisch jedem Menschen alle Bildungs- sowie wirtschaftliche
Entfaltungswege offenstehn.
Aber irgendwie hat es sich eingebürgert, die Schuld für
jegliche Integrationprobleme erstmal bei der angestammten
Bevölkerung zu suchen. Diese Mechanismen scheint auch Özdemir
bedienen zu wollen.
Ich persönlich bin übrigens der Meinung, dass die Integration
von Amerikanern, Asiaten sowie sog. Schwarzafrikanern alles in allem
recht unproblematisch vonstatten geht. Allein bei Zuwanderen aus dem
Orient scheint es immer wieder zu den bekannten Problemen zu kommen.
Dass Özdemir in diesem Zusammenhang Denkverbote anmahnt, spricht
m.E. eher für Klienteldenken als für eine solide
Herangehensweise.
Integration in Deutschland hat zwei Seiten: Migranten suchen Aufnahme,
Eingliederung in das Erwerbsleben, Anteilnahme am gesellschaftlichen
Leben. Das Einwanderungsland muss Angebote machen: Sprachkurse,
Erwerbstätigkeit, Bildung, Fortbildung, aber auch pädagogische
Unterstützung und Gewaltprävention in Jugend- und
Familienarbeit.
Solange in Integrationskursen auf muslimische Frauen Druck ausgeübt
wird, ihre Kopftücher abzulegen, 'Sie können so nicht richtig
hören', solange andere Mütter im Wartezimmer des Kinderarztes
von Ausländerinnen abrücken und ihre Kinder
zurückpfeifen, solange Ausländerinnen in Kaufhäusern der
Weg zur Toilette nicht gezeigt wird, usw., solange kann nicht einmal
ansatzweise von einem Integrationswillen von deutscher Seite gesprochen
werden.
Einem arabischen Sprachkursteilnehmer, voll erwerbstätig, der bei
dem Thema Arbeit, Steuern, etc. von 'unseren Steuern' sprach wurde
beschieden, es seien nicht 'unsere Steuern', er sei kein Deutscher,
sondern Ausländer!
Deutschland ist nicht das eigene Land der Eingewanderten,
das sage ich als Eingewanderte. Man soll schon etwas Respekt und Bescheidenheit mitbringen, und nicht nur irgendwelche Forderungen und Ansprüche. Als Migrant soll man sich damit abfinden, evtl. kein eigenes Land mehr zu haben, was nicht weiter schlimm ist. Man kann jedoch dafür sorgen, dass für die nächste Generation Deutschland das "eigene" Land wird. Wenn jedoch Grüne mit ihren Konzepten wieder an der Macht sind, werden bald wohl Deutsche selbst zu fremden im eigenen Land.
Jedermit den entprechenden Voraussetzungen kann die deutsche
Staatsbürgerschaft erwerben. Wer Türke bleiben will, kann das
gerne tun. Solange er sich selbst ernähren kann und nicht kriminell
auffällig wird, kann er gerne hier leben.
Noch etwas: Diese ganzen traurigen Geschichtschen über Abitur und
Studium. Seit wann haben wir einen Mangel an
Politkwissenschaftsstudenten? Wer von diesen Leuten macht etwas
Richtiges? Eine handwerkliche Aubildung, eine Ausbildung zur
Krankenschweste/Altepleger. DAS brauchen wir! Was sollen wir mit einem
afrikanischen Politikwissenschaftler. So viele Jobs gibt es in der
Migrationsindustrie nicht!
Und wenn eine Religion den kompletten Tagesablauf vorschreibt?
Wann man aufzustehen, zu beten, zu essen hat,
welche Hand die "unreine" ist (Linkshänderdiskriminierung!),
wie eine Frau sich zu kleiden hat,
was man essen und trinken darf und was nicht,
wen man heiraten darf etc....
die Grünen würden jetzt sagen, deutsch ist, wer die deutsche Staatsbürgerschaft hat. Wenn ich also in China geboren bin und die chinesische Staatsbürgerschaft bekomme, bin ich Chinesin, dann ziehe ich nach Deutschland, werde Deutsche, nach dem Studium ziehe ich nach Nigeria - werde Nigerianerin und zum Lebensende nach Afganistan, um Afganin zu werden. Und wenn Afganen eine Deutsch-Chinesin-Nigerianerin trotz der afganischen Staatsbürgerschaft nicht noch zusätzlich als Afganerin akzeptieren, dann ist es natürlich Fremdenfeindlichkeit.. Was ist, wenn ich aus Syrien nach Deutschland einwandere, deutsche Staatsbürgerschaft bekomme, die ganze Zeit unter Syrern bleibe, und dann mit der deutschen Staatsbürgerschaft nach Syrien zurückfahre. Bin ich dann auch deutsch in Syrien mit meiner parallelen syrischen Staatsbürgerschaft? Warum sollen multistaatsbürgerschaften die Integrationsbereitschaft fördern? ganz simple Fragen, die mir spontan in den Sinn kommen die sich vermutlich Cem nicht stellt.
"Grünen-Parteichef Cem Özdemir warb dafür, Probleme
künftig nicht mehr auf die Ethnie oder Religion zu beziehen,
sondern nach sozialen Gründen zu suchen."
Eine vollkommen absurde Idee. Um "Probleme" umfassend
analysieren zu können, sollte jedes Merkmal einer
Bevölkerungsgruppe berücksichtigt werden, wenn
vernünftige und wirksame Lösungen angestrebt werden. Es
wäre doch geradezu blödsinnig zu glauben, jeden Konflikt
zwischen türkisch- und kurdischstämmigen Migranten lösen
zu können, ohne dabei die Geschichte der beiden Ethnien mit einzubeziehen.
Denkverbote sollten in einer Demokratie keinen Platz haben, auch wenn
sie die eigene Ideologie wahrer erscheinen lassen. Die Grünen
sollten das beachten.
Fremd im eigenen Land
In diesem Beitrag geht es um Menschen mit
"Migrationshintergrund" die sich als Deutsche sehen und
größten teils mit der Deutschen Kultur aufgewachsen sind aber
nicht als solche akzeptiert werden! Wer Integration fordert muß
auch Integrieren können! Jemanden der sich als Deutscher fühlt
aber nicht arisch genug aussieht gleich nach seinem Ursprung (
Geschichte und Ethik ) zu befragen finde ich sehr traurig und
bedenklich!
Wir stammen alle vom Fisch ab:) empfehle( Das Tier in dir Dir auf 3 SAT
) zu schauen