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Alte Oper Hessischer Film- und Kinopreis vergeben

12.10.2007 ·  Der Spielfilm „Madonnen“ von Maria Speth ist mit dem hessischen Filmpreis ausgezeichnet worden. Der Fernsehpreis des Hessischen Rundfunks ging an die Schauspieler Fritzi Haberlandt und Joachim Król.

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Mit viel Prominenz aus Film und Fernsehen ist am Freitagabend der mit insgesamt 185.000 Euro dotierte Hessische Film- und Kinopreis in der Frankfurter Alten Oper vergeben worden. In der Kategorie Spielfilm (30.000 Euro) wurde „Madonnen“ der Regisseurin Maria Speth ausgezeichnet. Im Mittelpunkt des Films stehen die Probleme einer jungen Mutter in Deutschland. Bei den Dokumentarfilmen (30.000 Euro) gewann „Spielverderber“ - ein Film über einen Fußball-Schiedsrichter von Georg Nonnenmacher und Henning Drechsler.

In der Kategorie „Kurzfilm (15.000 Euro) wurde „Leggingsjeans“ von Lydia Dykier ausgezeichnet. Neben weiteren Preisen gingen 75.000 Euro an hessische Kinos für die Qualität ihres Programms. Der undotierte Fernsehpreis des Hessischen Rundfunks (hr) für die beiden besten Darsteller ging an die Schauspieler Fritzi Haberlandt und Joachim Król für zwei hr-Produktionen. Mit dem undotierten Ehrenpreis wurde der 77-jährige Günter Lamprecht ausgezeichnet, wie schon zuvor bekanntgeworden war. Die breite Öffentlichkeit kennt den Schauspieler vor allem durch die Rolle des Franz Biberkopf in Rainer Werner Fassbinders TV-Serie „Berlin Alexanderplatz“.

Beste Literaturverfilmung: „A mighty Heart“

Lamprecht hat dieses Jahr den zweiten Teil seiner Autobiografie veröffentlicht. Den von der Buchmesse verliehenen Preis (10.000 Euro) für die beste internationale Literaturverfilmung erhielt der britische Regisseur Michael Winterbottom für „A mighty Heart“ („Ein mutiger Weg“). Der vor wenigen Wochen angelaufene Film basiert auf dem autobiografischen Buch von Mariane Pearl. Ihr Ehemann, der US- Journalist Daniel Pearl, wurde 2002 in Pakistan von Terroristen entführt und grausam ermordet. Erstmals verliehen wurde der „Cinema for Peace Special Award“, der an Produzent Roland Emmerich („The Day after Tomorrow“) und Marco Kreuzpaintner (Regie) für den Film „Trade - Willkommen in Amerika“ ging.

Darin geht es um das Thema Kinderhandel. Den von Oki Systems (Düsseldorf) gestifteten Förderpreis (5000 Euro) erhielt Rudolf Thome, dessen neuester Film „Das Sichtbare und das Unsichtbare“ im Dezember in die Kinos kommt. Die Auszeichnungen wurden dieses Jahr zum fünften Mal in Kooperation mit der Frankfurter Buchmesse vergeben.

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Von Rainer Schulze

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