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Evangelische Kirche : Kirchengemeinden sollen enger zusammenrücken

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Auf einen Geistlichen kämen seit den 1990er Jahren etwa 1600 Gläubige pro Gemeinde, sagte der Kirchenpräsident. Bild: dpa

Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau will eine engere Zusammenarbeit ihrer Gemeinden fördern. „Man wird Kooperationsräume ausloten müssen“, sagte der Kirchenpräsident.

          Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) setzt künftig auf eine engere Zusammenarbeit ihrer Gemeinden. „Man wird Kooperationsräume ausloten müssen“, sagte Kirchenpräsident Volker Jung am Freitag in Frankfurt. Dort tagt noch bis Samstag die EKHN-Synode, eine Art Kirchenparlament.

          Angesichts sinkender Mitgliederzahlen müsse die Zahl der angestellten Pfarrer stetig angepasst werden, sagte Jung. Dabei bleibe allerdings das Verhältnis der Pfarrer zu ihren Gemeindemitgliedern konstant. Auf einen Geistlichen kämen seit den 1990er Jahren etwa 1600 Gläubige pro Gemeinde. „Dieses Verhältnis werden wir glücklicherweise bis 2025 beibehalten können.“

          Allerdings würden die Gebiete größer, die durch einen Pfarrer zu versorgen seien, insbesondere auf dem Land. Nun sei es Sache der Dekanate, stärker zusammenzuarbeiten und etwa Fahrgemeinschaften zu Gottesdiensten anzubieten oder Haushalte zusammenzulegen. Die genaue Bemessung der Pfarrstellen ab 2020 wird am Samstag Thema der Synode sein.

          Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau hat rund 1,6 Millionen Mitglieder in 1151 Gemeinden und einen aktuellen Jahresetat von 595 Millionen Euro. Ihr Gebiet reicht in etwa von Biedenkopf über das Rhein-Main-Gebiet bis Neckarsteinach im Süden Hessens. Fast ein Viertel des Gebiets gehört zu Rheinland-Pfalz.

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