20.04.2010 · Das Flugverbot hat nun auch Folgen für eine Ausstellung im Frankfurter Städel. Einige Gemälde von Ernst Ludwig Kirchner können nicht auf den Weg nach Frankfurt geschickt werden.
Wegen des Flugverbots kommen drei Gemälde von Ernst Ludwig Kirchner womöglich zu spät zur Eröffnung der großen Retrospektive im Frankfurter Städel. Zwei Werke aus New York - darunter das „Soldatenbad“ aus dem Jahr 1915 aus dem Guggenheim Museum sowie die 1909/1910 entstandende „Marcella“aus Stockholm - konnten bis Dienstag noch nicht im Flugzeug transportiert werden, wie ein Städel-Sprecher sagte. „Aber wir sehen das sportlich. Es würde wohl Platzhalter geben.“
Bei der Eröffnung am Donnerstagabend werden dagegen zwei zunächst in Chicago gestrandete Werke aus dem St. Louis Art Museum, darunter „Der Zirkusreiter“ (1914), sein. Sie trafen am Dienstag in Frankfurt ein.
Städel will Gesamtwerk würdigen
Die restlichen rund 175 Werke der ersten Kirchner-Retrospektive in Deutschland seit 30 Jahren hängen unterdessen. Ausstellungs-Kurator Felix Krämer beaufsichtigte die letzten zwei Gemälde: „Akt im Tub“ von 1911 aus der Kunsthalle zu Kiel und „Frau vor dem Spiegel; Toilette“ aus dem Centre Pompidou in Paris.
Der Expressionist Kirchner, der von 1880 bis 1938 lebte, war Gründungsmitglied der Künstlervereinigung „Brücke“. Mit der Schau würdigt das Städel bis zum 25. Juli das Gesamtwerk des Malers, Grafikers und Bildhauers.