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Im Fall des Wahlsiegs : Hessen-SPD verspricht kleinere Kita-Gruppen

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Im Falle eines Siegs bei der Landtagswahl am 22. September will die hessische SPD die Gruppen in den Kindergärten verkleinern. Bild: dpa

Die Hessen-SPD will im Fall eines Regierungswechsels das neue Kinderförderungsgesetz sofort kippen. Die Gruppen in den Krippen sollen maximal zehn Kleinkinder umfassen. Die CDU spricht von „unseriösen“ Versprechen.

          Im Falle eines Siegs bei der Landtagswahl am 22. September will die hessische SPD die Gruppen in den Kindergärten verkleinern. In Krippen, in denen Kinder unter drei Jahren betreut werden, sollen wieder acht bis zehn Kleinkinder statt maximal zwölf betreut werden. Bei den Drei- bis Sechsjährigen im klassischen Kindergarten soll die Gruppe bis zum Jahr 2019 nicht größer als 20 sein. Die Umsetzung dieses Versprechens werde „oberste Priorität“ haben, kündigte SPD-Fraktionschef Thorsten Schäfer-Gümbel in Wiesbaden an.

          Das umstrittene Kinderförderungsgesetz von CDU/FDP, das am 1. Januar 2014 in Kraft treten soll, will er sobald wie möglich wieder aufheben. Nach dem im Mai verabschiedeten Gesetz wird die Zahl der Erzieher pro Kind - und nicht pro Gruppe - berechnet. Die großen Kita-Betreiber im Land hatten im Vorfeld gegen das Gesetz mobilisiert, weil sie zu große Gruppen und Verschlechterungen für die Erzieher befürchteten.

          „Wir halten das für finanzierbar“

          Die SPD will zurück zum alten Gruppen-Modell mit der derzeitigen Größe von acht bis zehn Kindern im Krippenbereich. In den Kitas soll dann die Gruppengröße bis 2015 auf zunächst maximal 22 Kinder verkleinert werden. „Wir halten das für finanzierbar“, sagte Schäfer-Gümbel. Genaue Angaben über die Kosten könnten derzeit jedoch nicht gemacht werden.

          Die CDU sprach von einem „unseriösen Sammelsurium von Versprechen“, das nicht zu finanzieren sei. Die SPD brauche mindestens 40 Prozent mehr an pädagogischen Fachkräften, um ihr „Wünsch-dir-was-Programm“ umzusetzen, kritisierte der Abgeordnete Ralf-Norbert Bartelt.

          Quelle: LHE

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