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Krisengeplagte Privathochschule Präsident Cremer verlässt EBS nach zwei Jahren

 ·  Präsident Rolf Cremer wirft bei der European Business School nach knapp zwei Jahren zum 21. Februar das Handtuch. Derweil hat sein Vorgänger Jahns eine Vergleichsanfechtung vor Gericht zurückgezogen.

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An der krisengeplagten Privatuniversität European Business School (EBS) gibt Präsident Rolf Cremer nach knapp zwei Jahren seinen Posten auf. In einer Mitteilung der EBS in Wiesbaden wurden gesundheitliche Gründe für den Rückzug zum 21. Februar genannt. Für den Übergang sollen die Vizepräsidenten Rolf Tilmes und Gerrick von Hoyningen-Huene die Universität leiten.

Der 63 Jahre alte Cremer hatte die Leitung der EBS im Juni 2011 übernommen, nachdem Präsident Christopher Jahns wegen Untreuevorwürfen ausgeschieden war. Die EBS, früher eine reine Wirtschaftshochschule, ist durch den Aufbau einer Jurafakultät in Schwierigkeiten geraten. Sie gilt als finanziell angeschlagen, ihr Umgang mit staatlichen Geldern steht in der Kritik.

Geld ohne Gegenleistung an Berater?

Wie derweil weiter bekannt wurde, hat Christopher Jahns die Anfechtung eines arbeitsrechtlichen Vergleichs mit seinem früheren Arbeitgeber zurückgezogen. Dies teilte der Berater von Jahns, Dirk Metz, in Frankfurt mit. Gegen Jahns beginnt im April eine Hauptverhandlung vor dem Wiesbadener Landgericht wegen Untreue.

Es geht um 180.000 Euro, die unter Jahns’ Präsidentschaft von der privaten Hochschule ohne entsprechende Gegenleistung an die Schweizer Beratungsfirma Brain-Net geflossen sein sollen. Jahns war an der Firma beteiligt. Er soll sein Dienstfahrzeug zudem für private Zwecke genutzt haben.

Staatsanwaltschaft verklagt

Im Verfahren werde der gesamte Komplex vollständig aufgerollt, teilte Metz mit. „Es macht aus der Sicht von Professor Jahns keinen Sinn, das Verfahren faktisch doppelt zu führen.“

Jahns, der maßgeblich das schnelle Wachstum der Hochschule betrieben hatte, hat zudem die Wiesbadener Staatsanwaltschaft wegen Vorverurteilung auf Schadensersatz verklagt.

Die EBS, früher eine reine Wirtschaftshochschule, ist durch den Aufbau einer Jura-Fakultät in Schwierigkeiten geraten. Sie gilt als finanziell angeschlagen, ihr Umgang mit staatlichen Geldern steht in der Kritik.

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Lesermeinungen zu diesem Artikel (1)

14.02.2013, 11:52 Uhr

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