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Klinikprojekte Neuer Operationstrakt in Seligenstadt

 ·  Die wachsende Zahl von Patienten macht Investitionen für 1,3 Millionen Euro notwendig. Das Land sagt die Förderung weiterer Klinikprojekte zu.

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Der Operationstrakt der Asklepios Klinik Seligenstadt ist erneuert und um einen dritten Operationssaal erweitert worden. Die Räume, die von Montag an genutzt werden sollen wurden gestern in Anwesenheit von Sozialminister Stefan Grüttner (CDU) eröffnet. Das Land Hessen hat mit 850.000 Euro mehr als die Hälfte der Investitionssumme von rund 1,3 Millionen übernommen.

Für die Klinik ist die Modernisierung damit aber noch nicht abgeschlossen. Demnächst soll in den Räumen der früheren Küche im Untergeschoss eine neue Zentralsterilisation entstehen, die knapp 1,6 Millionen Euro kosten wird. Grüttner brachte zur Feier gestern einen Förderbescheid des Landes über 844.000 Euro mit. Die restlichen 718.000 Euro finanziert der Klinikbetreiber Asklepios aus Eigenmitteln.

„Stillstand bedeutet an dieser Stelle Rückschritt“

Im Krankenhaussektor müsse man sich beständig weiterentwickeln, hob Grüttner hervor: „Stillstand bedeutet an dieser Stelle Rückschritt.“ Die Kliniken seien nicht nur für die Krankenversorgung von Bedeutung, sondern stellten auch einen wichtigen ökonomischen Faktor dar. In hessischen Krankenhäusern arbeiteten rund 71.000 Menschen; das seien „mehr, als Google und Apple weltweit beschäftigen“. Grüttner erwähnte den Hygiene-Skandal am Klinikum Fulda, der im vergangenen Jahr für Schlagzeilen sorgte, gegen das aber gestern die Ermittlungen eingestellt wurden. Durch den geplanten Neubau der Zentralsterilisation an der Seligenstädter Klinik verbesserten sich die hygienischen Bedingungen für die Patienten. Die Anforderungen an die Krankenhäuser stiegen ständig.

Vor zehn Jahren hatte die Asklepios-Gruppe die einstigen Kreiskliniken Langen und Seligenstadt übernommen. Am Seligenstädter Krankenhaus erhöhte sich die Zahl der Patienten nach Angaben von Geschäftsführerin Dagmar Federwisch seither von 5.200 auf 8.000 im Jahr. Anfang 2010 wurde eine neue Klinik für Akutgeriatrie und Ende 2010 die neue Intensivstation eröffnet. Die steigenden Patientenzahlen machten den Bau eines weiteren Operationssaals notwendig. Er entstand im ersten Stock direkt neben den beiden bestehenden Operationssälen. Die neue Einheit verfügt über eine spezielle Klimaanlage über dem Operationstisch, bei der eine gleichmäßige Luftströmung verhindert, dass eventuell vorhandene Keime in das Operationsfeld gelangen. Auf zwei Großbildschirmen können Röntgenbilder, CT- und MRT-Aufnahmen wiedergegeben werden. Auch Videokonferenzen und Liveübertragungen aus dem Operationssaal sind künftig möglich.

Der Bauantrag für die neue Zentralsterilisation wurde inzwischen beim Kreis eingereicht. Federwisch hofft, dass mit dem Umbau im Mai oder Juni begonnen werden kann. Außerdem gibt es Pläne, die Geriatrie zu erweitern und eine psychiatrische Tagesklinik mit zwölf Plätzen zu etablieren. Peter Coy, Konzerngeschäftsführer von Asklepios, erinnerte daran, dass der Krankenhausstandort Seligenstadt gefährdet gewesen sei, als Asklepios die Klinik 2002 übernommen habe. Was seither erreicht wurde, sei als „Wunder von Seligenstadt“ zu bezeichnen.

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Von Matthias Alexander

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