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Kunstausstellung mit Defizit : Stadt Kassel und Hessen bürgen mit acht Millionen Euro für documenta

  • Aktualisiert am

Abbauarbeiten an einem documenta-Kunstwerk. Die Ausstellung wird auch ein finanzielles Nachspiel haben. Bild: dpa

Die Einnahmen haben eigentlich gestimmt, trotzdem hat die Kunstausstellung documenta ein hohes Defizit erwirtschaftet. Kassel und das Land Hessen springen ein. Ein Schuldiger für die Misere ist bereits ausgemacht.

          Trotz höherer Einnahmen als geplant hat die Kunstausstellung documenta im laufenden Jahr ein Defizit von 5,4 Millionen Euro erwirtschaftet. Das gaben Kassels Oberbürgermeister Christian Geselle (SPD) und Hessens Kunstminister Boris Rhein (CDU) für den Aufsichtsrat der documenta am Donnerstag in Kassel bekannt. Sie erklärten, dass die Stadt und das Land durch Bürgschaften jeweils vier Millionen Euro für die documenta gGmbH bereitstellen. Die höhere Summe von acht Millionen soll die Zahlungsfähigkeit bis Jahresende sicherstellen. Ursache für das Defizit sei der zweite Ausstellungsstandort Athen gewesen.

          Wo das Geld geblieben ist und wer die Verantwortung trage, „bedarf der Vertiefung und weiteren Aufklärung“, sagte Kunstminister Rhein. Es habe aber etwas mit Miet-, Energie-, Transport- und Personalkosten in Griechenland zu tun. Personelle, strukturelle und finanzielle Konsequenzen für die documenta ziehe man zu diesem Zeitpunkt noch nicht. „Welche Schlüsse zu ziehen sind, werden wir im November beraten“, sagte Oberbürgermeister Geselle. Dann gebe es eine weitere Aufsichtsratssitzung.

          Insgesamt hat die weltweit bedeutendste Ausstellung für zeitgenössische Kunst im laufenden Jahr statt 26,3 Millionen Euro 29,6 Millionen eingenommen. Die Kosten belaufen sich aber auf knapp 35 Millionen Euro. Zusätzlich erzeugen noch nicht erhaltene Einnahmen Liquiditätsengpässe. Man müsse sehen, welches Defizit am Jahresende stehe. Das teilten sich dann Stadt Kassel und Land Hessen als Gesellschafter. Die documenta 14 in Kassel und Athen besuchten im Sommer über 1,2 Millionen Menschen.

          Quelle: dpa

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