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Kinderreisepass, Mobiltelefon, Bargeld Damit nichts die Urlaubsfreude trübt

 ·  Kinder brauchen jetzt bei Fahrten in andere Länder ein eigenes Reisedokument. Nicht nur daran sollten Urlauber vor dem Start in die Ferien denken.

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Kinderreisepass

Für Reisen ins Ausland benötigen Kinder seit dieser Woche ein eigenes Reisedokument. Ein Eintrag im Reisepass der Eltern reicht für Kinder bis zur Vollendung des zwölften Lebensjahres nicht mehr aus, in vielen Fällen ebenfalls nicht der bisherige Kinderausweis. Er wird inzwischen nicht mehr ausgestellt, behält aber bis zum Ablaufdatum seine Gültigkeit. Der Kinderreisepass - alternativ wäre auch ein Personalausweis möglich - ist mit 13 Euro die günstigste Lösung und hat den Vorteil, dass er bei Antrag sofort mitgenommen werden kann. Den Antrag kann nur das Elternteil stellen, das sorgeberechtigt ist. Eine Vertretung ist nicht zulässig. Auch das Kind muss anwesend sein. An Unterlagen werden benötigt: ein Ausweisdokument des vorsprechenden Elternteils, die Original-Geburtsurkunde des Kindes oder das jüngste Ausweisdokument, ein aktuelles, biometrisches Lichtbild (gilt auch für Babys) und die Einverständniserklärung und das Ausweisdokument des nicht mitkommenden sorgeberechtigten Elternteils (entfällt bei alleinigem Sorgerecht). In welchen Ländern die bisherigen Kinderausweise noch anerkannt sind, erfahren Eltern auf der Homepage des Auswärtigen Amtes unter www.auswaertiges-amt.de. Das Bürgeramt der Stadt Frankfurt ist telefonisch zu erreichen unter der Nummer 0 69/21 23 06 00. Weitere Informationen: www.frankfurt.de.

Mobiltelefon

Surfen mit dem Handy kann im Ausland teuer werden. Zwar wurden die Kosten in den Ländern der Europäischen Union gedeckelt - vom 1. Juli an darf ein Megabyte (MB) Datennutzung nur noch maximal 83 Cent kosten und eine SMS nur noch 10 statt 13 Cent -, gleichwohl geht der Internetspaß andernorts ins Geld. In der Schweiz etwa zahlen Telekom-Kunden laut „Finanztest“ 3,40 Euro pro MB mit dem Smart-Traveller-Tarif, in der Türkei und in den Vereinigten Staaten fallen 9,80 Euro an, für Prepaid-Kunden sogar 25,80 Euro. „Finanztest“ empfiehlt daher, das sogenannte Roaming, also das automatische Einwählen in fremde Netzwerke, ganz auszuschalten, auch um zu vermeiden, dass sich Apps nicht automatisch und teuer aktualisieren. Wie das geht, erklärt die Stiftung Warentest im Internet unter www.test.de/thema/handys. Besser sei es, sich an Ort und Stelle eine Sim-Karte zu besorgen. Wer surfen wolle, erledige dies besser im Internetcafé und nicht mit seinem Smartphone. Auch mit einer abgeschalteten Mailbox können Verbraucher Geld sparen. Das Abhören gilt nämlich als Auslandsgespräch. In der EU sinken zum 1. Juli allerdings die Gebühren. Ein Anruf ins Ausland kostet dann nur noch 34 statt 41 Cent, ein eingehender Anruf 9 statt 13 Cent pro Minute. Bei 59,90 Euro unterbricht die Mobilfunkfirma die Datenübertragung, falls der Kunde den EU-Standardtarif nutzt und zuvor keine andere Grenze festgelegt hat.

