http://www.faz.net/-gzg-7h58q

Im Fall des Wahlsiegs : Hessen-SPD verspricht kleinere Kita-Gruppen

  • Aktualisiert am

Im Falle eines Siegs bei der Landtagswahl am 22. September will die hessische SPD die Gruppen in den Kindergärten verkleinern. Bild: dpa

Die Hessen-SPD will im Fall eines Regierungswechsels das neue Kinderförderungsgesetz sofort kippen. Die Gruppen in den Krippen sollen maximal zehn Kleinkinder umfassen. Die CDU spricht von „unseriösen“ Versprechen.

          Im Falle eines Siegs bei der Landtagswahl am 22. September will die hessische SPD die Gruppen in den Kindergärten verkleinern. In Krippen, in denen Kinder unter drei Jahren betreut werden, sollen wieder acht bis zehn Kleinkinder statt maximal zwölf betreut werden. Bei den Drei- bis Sechsjährigen im klassischen Kindergarten soll die Gruppe bis zum Jahr 2019 nicht größer als 20 sein. Die Umsetzung dieses Versprechens werde „oberste Priorität“ haben, kündigte SPD-Fraktionschef Thorsten Schäfer-Gümbel in Wiesbaden an.

          Das umstrittene Kinderförderungsgesetz von CDU/FDP, das am 1. Januar 2014 in Kraft treten soll, will er sobald wie möglich wieder aufheben. Nach dem im Mai verabschiedeten Gesetz wird die Zahl der Erzieher pro Kind - und nicht pro Gruppe - berechnet. Die großen Kita-Betreiber im Land hatten im Vorfeld gegen das Gesetz mobilisiert, weil sie zu große Gruppen und Verschlechterungen für die Erzieher befürchteten.

          „Wir halten das für finanzierbar“

          Die SPD will zurück zum alten Gruppen-Modell mit der derzeitigen Größe von acht bis zehn Kindern im Krippenbereich. In den Kitas soll dann die Gruppengröße bis 2015 auf zunächst maximal 22 Kinder verkleinert werden. „Wir halten das für finanzierbar“, sagte Schäfer-Gümbel. Genaue Angaben über die Kosten könnten derzeit jedoch nicht gemacht werden.

          Die CDU sprach von einem „unseriösen Sammelsurium von Versprechen“, das nicht zu finanzieren sei. Die SPD brauche mindestens 40 Prozent mehr an pädagogischen Fachkräften, um ihr „Wünsch-dir-was-Programm“ umzusetzen, kritisierte der Abgeordnete Ralf-Norbert Bartelt.

          Weitere Themen

          Friedlicher Auftakt in Ostritz

          Neonazi-Festival in Sachsen : Friedlicher Auftakt in Ostritz

          Noch ist alles friedlich im sächsichen Ostritz, das sich Neonazis für dieses Wochenende als Festivalort ausgesucht haben. Mehr als 1000 Menschen organisieren mit einem Friedensfest eine Gegenveranstaltung. Auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer zeigt klare Haltung.

          Topmeldungen

          Söders Spiel mit den Bildern : Im Angesicht des Kreuzes

          Markus Söder weiß, wie man sich in Szene setzt: Dass er für das Aufhängen eines Kreuzes in der bayerischen Staatskanzlei vor allem Kritik, Hohn und Spott erntet, nimmt der Ministerpräsident in Kauf.
          Volle Konzentration auf Ball und Gegner: Bayerns Thomas Müller.

          Champions League im Liveticker : Volle Offensivkraft gegen Real

          Die Bayern beginnen gegen Madrid im Halbfinale der Champions League sehr mutig mit Lewandowski, Müller, Robben, Ribéry und James in der Startformation. Abwehrspieler Alaba fällt hingegen aus. Verfolgen Sie das Spiel im Liveticker.

          Berlin trägt Kippa : Angriff auf Israel-Kundgebung

          Eigentlich sollte es ein Solidaritätstag gegen Antisemitismus werden. Doch in Berlin gab es auch einen Zwischenfall auf eine kleine proisraelische Kundgebung. Sie musste schnell abgebrochen werden.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.