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Kommentar Enorme Kraftanstrengung

Nun ist der Streit zwischen dem Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst und dem Frankfurter Stadtdekan Johannes zu Eltz eskaliert. Es fehlt Vertrauen.

© Eilmes, Wolfgang Vergrößern Ärger auf dem Domhügel.

Das Bild mag etwas drastisch sein, aber ganz unrecht hat der Pfarrer nicht, der den Konflikt zwischen dem Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst und dem Frankfurter Stadtdekan Johannes zu Eltz mit zwei Zügen vergleicht, die in der vergangenen Zeit aufeinander zugerast seien.

Stefan Toepfer Folgen:  

Nun ist es zum Zusammenprall gekommen: Die Frage des Bischofs, ob jemand, der von ihm in eine besondere Vertrauensposition berufen worden sei, das Amt weiter wahrnehmen könne, wenn er die Loyalität öffentlich verletze, lässt sich kaum anders verstehen, als dass er Eltz den Amtsverzicht nahegelegt hat. Es steht aber zu erwarten, dass der Stadtdekan nicht zurücktritt.

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Vielleicht ein Arbeitskreis?

Der Bischof könnte ihn des Amtes entheben, dazu wäre ein Verfahren nach den Regeln des Kirchenrechts und des Bistumsstatuts für Bezirksdekane nötig. Aber auch Tebartz-van Elst dürfte um den Rückhalt wissen, den Eltz in Frankfurt hat und der bei einem Amtsenthebungsverfahren mit Sicherheit öffentlich sichtbar würde. Wie es aussieht, gibt es derzeit ein Patt, und der Ausgang ist offen.

Die Beziehung zwischen den beiden ist offenbar nahezu zerrüttet. Es ist eine enorme Kraftanstrengung nötig, dies zu ändern und im Bistum insgesamt für mehr Vertrauen zu sorgen. Denn die Auseinandersetzung zwischen Bischof und Stadtdekan ist mehr als eine Privatfehde. Man kann die öffentlichen Äußerungen Eltz’, des Vertreters des Bischofs in Frankfurt, für ungehörig halten, aber sie sind nun einmal nicht aus heiterem Himmel gefallen. Es wäre die Aufgabe der Bistumsleitung, über Versäumnisse nachzudenken.

Wenn du nicht mehr weiterweißt, gründe einen Arbeitskreis. Was scherzhaft gemeint ist, könnte im Bistum Limburg bitter nötig sein. Zumindest die gut 20 Priester im Hofheimer Kreis halten eine Kommission für nötig, um neues Vertrauen aufzubauen. Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst scheint dem Gedanken nicht völlig abgeneigt, wie eine erste Stellungnahme nahelegt. Es wäre einen Versuch wert. Viele andere Möglichkeiten gibt es nicht mehr.

Quelle: F.A.Z.

 
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Veröffentlicht: 22.08.2013, 23:20 Uhr

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