Bargeld

Viele Urlauber ärgern sich nach der Rückkehr über hohe Gebühren für Abbuchungen am Geldautomaten. Häufig fällt eine Mindestgebühr von fünf Euro an, für Beträge von mehr als 500 Euro wird in der Regel ein Prozent des Umsatzes abgezogen. Dabei können Verbraucher auch bei Reisen ins Ausland an Bargeld kommen, ohne dafür Extra-Gebühren zahlen zu müssen. Viele Banken haben dort Kooperationspartner, an deren Automaten es Bargeld gebührenfrei gibt. Verbraucherschützer empfehlen Kunden, sich vorher bei der Hausbank zu erkundigen. Für Pauschaltouristen in Europa reicht meistens die Giro- oder EC-Karte aus. Damit ist das Geldabheben in der Regel etwas günstiger als mit der Kreditkarte. Im außereuropäischen Ausland haben viele Kreditinstitute die Möglichkeiten der EC-Karten inzwischen jedoch aus Sicherheitsgründen eingeschränkt. Kunden der Wiesbadener Volksbank etwa kommen in den Vereinigten Staaten nur noch mit der Kreditkarte an Geld. Bei der Postbank ist das Abheben mit Girokarte im Ausland gar nicht mehr möglich, das geht zehn Mal im Jahr kostenlos nur noch mit einer Postbank Sparcard, wobei ein Limit von 1500 Euro pro Woche voreingestellt ist. Die Deutsche Bank hat wie die Volksbank die Girokarte gegen eine mit sogenanntem V-Pay-Zeichen ausgetauscht. Sie funktionieren über einen Chip statt über den Magnetstreifen und sollen so schwerer auszuspähen sein. Aber: In vielen ferneren Ländern ist das Chipsystem nicht flächendeckend eingeführt. Daher müssen etwa Deutsche-Bank-Kunden, die nach New York oder Tokio reisen, ihren Magnetstreifen freischalten lassen. Das geht auch noch nachträglich. Von der Hausbank erfahren Urlauber, ob ihre Karte für das jeweilige Land freigeschaltet ist. Direktbanken wie die Deutsche Kreditbank oder die Ing-Diba bieten Girokonten mit Visa-Kreditkarte an. Damit können Kunden zumindest europaweit gebührenfrei Geld abheben.

Blumen

Ein Nachbar, der während der Abwesenheit die Blumen gießt und den Briefkasten leert, ist Gold wert, gleichwohl nicht immer zur Stelle. Manchmal versteht man sich auch mit seinem Nachbarn nicht und möchte nicht, dass er in die Wohnung kommt, zumal Nachbarn es beim Gießen meistens zu gut meinen mit den Blumen, und diese bei der Rückkehr oft ein trauriges Bild abgeben. Also muss eine andere Lösung her. Zumindest für die überschaubare Blumenparade auf dem Balkon ist das System Blumat eine gute Lösung. Dabei handelt es sich um einen Tonkegel, der in den Blumentopf gesteckt wird und über einen angeschlossenen Schlauch aus einem Wasserbehältnis bei Bedarf Wasser zieht. Ein Selbstversuch über ein langes, heißes Wochenende hat bestens funktioniert. Geranien und Petunien leuchteten dem Heimkehrer prall entgegen. Der Zwei-Wochen-Versuch steht allerdings noch aus. Die Kegel gibt es im Internet oder auch bei Pohl-Mann in Frankfurt-Bornheim für 3,45 Euro das Stück. Wer mehr Unterstützung beim Gießen braucht, kann dafür auch einen professionellen Dienstleister engagieren.

Hund und Katze

Mit Glück dürfen Hund oder Katze mit in den Urlaub. Vielleicht hat man auch einen netten Nachbarn, der den Hund ausführt und die Katze füttert. Ein Problem haben Besitzer, wenn beides nicht möglich ist. Da bleibt nur noch die Unterbringung in einem Tierhotel oder in einer Tierpension. Eine Reihe von Adressen findet man im Internet etwa unter www.haustier-point.de - so etwa auch die der Hundepension Waldhof in Wöllstadt, wo zum Wohlfühl-Konzept nicht nur die „tägliche Streicheleinheit“, sondern auch der „Bildungsurlaub in Übungskursen“ und der „Aktivurlaub“ mit verschiedenen Ausflügen zählen. Die „Übernachtung mit Frühstück“ kostet hier unabhängig von Größe und Aufenthaltsdauer des Hundes 20 Euro. Die acht Plätze sind - bis auf die erste Ferienwoche - aber bereits ausgebucht. Nur noch wenige Plätze frei hat auch die Tierpension am Paddelteich für Hunde und Katzen in Langen. Dort kostet die Unterbringung großer Hunde (über 40 Zentimeter) je Nacht 29 Euro, für kleine Hunde müssen 19 Euro und für Katzen 9 Euro gezahlt werden.

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Jahrgang 1964, feste freie Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

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