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Kommentar Braune Bundesbrüder

 ·  Dass die Arminia in Frankfurt den Dachverband der Burschenschaften verlässt, ist lobenswert. Denn der Verband ist nicht willens oder in der Lage, dem braunen Spuk in manchen seiner Mitgliedsbünde Einhalt zu gebieten.

Artikel Lesermeinungen (5)
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Thorsten Klier

Haben Sie, Herr Schwoerer, den Artikel gelesen?

Im Artikel stand, dass eine Burschenschaft über "Befreiung" schreibt - nicht alle Burschenschaften. Es mag eventuell noch andere geben, die dies tun, aber Sie verallgemeinern als hätten Sie ALLE Internetseiten ALLER Burschenschaften gesichtet.

Ariernachweis-das Wort kam aus den Medien und es wurde nirgends ein Antrag mit diesem Wort gestellt.
Der Antrag, dessen Inhalt unsäglich ist, wurde jedoch nicht einmal verhandelt - also wie kommen Sie darauf, dass so etwas verlangt wird?
Meines Wissens ist Herr Au noch immer Mitglied seiner Burschenschaft, also wo wurde er "geschasst"?

Sie schreiben, dass die Handlung zählt und nicht die Historie-sehr richtig! Legen Sie diese Maßstäbe doch bei ihren Aufzählungen an!
Sie verallgemeinen nach dem Motto: "Ich kenne einen, ich kenne alle!"

Sie kennen einen doofen Politiker einer Partei aus einem Ortsverband, also sind alle Mitglieder des Ortsverbandes, des Kreisverbandes und sogar der ganzen Partei so doof wie das ihnen bekannte Mitglied.

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Frank Müller

Burschenschaft ht demokratische DNA

Die Vermeidung von unnötigen Anglizismen ist nun wirklich kein Indiz für eine extremistische, antidemokratische Haltung.
Unerwähnt bleibt in dem Artikel leider, dass momentan eine Kampagne der Linken gegen die Burschenschaft läuft, mit der eine missliebige nationalliberale/-konservative Gruppe sozial zerstört werden soll.
Ergänzend sei außerdem gesagt, dass die Burschenschaft eine 200-jährigen (basis)demokratische Tradition im Rücken hat. Die Burschenschaften waren die ersten, die für bürgerliche Rechte wie Presse- und Redefreiheit eintraten und sie stellten mit rund einem Drittel die Abgeordneten der Frankfurter Nationalversammlung von 1848/49. Die Bundesrepublik Deutschland trägt nicht durch Zufall die Farben der Urburschenschaft: schwarz-rot-gold und nicht zufällig ist unsere Nationalhymne von einem Burschenschafter getextet worden.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 14.01.2013 07:23 Uhr
Frank Müller

Burschenschaft ist demokratisch

Verbesserung zu meinem vorherigen Beitrag

"Der Begriff des „Ariernachweis“ wurde von Spiegel online in die Welt gesetzt und ist dezidiert polemisch, da das deutsche Staatsbürgerschaftsrecht bis 2001 eben einen solchen Abstammungsbegriff zu Grunde legte."

Diesen Satz habe ich missverständlich formuliert. Ich wollte/will nicht das bis 2001 geltende Abstammungsrecht in der BRD mit dem historischen Arierparagraphen vergleichen bzw. gleichsetzen.
Da diese eben nicht vergleichbar sind, gerade deshalb halte ich den von "Spon" gewählten Begriff des "Ariernachweises" für polemisch und bewusst gewählt, um Burschenschaften in ein braunes Licht zu rücken.

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Frank Müller

Burschenschaft hat demokratische DNA

Der Begriff des „Ariernachweis“ wurde von Spiegel online in die Welt gesetzt und ist dezidiert polemisch, da das deutsche Staatsbürgerschaftsrecht bis 2001 eben einen solchen Abstammungsbegriff zu Grunde legte. Im Bundesvertriebenengesetz wird der Abstammungsbegriff zudem noch heute angewendet. Da der entsprechende Antrag auch auf „Körpermorphologie“ etc. abzielte, wurde er von der Mehrzahl der Burschenschaften abgelehnt.

Der Begriff der "Befreiung" ist unvollständig, wenn nicht zugleich die Rede von den Bombentoten, den Vertriebenen, Kriegsgefangenen, Vergewaltigungsopfern und Zwangsarbeitern ist. Wenn Burschenschaften darauf hinweisen, dann engagieren sie sich gegen die von Ihnen kritisierte "Einseitigkeit".
Nationen sind historisch gewachsen und somit per se auch Schicksalsgemeinschaften. Sie und ich erleben ja auch die derzeitige Eurorettung und deren Folgen für ihr und mein Portemonnaie als eine Schicksalsgemeinschaft.

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Martin Schwoerer
Martin Schwoerer (ms-ffm) - 09.01.2013 17:25 Uhr

Haben Sie den Artikel wirklich gelesen?

Es geht nicht um die Ablehnung von Anglizismen.

Es geht darum, dass -- zum Beispiel -- der Terminus "Befreiung" von den Burschenschaften als einseitig bezeichnet wird. Klar, einseitig: genauso wie "Niederlage" oder "Zusammenbruch" einseitige Begriffe sind, denn sie schliessen nicht alle Betroffenen ein. Aber den Burschenschaftlern geht ja nicht wirklich um einseitig/allumfassend, oder? Es geht eher darum, die völkische Schicksalsgemeinschaft verbal wiederherzustellen.

Dann die Diffamierung Bonhoeffers. Was können Sie dazu sagen?

Mag sein, dass die Burschenschaften demokratische DNA haben. Trotzdem sind manche reaktionär, oder sogar rassistisch. Oder wie finden Sie es, wenn Ariernachweise verlangt werden? Wenn chinesischstämmige Mitglieder geschasst werden? Kommen Sie mir dann bitte nicht mit 1848. Die Handlung zählt, nicht die Historie.

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07.01.2013, 23:23 Uhr

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