13.08.2009 · Wer für den Hessischen Rundfunk als Nachfolger des Kommissar-Duos Sawatzki und Schüttauf künftig auf Verbrecherjagd geht, ist nicht entschieden. Der Sender hat bei 24 Kandidaten angefragt, die allesamt „angetan und begeistert“ seien.
Wer für den Hessischen Rundfunk als Nachfolger des Kommissar-Duos Andrea Sawatzki und Jörg Schüttauf künftig auf Verbrecherjagd geht, ist nach Angaben des Senders nicht entschieden. Medien hatten den Namen Christoph Waltz genannt. Der 52 Jahre alte Hauptdarsteller der Weltkriegsfarce von Oscar-Preisträger Quentin Tarantino „Inglourious Basterds“ sei wie 23 andere Darsteller, die sie angefragt habe, „angetan und begeistert“ gewesen, sagte HR-Fernsehspiel-Chefin Liane Jessen der Deutschen Presse-Agentur in Frankfurt. Waltz habe aber gesagt, er könne weder zu noch absagen, da er mit Tarantino erst einmal auf Welttournee gehe.
Gleichzeitig stellte Jessen klar, dass Schauspielstar Ulrich Tukur bisher nur für eine Folge der Krimi-Serie einen Vertrag unterschrieben habe. Der hr und Tukur strebten aber eine weitere Zusammenarbeit an. Tukur habe „absolutes Interesse weiterzumachen“, sagte Jessen. Es gebe eine „serielle Verabredung“, aber mit Weltstars gebe es nie Serienverträge.
Zwölf weibliche und zwölf männliche Kandidaten
Der HR will von 2010 an jährlich drei Folgen zu der ARD-Serie beisteuern. Bisher waren es meist nur zwei. Für Tukur würde dies eine und für die Sawatzki/Schüttauf-Ablöse zwei Folgen bedeuten. Tukur soll den Mitarbeiter des Landeskriminalamts in Wiesbaden, Felix Murot, darstellen, der in ganz Hessen ermitteln kann. In dieser Rolle plagt in ein verkapselter Gehirntumor, den er „Lili“ nennt und mit dem er sich unterhält.
Für die Sawatzki/Schüttauf-Nachfolge habe sich ihr Team auf zwölf weibliche und zwölf männliche Schauspieler als mögliche Kandidaten geeinigt, sagte Jessen. Alle hätten auf Anfrage Interesse signalisiert. Weitere Namen als den von Waltz nannte die Fernsehspiel-Chefin nicht.
Jessen sagte, Waltz habe allerdings gesagt, dass er sich nur als Einzelermittler vorstellen könne. Da es noch kein Konzept für die neue Staffel gebe, sei noch alles offen. Sie frage sich aber, ob es sinnvoll sei, neben Tukur „noch so einen Star“ als Ermittler zu holen. Finanziell sei das für den Sender kein Problem: „Es gibt eine andere Währung neben Geld, das sind wir als Redaktion.“ Die Schauspieler hätten ein Mitspracherecht bei der Produktion, wie es sie sonst nicht gebe. „Die Künstler haben einen kreativen Raum.“
Diesmal ein wieder Bayer
Franz Antonis (frantonis)
- 13.08.2009, 21:20 Uhr