10.02.2006 · Geiger Gidon Kremer, Pianist Alfred Brendel, Jazzposaunist Albert Mangelsdorff und BAP-Kopf Wolfgang Niedecken haben ihn schon. Dieses Mal geht der Frankfurter Musikpreis an Peter Gabriel, den Internet-Künstler und einstigen Sänger von Genesis.
Der britische Rockmusiker Peter Gabriel erhält den diesjährigen Frankfurter Musikpreis. Der 55 Jahre alte Künstler, der auch als Internet-Unternehmer erfolgreich gewesen ist, habe mit seinem kreativen Schaffen und der Förderung von jungen Talenten einen wichtigen Grundstein für die Rock- und Popmusik gelegt, begründete die Jury nach Mitteilung vom Freitag die mit 15.000 Euro dotierte Ehrung. Der Preis wird Gabriel am 28. März, dem Vorabend der Frankfurter Musikmesse, überreicht.
Gabriel ist als Sänger, Songwriter und Videokünstler zum Weltstar geworden. Bekannt wurde der in der Nähe von London aufgewachsene Musiker durch Hits wie „Sledgehammer“, „Biko“ oder „Big Time“. Den großen Durchbruch schaffte er Anfang der siebziger Jahre mit der legendären Rockband Genesis. 1977 veröffentlichte Gabriel sein erstes Solo-Album. Seit seiner Welt-Tournee 1988 zu Gunsten der Menschenrechtsorganisation Amnesty International, die er gemeinsam mit seinem Kollegen Sting organisierte, engagiert sich Gabriel immer wieder für die Menschenrechte.
Die seit 1982 verliehene Auszeichnung wird im jährlichen Wechsel auf den Gebieten der klassischen Musik und der Popmusik vergeben. Gestiftet haben den Preis die Deutschen Musikinstrumenten-Hersteller und die Messe Frankfurt. Zu den Trägern gehören unter anderen der Geiger Gidon Kremer, der Pianist Alfred Brendel, der Jazzposaunist Albert Mangelsdorff, der Sänger Wolfgang Niedecken und Rockmusiker Udo Lindenberg. Im vergangenen Jahr hatte der Komponist György Ligeti den Preis erhalten.