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„Ivi“-Sympathisanten : Hausbesetzer entgehen drohender Räumung

  • Aktualisiert am

Die Polizei musste am früheren Buchhändlerhaus in Frankfurt nicht eingreifen, die Besetzer rückten freiwillig ab, verlangen aber einen Ersatz für das „Ivi“ Bild: dpa

40 Demonstranten haben die Besetzung des ehemaligen Buchhändlerhauses in Frankfurt aufgegeben und sind einer drohenden Räumung entgangen. Sie verlangen aber Ersatz für die Räume des „Ivi“.

          40 Demonstranten haben die Besetzung des ehemaligen Buchhändlerhauses in Frankfurt aufgegeben und sind einer drohenden Räumung durch die angerückte Polizei entgangen. Die politisch links gerichteten Besetzer hätten das Gebäude am Samstagabend nach Verhandlungen mit der Polizei verlassen, sagte die Polizei auf Nachfrage. Es sei zu keinen nennenswerten Zwischenfällen gekommen. Vor wenigen Tagen wurde bereits das Sigmund-Freud-Institut in Frankfurt besetzt und zwei Tage später friedlich geräumt.

          Demonstrant Carsten Pier sagte der Nachrichtenagentur dpa: „Wir sind gegangen, weil wir keine Strafanzeigen riskieren und uns nicht von der Polizei heraustragen lassen wollten.“ Ihm zufolge waren etwa 100 Beamte im Einsatz, die Polizei machte keine Angaben. Die Besetzung fand unter anderem aus Protest gegen die Räumung des „Instituts für vergleichende Irrelevanz“ (IVI) statt.

          „Raum für kritische Theoriearbeit und Partys“

          Das leerstehende ehemalige Buchhändlerhaus am Großen Hirschgraben 17-19 war am Freitagabend besetzt worden. „Wir haben uns absichtlich ein zentrales Gebäude mitten in der Stadt ausgesucht, um für alle sichtbar zu sein“, heißt es in einer Mitteilung der Demonstranten, die sich „Recess Frankfurt“ nennen. Sie fordern Raum für „selbstverwaltete kritische Theoriearbeit und Partys“.

          Das Landgericht Frankfurt hatte am 15. Februar entschieden, dass das seit zehn Jahren besetzte IVI geräumt werden muss. Das Landgericht gab einer Immobiliengesellschaft recht, die das Gebäude 2012 von der Goethe-Universität gekauft hatte.

          Quelle: LHE

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