31.08.2005 · Dank „überflüssiger Imponier-Anglizismen“ wie „Art after Work“, „Get-together“ inklusive „Member's Night“, ist der Direktor des Frankfurter Städel-Museums, Prof. Heribert Beck, vom Verein Deutsche Sprache zum „Sprachpanscher des Jahres“ gewählt worden.
Der Direktor des Frankfurter Städel-Museums, Prof. Herbert Beck, ist vom Verein Deutsche Sprache (VDS) zum „Sprachpanscher des Jahres“ gewählt worden.
Der Verein kritisiert mit dem Titel seit mehreren Jahren die seiner Ansicht nach überflüssige Verwendung englischer Begriffe in Deutschland. Der Ausgezeichnete lade ein zu „Unfinished Print“ und „Art after Work“ mit anschließendem „Get-together“ inklusive „Member's Night“ in der „Holbein's Lounge“, erklärte der VDS-Vorsitzende Prof. Walter Krämer an diesem Mittwoch in Dortmund. Er habe nichts dagegen, daß Beck mit seinen ausländischen Besuchern Englisch spreche. „Aber warum redet er denn nicht mit seinen deutschen Kunden Deutsch?“, meinte Krämer.
„Überflüssige Imponier-Anglizismen“
Für den Titel nominiert waren auch der Vorsitzende des Evangelischen Jugendwerks Württemberg, Harald Alber, und Jürgen Werth, Direktor des Evangeliums-Rundfunks sowie das ADAC-Magazin „young driver“. Mit dem Titel „Sprachpanscher des Jahres“ werden jährlich Personen oder Einrichtungen betitelt, die nach Meinung des VDS „die deutsche Sprache und Kultur mit überflüssigen Imponier-Anglizismen mißhandelt haben“.
Im vergangenen Jahr ging der Preis an den ZDF-Intendanten Markus Schächter wegen zahlreicher englisch betitelter ZDF-Sendungen. Der Verein hat nach eigenen Angaben 25 000 Mitglieder in mehr als 95 Ländern der Welt.