Ein Kabelbrand hat in der Nacht zum Freitag die Notfallversorgung eines Kasseler Krankenhauses lahmgelegt und einen hohen Schaden verursacht. Nach Angaben der Klinikleitung wurden bis zum Dienstagmorgen alle Operationen abgesagt, auch Notfälle werden nicht mehr übernommen. Die Intensivstation arbeite dagegen normal, sagte Hermann Kirchberg, der Verwaltungsdirektor des Krankenhausträgers der Nachrichtenagentur dpa.
Er geht von einem Sachschaden am Stromverteiler von zunächst rund 40.000 Euro aus. Höher falle allerdings der wirtschaftliche Verlust aus: „Wir zahlen das Personal, vor allem aber gehen viele Einnahmen durch die Operationen verloren.“
Nach Angaben von Kirchberg und der Polizei hatte vermutlich ein Kabelbrand im Keller des Marienkrankenhauses zum Stromausfall unter anderem in den fünf Operationssälen geführt. Die automatische Brandmeldeanlage alarmierte die Retter, die die Flammen schnell unter Kontrolle hatten. Einbestellten Patienten musste daraufhin abgesagt werden. Außerdem wurden die Rettungsdienste informiert, um Notfälle in andere Krankenhäuser zu verlegen.