Die 9,4 Prozent, die die Liberalen bei der Landtagswahl im Januar erreichten, waren eines der besten Ergebnisse in deren Geschichte. Dass die Partei in jüngsten Umfragen nun gar bei 12 bis 13 Prozent rangiert, darf als Beleg dafür dienen, dass Jörg-Uwe Hahn, der Parteivorsitzende und Fraktionschef im Landtag, in den vergangenen Monaten fast alles richtig gemacht hat: Klare Kante gegenüber der „Ypsilanti-SPD“, indem er eine Ampel-Koalition gar nicht erst ernsthaft in Erwägung zog, stattdessen der Versuch, eine Jamaika-Koalition mit CDU und Grünen auf die Beine zu stellen, und, als die nicht zu realisieren war, frühzeitig Kurs auf Neuwahlen.
Es scheint, als würden die Hessen so viel Resolutheit und politisches Gespür am 18. Januar belohnen: Wenn die Prognosen der Wahlforschungsinstitute zutreffen, wird man Hahn 2009 wohl als Justizminister und stellvertretenden Chef einer schwarz-gelben Koalitionsregierung erleben. (ler.)

