13.01.2013 · Mancher Arbeitnehmer hat einen beträchtlichen Teil seines Jahresurlaubs aufgebraucht, da hat 2013 noch gar nicht richtig angefangen. Das alles passt nicht in eine Zeit, in der immer mehr Elternpaare berufstätig sind.
Von Matthias AlexanderRichtlinien für Lesermeinungen
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Ich habe in den letzten 20 Jahren als Abonnement stets ihre
Seriosität und Perspektivenvielfalt geschätzt. Zu vielen
Sachverhalten gibt es schließlich mehrere Sichtweisen. Hier fehlt
allerdings jede Kenntnis vom Arbeitstag eines Lehrers, zumindest eines
Gymnasiallehrers der Sprachen unterrichtet. Derartige Polemik kannte ich
bis zum 13.1.2013 nur aus der Bildzeitung. Zusammen mit einigen
KollegInnen haben wir uns überlegt, ob das Geld in unsere
Abonnements noch richtig investiert ist. Wissen Sie Herr Alexander,
Lehrer haben im Sinne ihres stattlichen Auftrages auch eine bildende
Funktion. Dafür bereiten sich die meisten Lehrer vor und nach, was
Zeit benötigt. Sie sind keine von der Allgemeinheit gestellten
kostenlosen Babysitter für Doppelverdiener, die den zweiten Porsche
brauchen oder für Alleinerziehende, die von ihrem Nachwuchs in
ihrer in jeder Hinsicht freien Entfaltung behindert werden.
Bleiben Sie also bitte sachlich, um keine unsachlichen
Rückschlüsse über Sie zu provozieren.
Wenn die Kinder keine Schule haben
heißt es nicht, dass die Lehrer frei haben. Diese haben
nämlich oft bereitzustehen und erreichbar zu sein, für
Ferienbetreuung in der Schule oder andere Arbeiten die anfallen, z.B.
Klassenräume ausräumen wenn eine Grundreinigung stattfindet
oder so. Manchmal passiert auch nichts und die Lehrer müssen
einfach nur sinnlos da sein, da wäre es natürlich angebracht
hier die Fortbildungen zu machen.
Dass die Weihnachtsferien zu lang waren, werden auch viele Lehrer
bezeugen, die jetzt mit Kindern fertig werden müssen, die jetzt
drei Wochen am Stück verzogen wurden. Die schulfreien Tage sollen
hauptsächlich den Kindern zugute kommen, das vergisst der Autor
offenbar. Klar, wenn es nach den Eltern gehen würde, sollen die
Kinder immer in die Schule, damit sie der Karriere und der
Freizeitgestaltung nicht im Wege stehen.
Meine güte, wenn die Lehrer es so unverschämt gut haben, dann
sollen doch alle mal Lehrer werden, da fehlt nämlich (vor allem
Männliches) Personal!
Matthias Alexander Jahrgang 1968, Ressortleiter des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.
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