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Höhere Zuschüsse Der Preis des Büchner-Preises

 ·  Mehr Geld für die Darmstädter Akademie von Land und Bund: Um 55.000 Euro auf insgesamt 366.000 Euro steigt der Zuschuss aus Berlin, Hessen erhöht um die gleiche Summe.

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Fast, sagte Heinrich Detering, hätte die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung das „Ritual“ verändert. Dann habe man sich aber doch dafür entschieden, der Überreichung des Georg-Büchner-Preises die gewohnte Form zu geben: Staatstheater Darmstadt, drei Auszeichnungen, sechs Reden. Schließlich wolle die Akademie ohnehin genug anders machen, sich mehr ins Gespräch bringen, mit deutschen Kulturinstituten und den Akademien anderer Länder verstärkt zusammenarbeiten. Eines allerdings werde es ganz bestimmt nicht geben, sagte der Göttinger Germanist, seit dem Vorjahr Akademiepräsident: eine Deutsche Akademie, die Sprachnormen setze. Vorgaben mache sie nur durch die Vergabe ihrer Preise an beispielhafte Werke.

Da traf es sich gut, dass Felicitas Hoppe mit dem Büchner-Preis auszuzeichnen war, eine Schriftstellerin, deren Prosa Hubert Spiegel, Redakteur im Feuilleton dieser Zeitung, in seiner Laudatio von einer „spielerischen Intelligenz“ geprägt sah, die sich am realistischen Erzählen reibe, kraftvoll, abgründig, „immer mehrdeutig“. Hoppe selbst sagte es so: „Kunst ist, was nicht zu fassen ist, was sich entzieht, was nicht gehorcht, was uns unheimlich ist, weil es sich, genau wie Leben und Sprache, ständig verändert.“

Eine „substantielle Verbesserung“

Zuvor waren der frühere Verfassungsrichter Ernst-Wolfgang Böckenförde mit dem Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa und der Germanist Heinz Schlaffer mit dem Johann-Heinrich-Merck-Preis für literarische Kritik und Essay ausgezeichnet worden.

Im Staatstheater gab Detering eine weitere Veränderung bekannt. Vom neuen Jahr an erhält die Akademie mehr Geld von Bund und Land. Um 55.000 Euro auf insgesamt 366.000 Euro steigt der Zuschuss aus Berlin, Hessen erhöht um die gleiche Summe. In der Akademie spricht man von einem ermutigenden Signal. Es zeige, dass beide Träger gemeinsam zu den Plänen der Institution stünden. Dass die Stadt Darmstadt, wie Detering hinzufügte, eine „substantielle Verbesserung“ der Arbeitsbedingungen im Akademiesitz auf der Mathildenhöhe zugesagt hat, dürfte die Freude steigern. Schließlich hatten die beengten dortigen Zustände zur Überlegung geführt, neben das Frankfurter Goethehaus zu ziehen, sollte dort das Romantikmuseum entstehen. Der eigens angereiste Ingmar Jung (CDU), Staatssekretär im Wiesbadener Ministerium für Wissenschaft und Kunst, sagte sicherheitshalber, das Land werde alles versuchen, damit die Akademie dort plane, wo sie hingehöre: „Das ist Hessen, und das ist Darmstadt.“

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