09.07.2012 · Als Regierungssprecher sitzt der frühere ZDF-Journalist Steffen Seibert dabei, wenn die Herren Obama, Putin oder Hollande zu Besuch kommen. Wen das kalt lasse, der lüge, sagt er.
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Wunderbar, wie die Gesprächsführung den Staatssekretär dazu bewegt, sich selbst zu entblößen: als narzisstisch, oberflächlich und ziemlich inkompetent im eigenen Metier. Ein großes Vergnügen. Ist doch Höflichkeit stets die vornehmste Form der Verachtung.
„Morgens um sechs schaue ich mir auf dem iPad Fernsehnachrichtensendungen vom Vorabend an (…).“
Sprachlos bin ich über die Offenheit, mit der hier über den
betriebenen Inzest geplaudert wird.
Und dass Steffen Seibert die Stelle des Nachrichtenmoderators mit der
des Regierungssprechers überhaupt getauscht hat, halte ich, bei
aller Zurückhaltung, (A) für eine ziemliche Instinktlosigkeit,
hierdurch ich mich nämlich nicht nur in meinem Gefühl
bestätigt sehe, dass sich in den heute-journal-Sendungen inzwischen
ein, um es mal milde zu formulieren, Vortragsstil etabliert hat, der
sich mit dem der Verlautbarungen des Bundeskanzleramts aufs Lockerste
messen kann, sondern auch, weil ich es als einen zu abrupten Sprung
insgesamt hin und her zwischen den Gewalten erachte; und (B) für
einen Umstand, der es im Nachhinein zumindest schwer vermittelbar macht,
wie es gelingen konnte, jahrelang solche Sendungen vor einem
Millionenpublikum zu führen und dabei die der Unparteilichkeit
nicht zuträgliche eigene Sichtweise der Dinge komplett zurückzustellen.
Und Ex-Regierungssprecher Wilhelm ist jetzt BR-Intendant!
Ich dachte beim Wechsel Seiberts genau dasselbe wie Sie, Herr Wagner. Und umgekehrt sorgt jetzt Merkels Ex-Regierungssprecher Ulrich Wilhelm als Intendant des Bayerischen Rundfunks dafür, daß im BR der Zuschauer garantiert keine umfassenden, wahrheitsgetreuen Informationen über die geplanten Maßnahmen zur Euro-/Banken- und Staatenrettung auf Kosten der deutschen Bevölkerung bekommt.
Er füllt sein Amt noch immer nicht aus
Seibert war und ist recht farblos und Kritik an seiner Arbeit hört man von vielen Journalisten. So hätte er z.B. die letzten Brüsseler Beschlüsse direkt moderieren sollen. Gehört hat man dann kurz vor Mittag etwas. Da hatte er Vorgänger, in deren Schuhe er längst nicht reinpasst.
Natürlich sind Sie ein Verkäufer Herr Seibert
Jetzt haben Sie sich mal nicht so - warum gilt es denn in Deutschland immer gleich als ehrenrührig Verkäufer zu sein? Wirklich gute Verkäufer sind keine Drücker. Genau wie Sie erklärt ein guter Verkäufer sein Produkt - natürlich parteiisch und mit der Überzeugung, dass es anderen Produkten überlegen ist. Wo ist also der Unterschied?