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Alte Oper „Auftakt“ mit Tüür und Isserlis

20.03.2007 ·  Mit einem geballten Programm zeitgenössischer und klassischer Musik beginnt die Alte Oper Frankfurt Ende August die Saison 2007/2008.

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Mit einem geballten Programm zeitgenössischer und klassischer Musik beginnt die Alte Oper Frankfurt Ende August die Saison 2007/2008. Der estnische Komponist Erkki-Sven Tüür und der britische Cellist Steven Isserlis stehen dabei im Fokus des „Auftakt“-Festivals.

Von 15 Veranstaltungen, die in Kooperation mit den Dauermietern des Hauses wie der Museums-Gesellschaft und dem Hessischen Rundfunk den spätsommerlichen Spielzeitbeginn ausmachen, sind sieben dem Komponisten- und drei dem Interpretenporträt gewidmet. Tüürs Sinfonie Nr. 4 mit dem Beinamen „Magma“ ist so mit dem hr-Sinfonieorchester und seinem estnischen Jugendfreund Paavo Järvi als neuem Chefdirigenten am 6. und 7. September zu hören.

Auftritte der San Francisco Symphony

Stark beteiligt ist daneben wieder das Ensemble Modern, das in seiner Orchesterbesetzung unter der Leitung von Altmeister Pierre Boulez am 1. Oktober einen abschließenden Höhepunkt beim „Auftakt“ setzen werde, wie Michael Hocks als Intendant und Geschäftsführer der Alten Oper sagte, als er das Programm für die neue Spielzeit vorstellte. Für ein besonderes Gastspiel kooperieren erstmals als Veranstalter das Rheingau Musik Festival und die Frankfurter Konzertdirektion „Pro Arte“, indem sie je einen programmatisch verschiedenen Abend mit der San Francisco Symphony finanzieren (9. und 10. September).

Zum ersten Mal dabei und gleich zum ersten Abend der Saison eingeladen ist am 28. August das Simon Bolivar Youth Orchestra of Venezuela. Der Beitrag ist eingebunden in das im Vorjahr mit Erfolg eingeführte Jugendabo, das nun statt vier sogar sechs Konzerte zum Preis von 30 Euro bietet. Dazu zählen zwei Saisonhöhepunkte: die Abende mit den Wiener und den Berliner Philharmonikern (28. Oktober 2007 und 20. Februar 2008). Neu ist ein Nachlass für Besucher, die älter als 21 Jahre sind – in der Eigenabonnementreihe der Alten Oper erhalten sie bis zum Alter von 27 Jahren noch 50 Prozent Nachlass.

Am ersten Abend im Abonnement „Orchesterkonzerte“, einer der insgesamt fünf bewährten Reihen, ist zum „Auftakt“ am 25. September Steven Isserlis, der zuvor zwei Kammermusikprogramme gestaltet, mit dem Chamber Orchestra of Europe zu hören. Die „Sonntagabendkonzerte“ beginnen mit dem Orchestre National de France unter Leitung von Kurt Masur (23. September), während Alfred Brendel fast schon traditionell die Bachreihe eröffnet (8. Oktober). Die Reihe „Belcanto“ macht ihrem Namen alle Ehre mit drei „Diven“, wie Hocks die Sängerinnen Magdalena Kozéna (8. November), Cecilia Bartoli (29. November) und Diana Damrau (9. Februar 2008) nannte.

NDR Bigband und Al Jarreau konzertieren

Drei ähnlich bekannte Komponisten-Dirigenten sind im Ensemble-Modern-Abo zu erleben: wie schon genannt Pierre Boulez, dazu Matthias Pintscher (28. November) und Peter Eötvös (2. April 2008). Eines von zwei Großprojekten im kommenden Jahr, die Hocks hervorhob, kreist ebenfalls um Pintscher: die konzertante Aufführung seiner Oper „L’Espace Dernier“ (17. Mai 2008). Als „würdiger Saisonabschluss“ gedacht ist eine große Koproduktion der Konzertoper „Phaedra“ von Hans Werner Henze in der Inszenierung von Peter Mussbach (10. Juni 2008).

Die geplanten En-suite-Veranstaltungen sind durchweg Reprisen oder Fortsetzungen bekannter Produktionen, so unter anderem „Yamato“ (29. August bis 2. September) oder im Dezember „Christmas with the Rat Pack“ und „Swanlake on Ice“. In der Unterhaltung sind außerdem etwa Konstantin Wecker, die NDR Bigband mit Al Jarreau sowie Max Raabe und das Palast Orchester vorgesehen.

Beim Rückblick freute sich Hocks besonders über einen Rekord in seiner zehnjährigen Zeit als Intendant: Die Auslastung der Klassik-Eigenveranstaltungen stieg im Jahr 2006 auf 85 Prozent und übertraf damit sogar die Entertainment-Sparte, die bei 80 Prozent konstant blieb. Inklusive der Vermietungen gab es im vergangenen Jahr 315 Veranstaltungen mit insgesamt 450.000 Besuchern. Das Gesamtbudget betrug 16,6 Millionen Euro. 10,2 Millionen Euro nahm das Konzerthaus durch Kartenverkauf, Vermietungen sowie durch Spenden und Sponsoring (1,7 Millionen Euro) ein. Die Eigenfinanzierungsquote lag bei 63 Prozent. Hocks teilte zudem mit, dass die Restauration im Café Rosso und im Opéra bis 2018 an die Gerd Käfer und Roland Kuffler GmbH verpachtet bleibe.

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