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Frankfurter Museumsuferfest : Kunst und Musik am Ufer des Mains

  • -Aktualisiert am

Strahlender Abschluss: Wie in jedem Jahr wird das Museumsuferfest auch diesmal mit einem großen Feuerwerk über dem Main ausklingen. Bild: Wonge Bergmann

Kinder sind in diesem Jahr die Ehrengäste des Museumsuferfests. Freier Eintritt in die Museen und eine Kulturwiese sollen junge Besucher anlocken. Auch für Erwachsene gibt es viel zu entdecken.

          Beim Museumsuferfest präsentiert sich die große Vielfalt Frankfurts. Picknickwiese oder Wiener Kaffeehaus, Antiquariatsmeile oder Kinderfilmprogramm – unter den rund 500 Veranstaltungen, die von morgen an geboten werden, sollten alle Besucher fündig werden. Im Mittelpunkt des Museumsuferfests stehen in diesem Jahr die Kinder. Sie sind zu Ehrengästen ernannt worden und haben freien Eintritt in allen Museen, die sich an dem Fest beteiligen. Auf der Kinderkulturwiese am nördlichen Mainufer zwischen Holbeinsteg und Untermainbrücke erwartet sie von Freitagnachmittag an ein Bühnenprogramm mit Clowns, Zauberei, Puppentheater und Konzerten. Die meisten Museen bieten zudem Führungen und Workshops für Kinder an. Wer auf Entdeckungstour gehen und dabei möglichst viele Museen kennenlernen möchte, kann an der Schnitzeljagd teilnehmen. Die Fragen finden sich im Kinderprogramm, das auf der Kinderkulturwiese und an einigen anderen Orten erhältlich ist.

          „Das Museumsuferfest ist ein fest etabliertes Veranstaltungshighlight unserer Stadt, dessen Anziehungskraft weit über Frankfurt hinausreicht“, sagt Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD). Viele Gäste reisten aus der Region an. Etwa zwei Millionen Besucher werden laut Veranstalter zum Museumsuferfest erwartet. Mehr als zwanzig Museen, sechs Kirchen und die Kunstsammlungen der Banken öffnen sich zweieinhalb Tage lang bis Sonntag den Besucherströmen. Skulpturen, Gemälde und Installationen gibt es aber auch im Freien zu sehen, so etwa auf der Kunstwiese am Sachsenhäuser Ufer auf Höhe des Liebieghauses. Dort präsentieren Künstler ihre Werke, und einige von ihnen lassen sich beim kreativen Schaffen über die Schulter schauen. Auch an vielen der 550 Verkaufsstände gibt es Kunsthandwerk und Selbstgestaltetes zu sehen.

          Jedes Jahr viel Neues zu entdecken

          Musik wird auf beiden Seiten des Mainufers gespielt. Von Jazz-Bigbands über Singer-Songwriter bis hin zu Rock- und Coverbands reicht das Spektrum. Auf der Bühne stehen bekannte Frankfurter Bands wie die Madhouse Flowers und die Gypsys ebenso wie weniger bekannte Künstler der Region. Spannend für Lateinamerika-Freunde dürften die Bühnen „Latino-Treff“, „Academia de Tango“ und die Sontaino-Bühne sein. Dort werden Tango und Salsa getanzt. Wer die Tänze nicht kennt, sie aber gerne lernen möchte, kann an Kursen teilnehmen.

          Abends wird es dann besinnlich. Auf der Orgel- und Chormeile im Dom und in fünf weiteren Kirchen werden eher leise Töne angestimmt. Auf dem Programm stehen Stücke von Bach, Brahms und Schumann sowie Konzerte zu verschiedenen thematischen Schwerpunkten. Noch ältere Musik gibt es im Karmeliterkloster zu hören. Beim Festival „Klang im Kloster“ treten Ensembles auf, die sich auf Musik aus dem Barock und früheren Epochen spezialisiert haben. Seltene Instrumente wie die Barockgitarre und das Cembalo erklingen in den alten Gemäuern.

          Das Caricatura Museum lädt auf seinem Festival der Komik, das in diesem Jahr zum neunten Mal stattfindet, bekannte Satiriker und Kabarettisten auf eine Bühne auf dem Weckmarkt ein. Durch das Programm führt der Kabarettist Bernd Gieseking. Das Festival versammelt Humoristen unterschiedlicher Couleur, darunter Dietmar Wischmeyer und Martin Sonneborn.

          Für Menschen, die volle Ausstellungen nicht scheuen, ist auch ein Besuch in den Museen lohnenswert. Erwachsene können für sieben Euro einen Museumsuferfest-Button erwerben und erhalten damit Zutritt zu allen teilnehmenden Häusern. Das Programmheft und der Online-Auftritt des Fests bieten eine Übersicht der Ausstellungen und Führungen. Vorbereitung lohnt sich, denn auch die engagiertesten Besucher werden nur einen Bruchteil der vielen Angebote wahrnehmen können.

          So beginnt der Tag in Frankfurt und Rhein-Main: das Wichtigste in Kürze, mit Hinweisen auf mobile Blitzer, Straßensperrungen, Gaststätten.

          Auch das Kinderprogramm der Museen ist umfassend. In den meisten Ausstellungen können sich die Ehrengäste kindgerecht informieren und selbst aktiv werden. Das Kinder Museum lädt ein zu offenen Werkstätten zu den Themen Musik, Drucken, Schreiben und Radio. Im Liebieghaus können junge Gäste an einem Bildhauer- und Tonworkshop teilnehmen. Besucher des Filmmuseums informieren sich am besten mit dem Multimedia-Guide, der von Kindern erarbeitet wurde. Außerdem läuft dort an den Nachmittagen ein Filmprogramm für Kinder.

          In den Museen und am Mainufer gibt es jedes Jahr viel Neues zu entdecken. Manche Programmpunkte hingegen bleiben von Jahr zu Jahr erhalten. Auch an diesem Wochenende liefern sich Drachenboote auf dem Main ein Rennen. Und auch in diesem Jahr wird der krönende Abschluss des Museumsuferfests am Sonntagabend von 22 Uhr an ein Musikfeuerwerk auf dem Main sein.

          Weitere Informationen zum Programm gibt es auf der Internetseite unter www.museumsuferfest.de. Dort gibt es auch eine Übersicht über die Bühnen und Museen.

          Quelle: F.A.Z.

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