16.07.2012 · Gerd Eckelmann, Ingenieur, Gründer und Chef einer auf Automatisierung spezialisierten Unternehmensgruppe in Wiesbaden, sieht in seiner Branche keinen Fachkräftemangel.
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Aus eigener Erfahrung (bin Ingenieur Elektrotechnik und
Informationstechnik, Uni, Ende 30) kann ich dem nur zustimmen. Die
Mär vom angeblichen Fachkräftemangel wird oft deutlich
überzeichnet.
Vor allem bedeutet "Karriere machen" als Ingenieur, sich von
der Technik möglichst schnell wegzuentwickeln; was von Mitarbeitern
in den meisten Firmen übrigens auch erwartet wird (Ausnahme:
Hochschule und öffentl. Forschungseinrichtungen). Wenn man immer
"nur" Entwickler war und älter als Mitte 40 ist, dann
kann man nur hoffen, bis zur Rente nicht mehr in den Arbeitsmarkt kommen
zu müssen.
Gutes Interview, mit interessantem Inhalt, auch wenn manche Aussagen
eher nach Bauchgefühl, als nach zahlenunterlegten Fakten klingen.
Ein Zusammenhang hat mich aber doch stutzig gemacht: "wenn sie
anständig angezogen sind und zuverlässig die Berufsschule
besuchen, dann schaffen sie auch ihre Prüfung."
Wird in den Berufsschulen jetzt auch die Kleidung bewertet? Sehr konservativ.
...so viele unbequeme Wahrheiten in einem Interview, und dann noch höchst diplomatisch verpackt. Also doch kein Ingenieurmangel? Ja wer erzählt uns das denn die ganzen letzten Jahre?