19.12.2012 · Kontrolliert die Polizei gezielt Dunkelhäutige? Der Vorwurf ist schwer zu belegen, die Rechtslage unscharf. Das macht es den Beamten wie auch den Betroffenen schwer.
Von Denise PeikertRichtlinien für Lesermeinungen
Die FAZ.NET-Redaktion bietet allen registrierten und eingeloggten Nutzern die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Beiträgen auf FAZ.NET konstruktiv und kritisch auseinanderzusetzen und eigene Leser-Kommentare zu veröffentlichen. Für jede Meinungsäußerung stehen 1000 Zeichen zur Verfügung. Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung des Leser-Kommentars weisen wir am Beitrag sowohl den Klarnamen als auch den Nickname des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.
Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen. Links sind in den Leser-Kommentaren von FAZ.NET nicht gestattet. Die Redaktion behält sich vor Leser-Kommentare zu kürzen oder zu modifizieren. Jeder verfasste Beitrag wird von der Redaktion geprüft und schnellstmöglich veröffentlicht, sofern er diesen Richtlinien für FAZ.NET-Lesermeinungen nicht zuwiderläuft. Nutzern, die wiederholt versuchen, den Richtlinien nicht entsprechende Beiträge zu veröffentlichen, kann die Registrierung entzogen werden.
Für veröffentlichte Meinungsbeiträge gewähren Sie uns das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte und nicht ausschließliche Recht, diese Aussagen ganz oder teilweise zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen und darzustellen, Dritten einfache Nutzungsrechte an diesen Aussagen einzuräumen sowie die Aussagen in andere Werke und/oder Medien zu übernehmen.
Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der gesamte Auftritt von FAZ.NET von verschiedenen Suchmaschinen intensiv ausgewertet wird und die Inhalte dort auch gelistet werden. Das schließt die Leser-Kommentare automatisch ein, so dass diese auch über FAZ.NET hinaus im Internet jederzeit recherchierbar sind.
Toleranz immer und überall, aber keine Gleichbehandlung?
Wer nach Toleranz schreit, der muss auch damit einverstanden sein, das
für Schwarze, Juden, Moslems, Ausländer etc. in Deutschland
das deutsche Recht gilt.
Gleichbehandlung, sonst fühle ich mich als Deutscher in meinem
Heimatland diskriminiert!
Jawoll!
Wir weissen Christen werden ja derart unterdrückt!
Danke für Ihren ironischen Beitrag, sehr lustig.
Diskriminierung im Rechtswesen
wenn ein Deutscher sich hartnäckig weigert, einen Parkbon zu
bezahlen, wandert er schließlich in den Knast (Beugehaft) bis er bezahlt.
Die überführten Mittäter am Alexanderplatzmord wurden
sofort wieder auf freien Fuß gesetzt.
Die Diskriminierung in diesem Land hat ein Ausmaß erreicht, das
unerträglich ist.
Diskriminierung gibt es gar nicht. Es gibt nur unterschiedliche Behandlung unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen aufgrund nachgewiesener Tatsachen, Erfahrungen und statistischer Wahrscheinlichkeiten. Gutverdiener beispielsweise müssen es sich gefallen lassen, daß ihre Steuererklärungen genauer kontrolliert werden als die des Durchschnittsverdieners, eben weil sie erfahrungsgemäß öfter Steuerstraftaten begehen. Damit muß der Besserverdiener eben leben, da schreit auch keiner "Diskriminerung".
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 21.12.2012 15:01 UhrNaja, ob Sie das beurteilen können, Herr Winfried Schröder,
wie sich jemand fühlt, der prinzipiell IMMER gefilzt wird aber
seine Kollegen NIE, nur weil er halt dunkelhäutig sind, das sei mal dahingestellt.
Aber Sie verdehen mir das Wort im Mund, ich habe nie behauptet, dass
diese Vorgehensweise "diskriminierend" ist, da müssen Sie
schon genau lesen, es ist allerdings ungerecht, aber vertretbar.
Ein Mann, erkennbar aus dem südlichen Mittelmeerraum, wird - als einziger im ganzen Waggon - von der Bundespolizei gefilzt. Fahrkarte, Ausweis, Taschenkontrolle. Ergebnislos. Nach einer Viertelstunde gehen die drei Bundespolizisten wieder. Gegen den Mann lag erkennbar nichts vor. Aber eine Entschuldigung für die Unannehmlichkeit? Doch nicht von deutschen Polizisten. Nach der Kontrolle sagte mir der Mann, das passiere ihm öfter. Aber RAcial Profiling gibt es bei uns nicht.
Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.12.2012 02:34 UhrHerr Janetzki
Haare kann man abschneiden, ein Alter wird man (leider) immer los. Bei der Hautfarbe ist das schwieriger. Im Übrigen macht hier niemand einen grossen Bohei.
Der weiße deutsche Fahrgast wird sich wohl kaum illegal in Deutschland aufhalten.
Es ist völlig legitim Personenkontrollen durchzuführen. In der
Kriminalstatistik liegen gewisse Volksgruppen nunmal vorn. Das
können Sie nicht wegdiskutieren.
Genau das meine ich.
Der Punkt ist: wie geht der Polizist und der Gefilzte miteinander um?
Ich denke nicht, dass der Polizist sich "Entschuldigen" muss,
aber er muss RESPEKT haben. War das in diesem Fall so?
Polizeiarbeit, politisch korrekt.
Wenn der Straßenhandel mit Drogen in Frankfurt hauptsächlich
in der Hand von Schwarzafrikanern ist, warum sollten dann
Schwarzafrikaner im Bahnhofsviertel nicht hauptsächlich
kontrolliert werden?
.
Wenn Bargeldschmuggel in die Schweiz hauptsächlich von deutschen
Rentnerpäarchen begangen wird, warum sollte man dann deutsche
Rentnerpäarchen im Grenzgebiet nicht hauptsächlich
kontrollieren?
.
Wenn Vandalimus in Zügen hauptsächlich von alkoholiserten
Fußballfans begangen wird, warum sollte man dann nicht
hauptsächlich alkoholisierte Fußballfans im Bahnhof
kontrollieren?
.
Wenn ich gegen Polizeikontrollen, die der öffentlichen Sicherheit -
auch meiner! - dienen, die Rassismuskeule schwinge, dann rettet mich die
politische Korrektheit!
.
Vorschlag zur Güte: Die Polizei kontrolliert genau so weiter wie
bisher und und führt eine Strichliste nach
Diskriminationsgründen. Für jeden diskriminatorisch
Kontrollierten zeige ich freiwillig nochmal den Perso vor. Endlich Gleichheit!
Das Problem ist nicht zu lösen. Kein Polizist wird bestreiten, dass
die Erfahtungswerte so sind wie sie sind und die es daher sinnvoll ist,
bestimmte ethnische Gruppen mehr zu kontrollieren als andere.
Andererseits ist das extrem ungerecht, bspw. werde ich NIE an der
Deutsch-Schweizer Grenze kontrolliert, mein Chef allerdings
ständig. Tja, der hat halt eine dunklere Haut und
südländisches Aussehen. Dann heisst es, Schuhe ausziehen,
Taschen ausräumen, mit in die Kammer zum Durchsuchen kommen, und
und und.
Für beide Seiten ein nicht lösbares Problem, man kann nur
darauf bestehen, dass beide Seiten respektvoll miteinander umgehen - der
Kontrollierte zahlt im Zweifelsfall mehr Steuern als der Kontrolleur
verdient, wie bspw. mein Chef - und es, wenn möglich, mit Humor nehmen.