Home
http://www.faz.net/-gzg-776vy
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER

„Ivi“-Sympathisanten Hausbesetzer entgehen drohender Räumung

40 Demonstranten haben die Besetzung des ehemaligen Buchhändlerhauses in Frankfurt aufgegeben und sind einer drohenden Räumung entgangen. Sie verlangen aber Ersatz für die Räume des „Ivi“.

© dpa Vergrößern Die Polizei musste am früheren Buchhändlerhaus in Frankfurt nicht eingreifen, die Besetzer rückten freiwillig ab, verlangen aber einen Ersatz für das „Ivi“

40 Demonstranten haben die Besetzung des ehemaligen Buchhändlerhauses in Frankfurt aufgegeben und sind einer drohenden Räumung durch die angerückte Polizei entgangen. Die politisch links gerichteten Besetzer hätten das Gebäude am Samstagabend nach Verhandlungen mit der Polizei verlassen, sagte die Polizei auf Nachfrage. Es sei zu keinen nennenswerten Zwischenfällen gekommen. Vor wenigen Tagen wurde bereits das Sigmund-Freud-Institut in Frankfurt besetzt und zwei Tage später friedlich geräumt.

Demonstrant Carsten Pier sagte der Nachrichtenagentur dpa: „Wir sind gegangen, weil wir keine Strafanzeigen riskieren und uns nicht von der Polizei heraustragen lassen wollten.“ Ihm zufolge waren etwa 100 Beamte im Einsatz, die Polizei machte keine Angaben. Die Besetzung fand unter anderem aus Protest gegen die Räumung des „Instituts für vergleichende Irrelevanz“ (IVI) statt.

„Raum für kritische Theoriearbeit und Partys“

Das leerstehende ehemalige Buchhändlerhaus am Großen Hirschgraben 17-19 war am Freitagabend besetzt worden. „Wir haben uns absichtlich ein zentrales Gebäude mitten in der Stadt ausgesucht, um für alle sichtbar zu sein“, heißt es in einer Mitteilung der Demonstranten, die sich „Recess Frankfurt“ nennen. Sie fordern Raum für „selbstverwaltete kritische Theoriearbeit und Partys“.

Mehr zum Thema

Das Landgericht Frankfurt hatte am 15. Februar entschieden, dass das seit zehn Jahren besetzte IVI geräumt werden muss. Das Landgericht gab einer Immobiliengesellschaft recht, die das Gebäude 2012 von der Goethe-Universität gekauft hatte.

Quelle: LHE

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Pakistan Mehr als 500 Verletzte bei Protesten in Islamabad

Seit zwei Wochen belagern Tausende Demonstranten das Regierungsviertel in Islamabad. Als sie nun versuchten, den Sitz des pakistanischen Premierministers zu stürmen, kam es zu gewaltsamen Zusammenstößen mit der Polizei. Mindestens zwei Menschen starben. Mehr

31.08.2014, 06:11 Uhr | Politik
Verschwundene Rehberger-Installation Keine Millionen für Kunstwerk-Besitzer

Weil ein teures Kunstwerk von Tobias Rehberger verschwand, haben die Eigentümer den Hausbesitzer verklagt. Doch das Landgericht Frankfurt hat nun entschieden: Es gibt keine Entschädigung. Mehr

27.08.2014, 16:25 Uhr | Rhein-Main
Kommentar Gute Wahl

Gerhard Bereswill steht künftig an der Spitze der Frankfurter Polizei - und das ist gut so. Denn der gestandene Polizist bringt die Dinge auf den Punkt. Mehr

26.08.2014, 17:30 Uhr | Rhein-Main
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 24.02.2013, 15:41 Uhr

Nach und vor der Demo

Von Helmut Schwan

Den Polizeieinsatz bei den Blockupy-Protesten im vergangenen Juni sehen Richter als rechtmäßig an. Doch nun gilt es, Lehren aus der Vergangenheit zu ziehen - von Polizei und Demonstranten. Auch ein Vergleich mit der Welt des Fußballs lohnt. Mehr 1