http://www.faz.net/-gzg-776vy
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Veröffentlicht: 24.02.2013, 15:41 Uhr

„Ivi“-Sympathisanten Hausbesetzer entgehen drohender Räumung

40 Demonstranten haben die Besetzung des ehemaligen Buchhändlerhauses in Frankfurt aufgegeben und sind einer drohenden Räumung entgangen. Sie verlangen aber Ersatz für die Räume des „Ivi“.

© dpa Die Polizei musste am früheren Buchhändlerhaus in Frankfurt nicht eingreifen, die Besetzer rückten freiwillig ab, verlangen aber einen Ersatz für das „Ivi“

40 Demonstranten haben die Besetzung des ehemaligen Buchhändlerhauses in Frankfurt aufgegeben und sind einer drohenden Räumung durch die angerückte Polizei entgangen. Die politisch links gerichteten Besetzer hätten das Gebäude am Samstagabend nach Verhandlungen mit der Polizei verlassen, sagte die Polizei auf Nachfrage. Es sei zu keinen nennenswerten Zwischenfällen gekommen. Vor wenigen Tagen wurde bereits das Sigmund-Freud-Institut in Frankfurt besetzt und zwei Tage später friedlich geräumt.

Demonstrant Carsten Pier sagte der Nachrichtenagentur dpa: „Wir sind gegangen, weil wir keine Strafanzeigen riskieren und uns nicht von der Polizei heraustragen lassen wollten.“ Ihm zufolge waren etwa 100 Beamte im Einsatz, die Polizei machte keine Angaben. Die Besetzung fand unter anderem aus Protest gegen die Räumung des „Instituts für vergleichende Irrelevanz“ (IVI) statt.

„Raum für kritische Theoriearbeit und Partys“

Das leerstehende ehemalige Buchhändlerhaus am Großen Hirschgraben 17-19 war am Freitagabend besetzt worden. „Wir haben uns absichtlich ein zentrales Gebäude mitten in der Stadt ausgesucht, um für alle sichtbar zu sein“, heißt es in einer Mitteilung der Demonstranten, die sich „Recess Frankfurt“ nennen. Sie fordern Raum für „selbstverwaltete kritische Theoriearbeit und Partys“.

Mehr zum Thema

Das Landgericht Frankfurt hatte am 15. Februar entschieden, dass das seit zehn Jahren besetzte IVI geräumt werden muss. Das Landgericht gab einer Immobiliengesellschaft recht, die das Gebäude 2012 von der Goethe-Universität gekauft hatte.

Quelle: LHE

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Abschiebung von Migranten 150 Flüchtlinge sollen in die Türkei gebracht werden

Nach zwei Wochen werden die Abschiebungen in die Türkei wieder aufgenommen. Bisher wurden 300 Menschen zurückgebracht. In Piräus gab es, kurz bevor das Lager geräumt wurde, Auseinandersetzungen zwischen Flüchtlingen. Mehr

18.04.2016, 08:48 Uhr | Politik
Protestbewegung Polizei räumt Nuit debout- Camp in Paris

Die französische Polizei hat am Montagmorgen das Protestcamp der Bewegung Nuit debout" auf dem Pariser Place de la République geräumt, für den Abend aber eine neue Demonstration genehmigt. Polizisten und Mitarbeiter der Pariser Stadtreinigung rissen auf dem Platz errichtete Zeltunterkünfte und Stände ab. Rund hundert Aktivisten, die die Nacht auf dem Platz verbracht hatten, wurden zum Gehen aufgefordert. Mehr

11.04.2016, 15:23 Uhr | Politik
Aktie im Sinkflug Auch Mitsubishi hat Abgastests manipuliert

Der japanische Autobauer gibt zu, Emissionswerte seiner Kleinwagen verfälscht zu haben. Die Aktie brach am Morgen ein. Auch Autos für den Konkurrenten Nissan sind betroffen. Mehr

20.04.2016, 10:49 Uhr | Wirtschaft
Plauen Zusammenstöße zwischen rechten Demonstranten und Polizei

Die Polizei hat am Sonntagnachmittag Wasserwerfer gegen rechte Demonstranten eingesetzt. Zuvor waren Polizeikräfte nach eigenen Angaben massiv beworfen worden. Gegen Mittag ist der Demonstrationszug der Rechtsextremen mit mehreren Hundert Teilnehmern wegen einer Sitzblockade linker Gegendemonstranten zum Stehen gekommen. Daraufhin hat die Polizei die Veranstaltung für beendet erklärt. Mehr

02.05.2016, 08:07 Uhr | Gesellschaft
Bagdad Demonstranten ziehen sich aus irakischem Parlament zurück

Hunderte Anhänger des schiitischen Predigers Muqtada al Sadr haben nach der Stürmung des irakischen Parlaments das Gebäude wieder verlassen. Regierungschef al Abadi verbreitet Fotos der Zerstörungen. Mehr

01.05.2016, 10:58 Uhr | Politik

Die Brücke polarisiert

Von Oliver Bock

Die politischen Mehrheiten in Rüdesheim und Bingen haben sich geändert. So steht auf einmal wieder der Bau einer Brücke über den Rhein zur Diskussion - auch wenn die Argumente alt sind. Mehr 3

Abonnieren Sie unsere Rhein-Main Newsletter

  • Newsletter auswählen

    Newsletter auswählen