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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER

Kommentar Ihr Geld in besten Händen

Die F.A.Z. sammelt wieder Geld für Hilfsprojekte für Kinder und Jugendliche. Wie in jedem Jahr bürgen wir dafür, dass von jedem gespendeten Euro genau hundert Cent den Projekten zugutekommen.

Waltraud und Jochen Huck müssten das nicht tun. Niemand wäre ihnen böse, wenn sie unbeschwert ihren Ruhestand verbrächten. Aber so sind die Hucks nicht gestrickt. Sie ertrügen es nicht, in Mainhausen im Garten zu sitzen, während es anderswo in der Welt Kindern elend geht.

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Anita zum Beispiel. Das indische Mädchen kam ohne Unterkiefer zur Welt, es konnte nur Flüssigkeit zu sich nehmen und kaum sprechen. Hilfe schien so fern wie der Mond. Doch Anita hatte Glück. Dank der Hilfe des Ehepaars Huck wurde sie mit Erfolg operiert. Waltraud Huck hatte nämlich im Oktober 1989 den Verein Pro Interplast Seligenstadt mit dem Ziel gegründet, Geld für die medizinische Behandlung von Schwerstkranken in Entwicklungsländern zu sammeln. Mehr als 25 000 Menschen wurden seitdem operiert, und mit Ihrer Hilfe, liebe Leserinnen und Leser, können es noch mehr werden - zugunsten von Pro Interplast Seligenstadt bitten wir Sie in diesem Jahr um Spenden.

„Muss Mama, muss Papa sterben?“

Gleiches gilt für das Jugendhospiz Känguru in Wiesbaden. Es nimmt Jugendliche auf, die, weil sie schwerstkrank sind oder einen Unfall hatten, vielleicht nicht mehr lange leben werden. Auch sie wollen manchmal stundenlang mit Freunden telefonieren oder Musik hören, die nicht jedermanns Geschmack ist. Dass sie im Jugendhospiz Känguru Raum dafür finden, entlastet auch die Eltern, die es schon schwer genug haben und die - wer könnte es ihnen verdenken? - nicht immer verstehen, dass auch ein schwerkrankes Kind in einem bestimmten Alter nicht ständig bemuttert oder bevatert werden möchte.

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Unterstützung braucht und verdient ebenfalls die Initiative Flüsterpost in Mainz. Sie kümmert sich seit 2003 um Kinder und Jugendliche mit einem an Krebs erkrankten Elternteil. „Muss Mama, muss Papa sterben?“, fragen sie. Und oft auch: „Bin ich schuld daran, weil ich nicht lieb genug war?“ Die wichtige Arbeit von Flüsterpost steht allerdings Jahr für Jahr auf der Kippe, weil mehr Beratungsbedarf da ist als Geld.

Geld vollständig für Projekte bestimmt

Daher lautet die herzliche Bitte: Helfen Sie diesen drei Initiativen, auf dass sie wiederum anderen helfen können. Wie in jedem Jahr bürgen wir dafür, dass von jedem gespendeten Euro genau hundert Cent den Projekten zugutekommen, über die wir in den nächsten Wochen regelmäßig berichten werden. Damit Sie sich davon überzeugen können, dass Ihr Geld in beste Hände kommt.

Quelle: F.A.Z.

 
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Veröffentlicht: 07.10.2012, 23:22 Uhr

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Von Rainer Schulze

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