Nach den jüngsten Tumulten und Krawallen bei Fußballspielen hat Hessens Innenminister Boris Rhein (CDU) die Vereine aufgefordert, mehr Geld für Sicherheit in Stadien auszugeben. Die betroffenen Bundesligaclubs sollten „viel mehr als bisher geschehen in die Sicherheit investieren und sich gleichzeitig intensiver in der Fanarbeit engagieren“, sagte Rheinin Wiesbaden. Auf der Innenministerkonferenz, die am selben Tag im mecklenburgischen Göhren-Lebbin begann, wollte er sich für den Ausbau von Fanprojekten einsetzen.
Zu der von Generalbundesanwalt Harald Range ins Spiel gebrachten elektronischen Fußfessel für Hooligans wollte Rhein sich nicht äußern. Er sagte lediglich, die Polizei überwache Platzverweise schon jetzt mit Meldeauflagen. Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) hatte sich hingegen am Mittwoch offen für den Vorstoß von Range gezeigt, gewaltbereite Fans mit einem elektronischen Sender von Stadien fernzuhalten. Die Grünen im Bund halten das für verfassungswidrig.

