Home
http://www.faz.net/-gzg-76x7b
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER

Krisengeplagte Privathochschule Präsident Cremer verlässt EBS nach zwei Jahren

Präsident Rolf Cremer wirft bei der European Business School nach knapp zwei Jahren zum 21. Februar das Handtuch. Derweil hat sein Vorgänger Jahns eine Vergleichsanfechtung vor Gericht zurückgezogen.

© Wonge Bergmann Vergrößern Rolf Cremer hatte die Leitung der EBS im Juni 2011 übernommen, nachdem Präsident Christopher Jahns wegen Untreuevorwürfen ausgeschieden war

An der krisengeplagten Privatuniversität European Business School (EBS) gibt Präsident Rolf Cremer nach knapp zwei Jahren seinen Posten auf. In einer Mitteilung der EBS in Wiesbaden wurden gesundheitliche Gründe für den Rückzug zum 21. Februar genannt. Für den Übergang sollen die Vizepräsidenten Rolf Tilmes und Gerrick von Hoyningen-Huene die Universität leiten.

Der 63 Jahre alte Cremer hatte die Leitung der EBS im Juni 2011 übernommen, nachdem Präsident Christopher Jahns wegen Untreuevorwürfen ausgeschieden war. Die EBS, früher eine reine Wirtschaftshochschule, ist durch den Aufbau einer Jurafakultät in Schwierigkeiten geraten. Sie gilt als finanziell angeschlagen, ihr Umgang mit staatlichen Geldern steht in der Kritik.

Geld ohne Gegenleistung an Berater?

Wie derweil weiter bekannt wurde, hat Christopher Jahns die Anfechtung eines arbeitsrechtlichen Vergleichs mit seinem früheren Arbeitgeber zurückgezogen. Dies teilte der Berater von Jahns, Dirk Metz, in Frankfurt mit. Gegen Jahns beginnt im April eine Hauptverhandlung vor dem Wiesbadener Landgericht wegen Untreue.

Es geht um 180.000 Euro, die unter Jahns’ Präsidentschaft von der privaten Hochschule ohne entsprechende Gegenleistung an die Schweizer Beratungsfirma Brain-Net geflossen sein sollen. Jahns war an der Firma beteiligt. Er soll sein Dienstfahrzeug zudem für private Zwecke genutzt haben.

Staatsanwaltschaft verklagt

Im Verfahren werde der gesamte Komplex vollständig aufgerollt, teilte Metz mit. „Es macht aus der Sicht von Professor Jahns keinen Sinn, das Verfahren faktisch doppelt zu führen.“

Jahns, der maßgeblich das schnelle Wachstum der Hochschule betrieben hatte, hat zudem die Wiesbadener Staatsanwaltschaft wegen Vorverurteilung auf Schadensersatz verklagt.

Mehr zum Thema

Die EBS, früher eine reine Wirtschaftshochschule, ist durch den Aufbau einer Jura-Fakultät in Schwierigkeiten geraten. Sie gilt als finanziell angeschlagen, ihr Umgang mit staatlichen Geldern steht in der Kritik.

Quelle: LHE

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Basketball-EM 2015 Deutsche Vorrundenspiele in Berlin

Die Basketball-Europameisterschaft 2015 findet teilweise in Deutschland statt. Laut Rolf-Ingo Weiss, dem Präsidenten des deutschen Basketball-Bundes (DBB), werden die Vorrundenspiele der Deutschen allesamt in Berlin ausgetragen. Mehr

08.09.2014, 16:50 Uhr | Sport
Weitere Missbrauchsvorwürfe in Hollywood

Nachdem er vergangene Woche schon den Star-Regisseur Bryan Singer wegen sexuellen Missbrauchs verklagte, hat Michael Egan nun auch Klage gegen drei weitere Entscheidungsträger in Hollywood eingereicht. Mehr

23.04.2014, 11:57 Uhr | Gesellschaft
Zensur Der Chinese, der endlich wieder googeln will

Wang Long aus Shenzen hat seinen Internetanbieter verklagt, weil in China Google, Youtube und Facebook gesperrt sind. Ein harter Kampf bahnt sich an. Mehr

11.09.2014, 09:47 Uhr | Wirtschaft
Russische Soldaten ziehen sich zurück

Die Lage in der Ukraine scheint sich weiter zu beruhigen: Die russische Regierung hat - nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko - die meisten ihrer ins Nachbarland geschickten Soldaten wieder aus dem Südosten der Ukraine zurückgezogen. Mehr

10.09.2014, 14:06 Uhr | Politik
Wegen Biblis-Stilllegung RWE will 235 Millionen Euro Schadenersatz

Dass RWE wegen der staatlich verfügten Stilllegung des Kernkraftwerks Biblis auf Schadenersatz besteht, ist schon länger klar. Nun steht auch die Summe fest: 235 Millionen Euro verlangt der Konzern. Mehr

15.09.2014, 15:57 Uhr | Rhein-Main
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 14.02.2013, 11:52 Uhr

Kontrollierte Offensive von Fraport

Von Helmut Schwan

Je offener der Dissens über das geplante Terminal 3 zwischen Flughafenbetreiber Fraport und Land ausgetragen wird, desto mehr müssen die CDU und zumal der Ministerpräsident aus der Deckung kommen. Mehr 12 2