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Veranstaltungen Bob Dylan, Sting und Horst Köhler

 ·  Was das neue Jahr an Überraschungen bringen wird, weiß nur das Schicksal. Von dem, was uns während des neuen Jahrs in Rhein-Main an Veranstaltungen erwartet, hier eine kleine, unvollständige Auswahl.

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Was das neue Jahr an Überraschungen bringen wird, weiß nur das Schicksal. Von dem, was jetzt schon in den Veranstaltungskalendern steht, hier eine kleine, unvollständige Auswahl.

Politik

Nach Bundestags- und Kommunalwahl (2005 und 2006) sowie vor der Landtagswahl (2008) werden im Jahr 2007 in den beiden wichtigsten hessischen Städten die Oberbürgermeister direkt gewählt: in Frankfurt und in der Landeshauptstadt Wiesbaden. Die Frankfurter bestimmen am 28. Januar ihr Stadtoberhaupt; eine eventuelle Stichwahl fiele auf den 11. Februar. Die Wiesbadener entscheiden am 11. März über den Sessel des Verwaltungschefs. Außerdem gibt es zahlreiche Bürgermeisterwahlen, unter anderem in Niedernhausen (4. März), Hofheim (22. April), Oestrich-Winkel (13. Mai), Dietzenbach (11. Juni) und Taunusstein (2. September). Spätestens nach den Sommerferien beginnt außerdem der Wahlkampf um den Landtag. Nach und nach werden die Parteien ihre Kandidatenlisten vorstellen.

Bälle

Der Februar ist nicht nur der Fastnachts-, sondern auch der Ball-Monat. Neben vielen kleineren teilen sich der „Ball des Sports“ – in diesem Jahr erstmals wieder in Wiesbaden – und der Frankfurter Opernball in der Alten Oper die Gunst der tanzfreudigen Gesellschaft. Prominenz aus Sport, Politik und Wirtschaft trifft sich am 3. Februar nach fünfjährigem Gastspiel in Frankfurt in den gerade erst renovierten Wiesbadener Rhein-Main-Hallen zum Benefiz-Ball. Bundespräsident Horst Köhler hat als Schirmherr sein Kommen zugesagt und soll den Ball, der das Motto „Wettkampf-Welten“ trägt, eröffnen. Rund 1800 Gäste erwartet die Stiftung Deutsche Sporthilfe zu dem schon jetzt ausverkauften Ereignis. Johannes B. Kerner moderiert, Stargast ist Pop-Idol Ronan Keating.

Drei Wochen später, am 24. Februar, wird in der Frankfurter Alten Oper der 25. Opernball gefeiert. Unter dem Motto „Das Leben ist schön – es lebe das Leben“ soll der Fastenzeit zum Trotz bis unters Dach des Hauses getanzt werden. Mit den Stargästen Boney M. und Kim Wilde sowie der Günter Noris Big Band hat Veranstalter Manfred Pasenau das passende Programm organisiert. Als Gäste werden viele Landespolitiker, aber auch allerhand Prominenz aus dem Showgeschäft erwartet.

Rock und Pop

Pop- und Rockkonzerte bietet das neue Jahr reichlich. Über die Wichtigkeit der Sänger und Bands lässt sich streiten, die vermeintlich bekanntesten Künstler und ihre Auftrittstermine in den ersten sechs Monaten des Jahres 2007 seien hier genannt – für die zweite Jahreshälfte sind viele Stars noch nicht gebucht. Am 4. Februar zum Beispiel gastieren „Snow Patrol“ im Capitol in Offenbach, am 27. Februar tritt Sting in der Jahrhunderthalle auf; dort singen auch Nelly Furtado (10. März) und Lionel Richie (13. April). Für die jüngeren Popmusikfreunde spielen Tokio Hotel (15. April) in der Frankfurter Festhalle, für Musikliebhaber jeden Alters kommt Bob Dylan am 21. April in die Jahrhunderthalle. Beyoncé Knowles tritt am 30. April dort ebenfalls auf, Justin Timberlake gastiert am 28. Mai in der Festhalle, Herbert Grönemeyer am 5. Juni in der Commerzbank-Arena.

