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Rechtschreibung Börsenverein fordert verbindliche Antwort auf Rechtschreibfrage

09.08.2004 ·  Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels pocht auf eine baldige Lösung der Rechtschreibfrage. Die Verlage wie auch die Autoren seien in der Frage der neuen oder alten Rechtschreibung völlig unterschiedlicher Meinung.

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Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels pocht auf eine baldige Lösung der Rechtschreibfrage. „Im Sinne der Verleger, Autoren und Buchhändler wünschen wir uns schnell eine verbindliche und einheitliche Regelung, die Rechtssicherheit für alle weitere Planung schafft“, sagte eine Sprecherin am Montag in Frankfurt. Die Verlage wie auch die Autoren seien in der Frage der neuen oder alten Rechtschreibung völlig unterschiedlicher Meinung. Der Börsenverein vertrete daher keine inhaltliche Position.

Auch unter Intellektuellen ist die Debatte um die mögliche Rücknahme der Reform: „Die Verlage sind genauso wenig befugt eine Rechtschreibreform durchzuführen wie die Kommission, die das seinerzeit beschlossen hat. Das war bei der Reform, wie auch jetzt, die Gremien-Erotik von Männern in gehobener Stellung“, meint Philosoph Peter Sloterdijk. Krimi-Autotin Ingrid Noll fühlt sich „gernervt“. „Sprache ist ein Teil unserer Kultur, aber die Rechtschreibung ist nur ein Hilfsmittel. Darum so viel Wind zu machen, finde ich kleinkariert.“

Dagegen applaudiert ihr Kollege Walter Kempowski den Kritikern der Reform und unterstützt die Pläne von Spiegel, Springer und „Süddeutscher Zeitung“, dem Beispiel der F.A.Z. zu folgen und zur bewährten Rechtschreibung zurückzukehren: „Daß in dieser Hitze eine so gute Nachricht ins Haus flattert, ist wunderbar. Ich habe mich sehr gefreut über die Initiative der genannten Verlage und hoffe, daß ihnen andere folgen werden.“

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