Sport

Angenommen, die Eintracht gewänne alle Rückrundenpartien und würde nach dem letzten Bundesliga-Spieltag am 19. Mai deutscher Fußballmeister sein, dann könnte dieses Sportjahr für die Rhein-Main-Region doch noch spektakulär werden. Wenn die Eintracht aber so weiterspielt wie bisher und am Ende der Saison einen soliden Mittelfeldplatz belegt, muss dieses Sportjahr als mäßig gelten – gerade nach dieser fantastischen Fußball-WM 2006. Natürlich gibt es Marathonläufe, den in Mainz am 6. Mai und den in Frankfurt am 28. Oktober. Und selbstverständlich werden sich auch die weltbesten Triathleten wieder in Frankfurt messen, beim „Ironman“ am 1. Juli. Aber sonst? Es gibt das oft gut besetzte Radrennen „Rund um den Henninger-Turm“ am 1. Mai und das Qualifikationsspiel zur Fußball-Europameisterschaft am 21. November zwischen Deutschland und Wales in der Commerzbank-Arena. Doch das allein macht das Jahr 2007 noch nicht zu einem Sportjahr. Also: Entweder muss die Eintracht nächste Saison in der Champions League kicken – oder wenigstens die Offenbacher Kickers in der ersten Liga.

Klassische Musik

In der Alten Oper mangelt es in der ersten Jahreshälfte nicht an großen Namen: Am 10. Februar spielt Anne-Sophie Mutter zugunsten eines rumänischen Mädchenheims Werke von Bach und Tartini. Im März gastiert Mezzosopranistin Waltraud Meier, am 11. Mai spielen die New Yorker Philharmoniker unter ihrem Dirigenten Lorin Maazel mit der Violonistin Julia Fischer Werke von Dvoák, Brahms und Bartók. In der Frankfurter Oper am Willy-Brandt-Platz stehen in der ersten Jahreshälfte nicht weniger als neun Premieren im Spielplan, unter anderem „Tannhäuser“, „Die Hochzeit des Figaro“ und „Simon Boccanegra“. Bei mindestens zwei Premieren an der Oper des Staatstheaters Wiesbaden können Besucher Vergleiche mit Frankfurter Inszenierungen anstellen: „La Cenerentola“ (Premiere am 3. März) und „Tiefland“ (28. April). Am Staatstheater Darmstadt inszeniert John Dew den „Fliegenden Holländer“ (31. März), in Mainz gibt es für Freunde des leichten Fachs Eduard Künnekes „Vetter aus Dingsda“ (auch am 31. März).

Museen

Vielfältig wird wieder das Angebot an Ausstellungen im Rhein-Main-Gebiet. Das Städel wartet auf mit Blicken auf die Büsten Wilhelm Lehmbrucks, auf die phantastische Welt des Hans Baldung Grien, auf die expressionistischen Bilder Ernst Ludwig Kirchners, die Druckgraphiken Albrecht Dürers und auf das Werk Lucas Cranachs des Älteren. Die Schirn Kunsthalle zeigt vom 27. Januar bis zum 29. April 150 Werke des Symbolisten Odilon Redon. Das Museum Wiesbaden widmet sich Rebecca Horn. „Russland 1900“ heißt die Schau auf der Darmstädter Mathildenhöhe, die ein Licht auf das Folkloristische, Märchenhafte und Farbenfrohe der russischen Kunst um die Jahrhundertwende wirft. Das Deutsche Filmmuseum in Frankfurt beschäftigt sich mit Maria Schell, das Hofheimer Stadtmuseum zeigt eine Auswahl der graphischen Arbeiten Jörg Immendorffs.

Zusammengestellt von Patricia Andreae, Peter Lückemeier und Tobias Rösmann.

Quelle: F.A.Z.
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